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Zentralbankchef Mexiko zerpflückt Trumps Mauer-Finanzierungsplan

Trumps Vision einer Mauer zu Mexiko - und seine Finanzierungsidee - stößt beim Zentralbankchef des Landes auf Kritik. Trump will Heimatüberweisungen blockieren lassen. Für Carstens eine Verletzung der Menschenrechte.

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Donald Trump will, dass Mexiko sein Grenzmauer-Vorhaben finanziert. Quelle: Reuters

Der vom US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump propagierte Plan zur Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko stößt beim dortigen Zentralbankchef auf scharfe Kritik. Trumps Idee, für den Zaunbau die Heimatüberweisungen mexikanischer Einwanderer in den USA zu blockieren, stelle eine Verletzung der Menschenrechte dar, sagte der Gouverneur der Banco de México, Agustín Carstens.

Im Übrigen sei das transferierte Geld das Eigentum der Menschen, die es verdient hätten. Sie hätten daher das Recht auf internationale Überweisungen, sagte Carstens weiter.

Trump hat erklärt, eine Klausel im Anti-Terror-Gesetz so zu ändern, dass Heimatüberweisungen von Mexikanern einbehalten werden könnten. Ihr Geld solle erst wieder freigegeben werden, wenn deren Heimatland sich zu einer Pauschalzahlung von fünf bis zehn Milliarden Dollar für seinen geplanten Mauerbau bereit erkläre, fordert der Immobilienmogul.

Der Umfang der Überweisungen nach Mexiko summierte sich 2015 auf fast 24,8 Milliarden Dollar und überstieg damit erstmals die Einnahmen aus Ölexporten. Die Transfers machen mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts Mexikos aus.

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