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Zentralbank EZB-Vize de Guindos: Nebeneffekte der Geldpolitik nehmen zu

Die lockere Geldpolitik der EZB zeigt erste Spuren. Die neue Führung der Zentralbank will die Nebeneffekte der Nullzinspolitik genau beobachten.

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Der EZB-Vize beobachtet mehr Nebeneffekte auf Grund der Geldpolitik. Quelle: dpa

Die Nebeneffekte der Nullzinspolitik im Euroraum nehmen nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu. „Wir sind uns voll und ganz bewusst, dass unsere Geldpolitik einige Nebeneffekte verursacht hat und dass die Nebeneffekte auf dem Vormarsch sind“, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos am Montag bei einer Konferenz in Frankfurt.

Die seit 1. November amtierende EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte bereits vor ihrem Amtsantritt deutlich gemacht, dass sie eine sehr lockere Geldpolitik für absehbare Zeit für nötig hält. Lagarde hatte aber auch gesagt: „Wir müssen die negativen Folgen und Nebeneffekte im Blick behalten.“ Die Sorgen der Menschen müssten beachtet werden. Außerdem wolle sie die Entscheidungen der Notenbank künftig besser erklären.

Lagardes Vorgänger Mario Draghi hatte im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche im Währungsraum alle Register gezogen: Der Leitzins liegt seit Jahren auf dem Rekordtief von null Prozent, Banken müssen inzwischen 0,5 Prozent Negativzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken, zudem steckt die EZB seit diesem November frische Milliarden in den Kauf von Staatsanleihen. De Guindos sieht dabei noch ausreichend Spielraum für den Kauf von Wertpapieren. Banken und Sparern macht das Zinstief zu schaffen.

Mehr: Nach dem Ende der Ära Draghi gibt es Redebedarf im EZB-Rat. Die neue EZB-Chefin hat sich informell mit den Ratsmitgliedern der Notenbank getroffen.

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