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Wirtschaftliche Erholung Spanische Banken bauen faule Kredite ab

Die wirtschaftliche Erholung in Spanien zeigt sich auch bei den Großbanken des Landes. BBVA und Sabadell erzielten Erfolge beim Aufräumen ihrer Bilanzen. Doch die Krise in Katalonien trübt die Stimmung.

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Die zweitgrößte spanische Bank profitiert von der wirtschaftlichen Erholung auf der iberischen Halbinsel. Quelle: dpa

Madrid Die spanischen Großbanken BBVA und Sabadell profitieren von der wirtschaftlichen Erholung auf der iberischen Halbinsel und kommen beim Aufräumen ihrer Bilanzen voran. Doch der Streit um Katalonien schwebt wie ein Damoklesschwert über ihnen, da sie stark vom Geschäft in der wirtschaftsstarken Region abhängig sind. Rund ein Drittel der Einlagen von Sabadell und BBVA stammen aus Katalonien. Die Kunden seien verunsichert, aber die Auswirkungen auf die Einlagen seien nur unwesentlich gewesen, erklärte BBVA am Freitag nach der Vorlage der Quartalszahlen. Die Caixabank, die ihren Sitz wegen der politischen Situation von Barcelona nach Valencia verlagert hat, berichtete vor wenigen Tagen von „moderat negativen“ Auswirkungen auf die Einlagen durch die Katalonien-Krise.

Die zweitgrößte spanische Bank BBVA senkte im dritten Quartal den Bestand an faulen Krediten um 1,5 Milliarden Euro, bei Sabadell waren es 500 Millionen Euro weniger, wie die Geldhäuser am Freitag mitteilten. Auch Santander hatte die Altlasten reduzieren können, wie die größte spanische Bank am Donnerstag mitgeteilt hatte. Wie auch anderen europäische Geldhäusern machen die niedrigen Zinsen den spanischen Banken zu schaffen. Bei BBVA sank der Zinsüberschuss um zwei Prozent, bei Sabadell um vier Prozent.

Auf der Suche nach einem Ausweg haben spanische Banken ihr Auslandsgeschäft ausgebaut. BBVA profitierte im dritten Quartal vom starken Geschäft in Mexiko, der Nettogewinn des Konzerns stieg um 19 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Der Überschuss von Sabadell fiel dagegen um acht Prozent auf 203 Millionen Euro.

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