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Zwangsverwaltung Promswjasbank ließ Akten über Kredite im Milliardenwert verschwinden

Die Führung der russischen Promswjasbank soll Akten über Kredite von mehr als 1,5 Milliarden Euro verschwinden lassen haben. Das Geldhaus steht seit rund einer Woche unter der Zwangsverwaltung der russischen Zentralbank.

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Die russische Notenbank unter Führung von Elvira Nabiullina versucht, die Branche zu stabilisieren, indem sie vielen kleinen Geldinstituten mit unsicheren Aussichten die Lizenz entzieht. Quelle: Reuters

Moskau Bei der russischen Promswjasbank hat die frühere Führung nach Angaben der Zentralbank Akten über Kredite von 109 Milliarden Rubel (1,57 Mrd. Euro) verschwinden lassen. Das zehntgrößte russische Geldhaus steht seit rund einer Woche unter Zwangsverwaltung der Zentralbank. Die Kredite, zu denen die Unterlagen fehlen, seien an Firmenkunden gegangen, sagte Notenbank-Vize Wassili Posdyschew am Freitag in Moskau. Auch auf andere Weise hätten die Manager der angeschlagenen Bank versucht, vor der Zwangsverwaltung Geld abzuziehen. Deswegen sei Anzeige erstattet worden, sagte Posdyschew der Agentur Interfax.

An der Promswjasbank (PSB), die den russischen Mittelstand finanziert, ist die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) mit gut 11,7 Prozent beteiligt.

Nach der Bank Otkritie und der Binbank ist die PSB die dritte große Privatbank, die binnen weniger Monate vom Staat übernommen und gestützt wird. Bei der PSB schätzt die Zentralbank das nötige Zusatzkapital auf 100 bis 200 Milliarden Rubel.

Die russische Notenbank unter Führung von Elvira Nabiullina versucht, die Branche zu stabilisieren, indem sie vielen kleinen Geldinstituten mit unsicheren Aussichten die Lizenz entzieht. Kritisiert wird aber, dass auch unter den großen Banken nur noch wenige unabhängige Privatunternehmen sind. Die meisten Großbanken sind staatlich.

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