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Zusammenschluss Intesa will trotz Coronakrise UBI übernehmen

Die Turiner Großbank wünscht sich weiterhin eine Fusion mit dem kleineren Rivalen. Beim Thema Dividendenausschüttung ist das Finanzinstitut zurückhaltender.

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Das Geldhaus ist von einer Übernahme nicht so begeistert, wie die Großbank Intesa. Quelle: Reuters

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hält trotz der Coronakrise an der geplanten Milliardenübernahme der kleineren Rivalin UBI Banca fest. Alle Beteiligten und ganz Italien würden von einer größeren, stärkeren Bank profitierten, warb Intesa-Chef Carlo Messina am Dienstag für den Zusammenschluss.

Die Fusion sei sogar noch wichtiger geworden, weil dadurch Einsparungen einfacher würden und mehr Geld für die Deckung von Kreditausfällen zur Verfügung stünde. UBI Banca sträubt sich allerdings gegen die Übernahme, durch die das siebtgrößte Geldhaus der Euro-Zone entstehen soll.

Intesa hatte Ende Februar eine 4,9 Milliarden Euro schwere Offerte für die UBI vorgelegt – kurz bevor die Ausbreitung des Coronavirus das Land lahmlegte. Der mittelgroße Intesa-Rivale hat seinen Sitz in Bergamo, inmitten der von der Epidemie stark betroffenen Region Lombardei. Vor allem kleinere Institute würden es schwer haben, in der Krise zu bestehen, argumentierte Intesa nun.

Dank der Erleichterungen der Aufsichtsbehörden in der Coronakrise habe Intesa sogar einen noch größeren Kapitalpuffer als zuletzt, erklärte das Geldhaus aus Turin. Gleichwohl folgt die Bank der Aufforderung der EZB-Bankenaufsicht an die Geldhäuser der Euro-Zone und schüttet vorerst keine Dividende aus.

Dadurch bleiben 3,4 Milliarden Euro in den Kassen, die sonst an die Aktionäre geflossen werden. Die Bankenwächter hatten betont, die Geldhäuser sollten mindestens bis zum 1. Oktober dieses Jahres keine Dividenden für die Jahre 2019 und 2020 ausschütten.

Abhängig von der Einstellung der Europäischen Zentralbank (EZB) werde Intesa eine Aktionärsversammlung einberufen, um einen Teil der Reserven an die Anteilseigner auszuschütten.

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