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Zahlungsdienstleister Kein Manipulationsverdacht gegen Wirecard-Firmenchefs nach Kurseinbruch

Die Staatsanwaltschaft hat keine Hinweise auf Kursmanipulationen bei Wirecard ausfindig gemacht. Auch die Bafin ruft der Aktieneinbruch auf den Plan.

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Die Aktie des Finanzdienstleisters hatte zeitweise mehr als ein Drittel ihres Werts verloren. Quelle: Reuters

München Nach einem mehrtägigen Aktienbeben beim Dax-Neuling Wirecard hat die Münchner Staatsanwaltschaft München keine Hinweise auf kriminelle Kursmanipulation durch die Konzernspitze. „Wir haben keinen ausreichenden Anfangsverdacht, um ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der Wirecard einzuleiten“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst am Donnerstag in München.

Die Wirecard-Aktie war in der vergangenen Woche unter massiven Beschuss mutmaßlicher Spekulanten geraten, nachdem in der Londoner „Financial Times“ zwei Berichte mit dem Vorwurf krimineller Kontomanipulationen und Dokumentfälschungen gegen einen Wirecard-Mitarbeiter in Singapur erschienen waren. Zeitweise hatte die Aktie des Bezahldienstleisters mehr als ein Drittel ihres Wertes verloren.

Derart große Kursschwankungen sind bei Dax-Unternehmen sehr ungewöhnlich. Der Wirecard-Vorstand hatte sich selbst an die Staatsanwaltschaft gewandt. Auch die Finanzaufsicht Bafin prüft, ob es sich um eine gezielte Attacke von Spekulanten handelte. Beide Behörden sind nun im Austausch: „Wir stehen im engen Kontakt mit der Bafin“, sagte Kornprobst.

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