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Zwei Millionen Euro Schaden Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Online-Betrüger

Einem 29-Jährigen wird vorgeworfen, sich seit einem Jahr Geld von fremden Konten überwiesen zu haben. Auf der Suche nach Komplizen durchkämmten Ermittler am Mittwoch Wohnungen von acht Beschuldigten.

Dem Deutschen wird vorgeworfen, sich von Bankkunden die Zugangsdaten zu deren Onlinebanking verschafft zu haben. Quelle: dpa

StuttgartEin mutmaßlicher Online-Betrüger aus München soll Bankkunden vorwiegend aus Süddeutschland um etwa 1,9 Millionen Euro gebracht haben. Wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs und gewerbsmäßigen Betrugs in mehr als 500 Fällen hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den 29-Jährigen Anklage erhoben. Wie die Behörde und das Landeskriminalamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilten, wohnte der Deutsche zuletzt in Kambodscha. Ihm wird vorgeworfen, sich von Bankkunden die Zugangsdaten zu deren Onlinebanking beschafft zu haben. Damit soll der Mann seit Februar 2016 zig Überweisungen auf sein Konto veranlasst haben.

Die Ermittler prüfen zudem, ob der 29-Jährige Komplizen hatte. Sie durchsuchten am Mittwoch in sechs Bundesländern Wohnungen von acht Beschuldigten. Die mutmaßlichen Finanz- und Warenagenten im Alter von 25 bis 78 Jahren werden verdächtigt, einer international agierenden Gruppe von Geldwäschern anzugehören. Handys, Laptops, elektronische Datenträger und Dokumente wurden bei den Aktionen in Baden-Württemberg (Rems-Murr-Kreis), Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern (Rostock), Nordrhein-Westfalen (Essen, Bochum) und im Saarland (Saarbrücken) beschlagnahmt.

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