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Wirtschaftswachstum ZWE-Chef: Arbeitsmarkt bleibt trotz Konjunkturflaute robust

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland trübt langsam ein. Der Arbeitsmarkt wird davon aber unberührt bleiben, spekulieren Ökonomen des ZEW.

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Auch wenn die Wirtschaftslage weiter eintrübt, erwarten Ökonomen einen stabilen Arbeitsmarkt. Quelle: dpa

Frankfurt Die Schwächephase der deutschen Industrie wird nach Einschätzung des Ökonomen Achim Wambach die Lage auf dem Arbeitsmarkt vorerst nicht belasten. „Auch der Fachkräfteengpass und der demografische Wandel tragen dazu bei, dass trotz der Flaute in den Industriebetrieben die Folgen für den Arbeitsmarkt nicht zu hart sein werden“, sagte der Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW). „Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht schlimmer wird und die deutsche Wirtschaft weiter leicht wächst“, sagte Wambach den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX in Frankfurt.

Allerdings gebe es ernste konjunkturelle Risiken, wie einen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Hinzu komme: „Der Ausbau der Elektromobilität und der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz in den Produktionshallen sind eine große Herausforderung für die Unternehmen“, sagte Wambach. Der Vergleich zur Entwicklung in China zeige, dass Deutschland in diesen Bereichen noch nicht so gut aufgestellt sei wie die Konkurrenz in Ostasien.

Vor dem Hintergrund der starken Konkurrenz aus China hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Möglichkeit einer aktiveren Industriepolitik ins Spiel gebracht. Nach Einschätzung Wambachs ist eine stärkere Zusammenarbeit von europäischen Industriebetrieben bei Forschung und Entwicklung sowie eine steuerliche Forschungsförderung zu begrüßen. Wambach machte aber auch deutlich, dass die derzeit bestehende Fusionskontrolle nicht aufgeweicht werden dürfe.

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