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Wirtschaftswachstum Britischer Handelskammerverband senkt Konjunkturprognose

Der Verband British Chambers of Commerce rechnet damit, dass die Wirtschaft im letzten Quartal nur noch stagniert. Ihre Vor-Pandemie-Niveau wird sie wohl erst Mitte 2022 erreichen.

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Die britische Wirtschaft wird wohl weniger wachsen, als erwartet. Quelle: Bloomberg

Der britische Handelskammerverband senkt wegen schwacher Handelsdaten und Lieferkettensorgen sowie steigender Inflation seine Konjunkturprognose für das Vereinigte Königreich. Auch die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus würden die Erholung belasten, teilte der Verband British Chambers of Commerce (BCC) am Donnerstag in London mit.

Erwartet wird für 2021 zwar mit 6,8 Prozent immer noch das stärkste Wachstum seit 1949. Ursprünglich rechnete der BCC aber mit 7,1 Prozent Plus. Nun geht der Handelskammerverband davon aus, dass die Wirtschaft im letzten Quartal stagniert. Deshalb wird nun angenommen, dass die britische Wirtschaft ihr Niveau von vor der Pandemie erst im zweiten Quartal 2022 wieder erreicht, ein Quartal später als bisher gedacht. 2020 war das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) wegen der Corona-Pandemie um 9,7 Prozent eingebrochen.

Sorgen bereitet weiterhin vor allem der Handel. Exporte würden dieses Jahr um 2,8 Prozent einbrechen und Ende 2023 noch immer 14,9 Prozent oder 27,7 Milliarden Pfund (32,3 Milliarden Euro) unter dem Niveau von vor der Pandemie liegen, teilte der BCC weiter mit. Verantwortlich seien andauernde Störungen des internationalen Handels durch die Pandemie sowie für den Handel mit der EU durch den Brexit. Das BIP werde hingegen bis dahin um 3,4 Prozent höher liegen als vor der Pandemie.

Auch im dritten Quartal dieses Jahres war die Konjunktur schwächer ausgefallen als erwartet. „Das britische Wachstum wird voraussichtlich für einen längeren Zeitraum gedämpfter ausfallen, da Lieferengpässe, Personalmangel und steigende Inflation die Aktivitäten einschränken“, sagte BCC-Experte Suren Thiru. Er erwartet zudem, dass die Verbraucher sich mit Ausgaben zurückhalten. Grund seien das negative Reallohnwachstum und angespannte Budgets wegen der steigenden Inflation. Hinzu komme das Risiko der Omikron-Variante. Die Ausbreitung könne erneut zu fehlenden Arbeitskräften und damit zu einer neuen Versorgungskrise führen, sagte Thiru.

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    Der Industrieverband CBI hatte kürzlich ebenfalls seine Prognose für 2021 von 8,2 auf 6,9 Prozent gesenkt und für 2022 von 6,9 auf 5,1 Prozent. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG rechnet im kommenden Jahr sogar nur mit 4,2 Prozent Wachstum. Die Experten machen vor allem die Lieferkettensorgen für ihre pessimistische Schätzung verantwortlich.

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