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Zukunftstechnologie Wasserstoff soll in Deutschland im industriellen Maßstab erprobt werden

Bundesweit plant Altmaier 20 Einrichtungen, in denen die Zukunftstechnologie erforscht werden soll. 100 Millionen Euro pro Jahr stehen bisher zur Verfügung.

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Wasserstoff soll im industriellen Maßstab erprobt werden Quelle: dpa

Berlin Zukunftstechnologien wie CO2-armer Wasserstoff und Energiespeicher sollen künftig in Deutschland in „Reallaboren“ im industriellen Maßstab erprobt werden. Geplant sind bundesweit rund 20 dieser Einrichtungen, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte.

Dafür stehen bisher rund 100 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Altmaier will aber bei Finanzminister Olaf Scholz (SPD) darauf drängen, die Mittel zu erhöhen.

Altmaier sprach von einem „völlig neuen Konzept“. Reallabore sollten es ermöglichen, im industriellen Maßstab bestimmte Lösungen auszuprobieren. Dies könne zu mehr Klimaschutz beitragen und für neue Jobs sorgen.

Ziel sei es, dass Deutschland weltweit die Nummer eins bei der Wasserstofftechnologie wird. Zum Einsatz kommen könnte diese etwa über eine Brennstoffzelle als Antrieb für Autos. Bisher gilt der Einsatz aber noch als sehr teuer.

Zu den 20 Standorten der „Reallabore“ gehören auch solche in bisherigen Braunkohlerevieren wie der Lausitz oder dem Rheinischen Revier. Deutschland will bis 2038 schrittweise aus der Kohle aussteigen.

Altmaier sagte, bei der Energiewende gebe es überall dort Fortschritte, wo es industrielle Produktionsprozesse gebe. So habe die Leistungsfähigkeit von Windrädern enorm zugenommen.

Allerdings gibt es gerade gegen den Bau neuer Windräder an Land zum Teil massive Widerstände in der Bevölkerung. Auch der notwendige Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende – also dem Umbau hin zu erneuerbaren und klimafreundlicheren Energien – kommt nicht richtig voran.

Mehr: Lange haben die Grünen mit synthetischen Kraftstoffen gefremdelt. Das ändert sich nun. Auch das Umweltministerium denkt um. Die Branche freut sich.

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