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Zusatzbeiträge Krankenversicherung wird nur selten teurer

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Der für den Versicherten relevante Wert ist der Gesamtbeitrag



Von den bisher sechs Kassen, die tatsächlich höhere Beiträge angekündigt haben, liegt die BKK VBU mit ihrer Anhebung um 0,4 Prozent im Mittelfeld. Mit einem Plus von 0,6 Prozent auf nun ebenfalls 15,9 Prozent sind die Kunden der BKK Technoform von einer noch etwas stärkeren Änderung betroffen.

Auf Seiten der Kassen, die die Zusatzbeiträge senken, können sich Versicherte bei der AOK Bremen/Bremerhaven und der Metzinger BKK am meisten freuen. Um stolze 0,3 Prozent sinken dort die Beiträge. Bei den anderen Kassen sind es lediglich 0,1 bis 0,2 Prozent, bei der Bertelsmann BKK nur 0,08 Prozent.

Entscheidender als die Veränderungen bleibt für die Versicherten sowieso der Gesamtbeitrag, den sie zahlen müssen. Er setzt sich aus dem allgemeinen Beitrag des Gesetzgebers bei 14,6 Prozent und dem jeweils individuellen Zusatzbeitrag jedes Versicherers zusammen. Durchschnittlich zahlen Gesetzlich Versicherte (gewichtet nach der Zahl der unterschiedlich großen Krankenkassen) 15,68 Prozent ihres Lohns.

Beim Blick auf die Gesamtbeiträge ragt die AOK Sachsen-Anhalt mit seit Jahren günstigen 14,9 Prozent besonders heraus. Noch besser ist nur die Metzinger BKK, die als einzige Kasse nach der Beitragssenkung von 0,3 Prozent nun nur noch den allgemeinen Mindestbeitrag von 14,6 Prozent verlangt. Am teuersten mit insgesamt 16,3 Prozent sind die Securvita BKK, die Viactiv Krankenkasse und Merck BKK.

Für die Versicherten bedeutet ein auf den ersten Blick hoher Beitrag aber auch nicht automatisch, dass sie dringend handeln die Krankenkasse wechseln müssen. Mit dem Wettbewerb um die Höhe der Zusatzbeiträge ist auch das Ringen um zusätzlichen Service entbrannt. Das können Zusatzleistungen wie Besuche beim Heilpraktiker sein oder Rabattleistungen bei gesundheitsförderndem Verhalten wie Sportkurse. Man sollte also immer Preis als auch die Leistung im Blick haben.

Wer als Kunde einer Gesetzlichen Krankenkasse im kommenden Jahr einen höheren Zusatzbeitrag leisten muss, hat bis zum 31. Januar ein verkürztes Sonderkündigungsrecht. Ansonsten beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate.

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