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Windkraft Frisches Geld statt Börsengang: Biontech-Eigentümer holen sich Anteile von Blue Elephant Energy

Die Strüngmanns-Holding steigt mit 15 Prozent bei dem Windparkbetreiber ein. Seinen IPO hat die Solar-Firma nun vertagt.

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Die Mehrheitseigentümer von Biontech, die Strüggmanns Holding, beteiligt sich beim Windparkbetreiber Blue Elephant Energy. Quelle: dpa

Die bayerischen Pharma-Unternehmer Andreas und Thomas Strüngmann steigen beim Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Blue Elephant Energy ein. Die Familienholding der Strüngmanns, Athos, steckt 75 Millionen Euro in das Unternehmen, das eigentlich noch im Juli an die Börse wollte.

Dafür bekommt Athos 15 Prozent der Anteile, wie Blue Elephant am Mittwoch mitteilte. Der eigentlich noch für Juli geplante Börsengang von Blue Elephant Energy wird damit erst einmal auf die lange Bank geschoben. Das Unternehmen wollte damit rund 150 Millionen Euro einnehmen.

Die Strüngmanns, die mit dem Aufbau des Generika-Herstellers Hexal zu Milliardären geworden waren, sind Mehrheitseigentümer beim Corona-Impfstoffentwickler BioNTech. "Im Rahmen der Gespräche rund um unsere Börsenpläne ging diese Tür auf - da mussten wir beherzt handeln", sagte Blue-Elephant-Chef Felix Goedhart. Die Beteiligung von Athos sei ein "Ritterschlag".

Dabei wird Blue Elephant Energy mit knapp 1,5 Milliarden Euro bewertet, die Verbindlichkeiten liegen bei 970 Millionen. Das frische Eigenkapital reiche vorerst, um die Wachstumspläne umzusetzen. "Auch nach dem Einstieg von Athos wird ein Börsengang zu einem späteren Zeitpunkt weiterhin eine Option bleiben", sagte Goedhart. "Unser Unternehmen wird dann aber noch einmal deutlich größer sein als heute."

Die 2016 gegründete Blue Elephant Energy betreibt Solar- und Windkraftanlagen mit einer Leistung von zusammen 1,1 Gigawatt. Solar-Projekte in einer ähnlichen Größenordnung sind in Planung. Das Unternehmen kam im vergangenen Jahr mit gut 80 Millionen Euro Umsatz auf ein operatives Ergebnis (Ebitda) von mehr als 60 Millionen Euro.

Die größten Aktionäre sind die Unternehmerfamilie Wacker (Wacker Chemie) und die ehemalige Verlegerfamilie Jahr (Gruner+Jahr), die nach Unternehmensangaben bisher je mit 26,6 Prozent beteiligt waren. Firmengründer und Vorstandschef Felix Goedhart hielt vor dem Einstieg von Athos 19,7 Prozent. 

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