Windenergie Preiskampf belastet Nordex

Mit einem Sparprogramm will Windanlagenhersteller Nordex die Kosten senken. Der harte Wettbewerb lässt sich an den Zahlen ablesen.

Der Preiskampf belastet bei Nordex die Bilanz. Quelle: dpa

HamburgDer harte Preiskampf unter den Windanlagenherstellern hat bei Nordex im vergangenen Jahr merkliche Spuren hinterlassen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank von 285,5 Millionen auf 242 Millionen Euro, wie das Unternehmen anhand vorläufiger Zahlen am Dienstag in Hamburg mitteilte. Darin nicht enthalten sind Aufwendungen für das derzeit laufende Kostensenkungsprogramm. Mit dem Sparprogramm will der Konzern die Kosten von diesem Jahr an um 45 Millionen Euro senken.

Der Umsatz sank im vergangenen Jahr von 3,4 Milliarden auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Hintergrund waren Projektverschiebungen. Mit 2,7 Gigawatt errichtete Nordex in etwa das gleiche Kraftwerksvolumen wie im Vorjahr. Die Windanlagenbauer leiden derzeit unter einem harten Konkurrenzkampf. Dies gilt vor allem für die Windenergie an Land, da der Markt zunehmend gesättigt ist und Subventionen heruntergefahren werden. Ausschreibungen für neue Anlagen finden mittlerweile häufig über eine Auktion statt, was die Preise drückt.

Das Unternehmen will am 27. März seine vollständigen Jahreszahlen sowie die Prognose für 2018 vorlegen.

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