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Zahlungsdienstleister Adyen kooperiert weltweit mit Alipay

Der niederländische Zahlungsdienstleister erleichtert chinesischen Kunden weltweit das bargeldlose Shoppen. Die Ausgaben dieser Touristen sind durchaus ein Wirtschaftsfaktor.

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Eine Frau zeigt die Bezahlmethode von Alipay, bei der automatisch die chinesische Währung in kanadische Dollar umgerechnet wird. Mit der weltweiten Kooperation mit Alipay ist Adyen jetzt ein Coup gelungen. Quelle: Reuters

Berlin Adyen hat mit dem mobilen Bezahldienst des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba, Alipay, eine Partnerschaft geschlossen. Damit ist es den 520 Millionen Kunden der größten mobilen Zahlungsplattform möglich, im Laden mit ihrem Smartphone zu zahlen. Bislang war Alipay ausschließlich als Onlinebezahlmethode bei Adyen integriert.

Chinesische Touristen sind begehrt, doch die Bezahlung häufig ein Hindernis. Die in Europa üblichen Kreditkarten sind in China nicht verbreitet. Ein Schlaglicht auf die Probleme und eine Lösung warf die Kooperation von Alipay und der Drogerie-Kette Rossmann. Chinesische Touristen können seit dem Frühjahr mobil bei Pflege- und Kosmetik-Produkte bei Rossmann einkaufen. Im vergangenen Jahr vereinbarte bereits der deutsche Zahlungsabwickler Wirecard mit Alipay eine Kooperation, die auf Europa begrenzt ist. Es geht im Kern immer darum, mehr Verkaufsstellen zu schaffen, in denen Chinesen per Smartphone mit der Alipay-App bezahlen können.

Die Ausgaben chinesischer Touristen sind durchaus ein Wirtschaftsfaktor. Allein im vergangenen Jahr haben mehr als 2,58 Millionen chinesische Touristen in Deutschland übernachtet. Nach Angaben der deutschen Tourismuszentrale bleiben sie im Durchschnitt sechs Tage und geben rund 2700 Euro aus. „Chinesische Kunden, die ins Ausland reisen, erwartet dort nun das gleiche Zahlungserlebnis, das sie von zu Hause kennen“, sagte Roelant Prins, Chief Commercial Officer bei Adyen.

Mit der weltweiten Kooperation mit Alipay ist Adyen jetzt ein Coup gelungen. Die Verbindung mit Alipay dürfte auch die Attraktivität von Adyen weiter steigern. Das 2006 gegründete Unternehmen verfügt über weltweite Niederlassungen und betreut 4500 Kunden – darunter sind acht der zehn größten Internet-Unternehmen wie Facebook oder Uber.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Zahlungen in Höhe von 90 Milliarden Dollar abgewickelt und seinen Umsatz auf rund 660 Millionen Euro verdoppelt. Nach den Worten des Firmen-Gründers Pieter van der Does ist das Unternehmen bereits seit 2010 profitabel. Zu den Firmen-Finanziers gehören beispielsweise Temasek aus Singapur, General Atlantic und der Familienfonds von Facebook-Eigner Mark Zuckerberg. Mittlerweise besitzt Adyen auch eine Banklizenz, um beispielsweise bei Zahlungen an die Händler flexibler zu sein.

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