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Zinswende Künftiger EZB-Rat – Spätere Zinswende bei schwächerer Konjunktur möglich

Wenn sich das Wachstum weiter verlangsame, werde die EZB die niedrigen Zinsen für einen längeren Zeitraum beibehalten, sagt der Chef der belgischen Notenbank am Montag auf einer Pressekonferenz.

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EZB-Chef Mario Draghi wies zuletzt auf zahlreiche Risiken für die Konjunktur hin. Quelle: dpa

Brüssel Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte nach den Worten ihres künftigen Ratsmitglieds Pierre Wunsch ihre Zinswende im Falle einer Konjunktureintrübung verschieben. „Wenn sich das Wachstum weiter verlangsamt, werden wir die niedrigen Zinsen für einen längeren Zeitraum beibehalten“, sagte Wunsch, der am Januar Chef der belgischen Notenbank und damit in den EZB-Rat einziehen wird, am Montag auf einer Pressekonferenz.

Ob dies der Fall sein werde oder nicht, wisse er nicht. Nach dem zum Jahresende auslaufenden Anleihe-Kaufprogramm werde sich das Interesse aber zunehmend auf die Zinspolitik verlagern. „Und diese wird davon abhängen, was wir in der Wirtschaft sehen“, sagte Wunsch.

EZB-Chef Mario Draghi wies zuletzt auf zahlreiche Risiken für die Konjunktur hin - etwa den Handelsstreit oder Turbulenzen an den Finanzmärkten. Daher sollen die Zinsen vorerst auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent vorharren. Die meisten Experten rechnen Ende 2019 oder Anfang 2020 wieder mit einer ersten Zinsanhebung.

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