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RisikolebensversicherungEine Absicherung für Ihre Liebsten

Eine Risikolebensversicherung springt im Todesfall ein, damit auf menschliches Leid keine finanzielle Katastrophe folgt. Die WiWo zeigt gute Policen.Jessica Schwarzer 15.07.2025 - 16:43 Uhr
Eine Lebensversicherung hilft im Todesfall den Hinterbliebenen. Foto: obs

Ein tragischer Unfall oder eine schwere Krankheit – wenn ein Mensch stirbt, dann ist nicht nur die Trauer groß. Oft kommen auch noch finanzielle Sorgen hinzu, vor allem, wenn der Hauptversorger oder die Hauptversorgerin in der Familie stirbt. Das wichtigste Einkommen fällt weg, mitunter reicht das Ersparte nicht, um den Lebensstandard länger als ein paar Monate zu erhalten. Und wenn dann auch noch ein Immobilienkredit abgezahlt werden muss, wird es finanziell sehr schnell eng.

Eine Risikolebensversicherung springt genau dann ein. „Diese Police ist für alle sinnvoll, die andere Menschen finanziell absichern möchten“, sagt Marco Dehner, Versicherungsanalyst beim Recherchehaus Morgen & Morgen (M&M). Sie schützt Hinterbliebene vor finanziellen Belastungen, wenn das eigene Einkommen plötzlich wegfällt. „Durch die Absicherung bleibt die finanzielle Stabilität auch in schwierigen Zeiten erhalten und wichtige Verpflichtungen können weiterhin erfüllt werden.“ Vor allem für Familien ist dieser Versicherungsschutz wichtig, aber auch kinderlose oder unverheiratete Paare sollten darüber nachdenken.

Nur zehn Prozent der Deutschen sind versichert

„Eine Risikolebensversicherung ist immer dann dringend erforderlich, wenn der Tod eines Elternteils oder Partners eine finanzielle Lücke reißen könnte, die weder durch Renten noch durch eigenes Vermögen zu schließen wäre“, betonen auch die Experten der Verbraucherzentrale Bundesverband. „Oftmals stehen Hinterbliebene vor dem finanziellen Chaos, wenn im Privatleben oder auf geschäftlicher Ebene ein Partner stirbt, zum Beispiel wenn es einen Alleinverdiener gibt.“ Ende 2022 gab es in Deutschland etwas mehr als 7,5 Millionen Risikolebensversicherungen, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Das bedeutet, dass etwa zehn Prozent der Deutschen eine solche Police besitzen.

Foto: WirtschaftsWoche

Exklusiv für die WirtschaftsWoche hat Morgen & Morgen die besten Risikolebensversicherungen für zwei Musterfälle berechnet: Eine 40 Jahre alte angestellte Juristin wählt eine Versicherungssumme von 100.000 Euro. Sie ist Raucherin und fährt Motorrad. Der zweite Musterfall bezieht sich auf einen 45-jährigen Manager, der seit zehn Jahren Nichtraucher ist. Auch er wählt eine Versicherungssumme von 100.000 Euro.

Die Versicherung läuft in beiden Fällen jeweils bis zum 67. Lebensjahr. Ausgezeichnet wurden die Policen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei der Preis zu 80 Prozent in das Ranking einfloss und die Leistung mit 20 Prozent.

Die Beiträge für die besten Versicherungen sind gering

Die 40-Jährige hat die Wahl zwischen 13 Tarifen, die mit einem „sehr gut“ ausgezeichnet wurden. Die Tarife mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis kommen von VPV, Ideal, Huk 24, Cosmos Direkt, WGV, Hannoversche und Asuro. Der jährliche Zahlbetrag bei diesen Tarifen liegt unter 400 Euro. Die weiteren ausgezeichneten Policen liegen etwas über 400 Euro.

Wie wichtig der Vergleich ist, zeigt der Blick auf den teuersten Tarif in der Analyse, der bei knapp 1142 Euro liegt. Der 45-Jährige kann zwischen zwölf Tarifen mit Bestnote auswählen. Er zahlt nur zwischen 151,19 und 201,57 Euro. Auf den vorderen Plätzen liegen VPV, WGV, Europa, Cosmos Direkt und Ideal. Der teuerste Tarif für diesen Musterfall würde bei 540 Euro liegen.

Die Beiträge für die Risikolebensversicherung sind relativ gering, weil nur dann eine Leistung erbracht wird, wenn der oder die Versicherte stirbt. „Anders als bei der Kapital-Lebensversicherung ist bei der Risiko-Lebensversicherung nur das Risiko des Todes versichert“, erklären die Experten der Verbraucherzentrale Bundesverband. Das heißt, die Versicherungssumme wird nur ausgezahlt, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit stirbt. „Eine Risiko-Lebensversicherung dient nicht dem Vermögensaufbau.“

Versicherungssumme, Laufzeit und Eintrittsalter entscheidend

Die Versicherungsprämie richtet sich vor allem nach der Todesfallsumme, der Laufzeit, dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand sowie dem bei Antragstellung ausgeübten Beruf der versicherten Person. Faustregel: Je länger die Vertragsdauer, desto höher ist die Prämie, denn mit steigendem Alter steigt das Todesfallrisiko. Bei besonderen Risiken, wie beispielsweise Nikotinkonsum oder Motorradfahren, kann sich die Prämie weiter erhöhen. Das zeigen auch die beiden Musterfälle. Die Experten mahnen an, unbedingt die Gesundheitsfragen, aber auch die zu riskanten Hobbys korrekt zu beantworten.

Wie lange eine Risikolebensversicherung laufen soll, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Bis das jüngste Kind vermeintlich auf eigenen Beinen steht? Bis das Eigenheim abgezahlt ist? Bis andere Rentenansprüche greifen? Auch die Höhe der Versicherungssumme kann je nach Familiensituation sowie der individuellen Einkommens- und Vermögenslage variieren. Verbraucherschützer empfehlen all jenen, die allein für den Lebensunterhalt sorgen, sich an folgenden Richtwerten zu orientieren: Familien mit kleinen Kindern sollten mindestens das vierfache Jahresnettoeinkommen versichern. Bei Familien mit älteren Kindern sollte es mindestens das dreifache Jahresnettoeinkommen sein. Bei Kinderlosen wäre mindestens ein einfaches Jahresnettoeinkommen der Richtwert.

Gute Standardverträge können heute einfach an die wichtigsten neuen Lebensumstände angepasst werden, in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung. Ein größeres Eigenheim, ein weiteres Kind? „Immer mehr Versicherer haben die Liste der Ereignisse, bei denen eine Nachversicherung möglich ist, erweitert“, bestätigt auch M&M-Experte Dehner. So bleiben Versicherte flexibel und müssen keine neuen Policen abschließen.

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