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„Bis du tot?“Daseinsfürsorge-Apps: „Demumu“ und der „Totmannwarner“

Die Angst vor Unvorhergesehenem und Einsamkeit treibt junge Chinesen um, zeigt der Erfolg der App „Bist du tot?“. Sie will Isolation und Alltagsrisiken den Schrecken nehmen - auch hierzulande? 14.01.2026 - 13:43 Uhr Quelle: dpa
Per Fingertipp Sicherheit geben: Mit diesen Apps werden Notfallkontakte automatisch alarmiert. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Per Fingertipp einmal täglich bestätigen, dass es einem gut geht, dass man lebt - und anderen die Sicherheit geben, dass nichts passiert ist, auch wenn man einmal nicht ans Telefon gegangen ist oder sich mit der Antwort auf eine Nachricht viel Zeit gelassen hat.

Das will die in China über Nacht populär gewordene App „Si le me“ („Bist du tot?“) leisten. Denn die sendet eine Mail an einen hinterlegten Notfallkontakt, wenn die Bestätigung an etwa zwei Tagen in Folge ausbleibt. Für iPhones ist die App als „Demumu“ auch hierzulande in Apples App-Store erhältlich - auf Englisch und für einmalig einen Euro.

Der „Totmannwarner“ überwacht Bewegungen auf Android

Android-Nutzende, die sich für so eine Sicherheits-App interessieren, können den „Totmannwarner“ aus Googles Play-Store ausprobieren. Die kostenlose App ist etwas anders als „Demumu“ konzipiert, was noch mehr Anwendungsmöglichkeiten eröffnet: Die Überwachung kann bei Bedarf ein-, aber auch wieder abgeschaltet werden, und es wird keine aktive Bestätigung verlangt. Vielmehr registriert die App über die Smarpthone-Sensoren Bewegungslosigkeit.

Tut sich für einen vordefinierten Zeitraum nichts, kann der „Totmannwarner“ Notfallkontakte automatisch anrufen oder ihnen SMS mit einer vordefinierten Nachricht und Standortdaten schicken - je nachdem was man eingestellt hat. Zusätzlich kann die App bei Bedarf auch einen Alarmton abgeben und zum Alarm vibrieren. Für jede Notruf- und Alarm-Art lässt sich ein eigener Zeitraum in Sekunden, Minuten oder Stunden (999 Stunden maximal) einstellen, nach der bei Regungslosigkeit Alarm ausgelöst wird.

Anwendungen von Outdoor über Alleinarbeiter bis Hausnotruf

Aus den Bewertungen der App geht hervor, dass sie von vielen als Sicherheitsnetz bei allein unternommenen Freizeit- und Outdoor-Aktivitäten genutzt wird. Der Programmierer der App, Johannes Kleeschulte, empfiehlt den „Totmannwarner“ aber gleichwohl auch für Alleinarbeiter.

Vor allem für solche, die gefährlicheren Tätigkeiten am Arbeitsplatz nachgehen. Und nicht zuletzt kann die App natürlich dabei helfen, „Angehörige immer in Sicherheit zu wissen“ - quasi als Hausnotruf für Alleinlebende vom Single bis zum Senior, also als Daseinsfürsorge im Stil von „Si le me“.

Fünfmal An-Aus-Schalter drücken startet den Notruf

Geht es darum, selbst schnell Hilfe zu rufen, kann man auf universelle Notruf-Funktionen zurückgreifen, die Apple und Apple in ihren Betriebssystemen verankert haben. Sie sind leicht und universell zu bedienen. Bei Android nennt sich das Feature „Notfall-SOS“, auf iPhones heißt es „Notruf SOS“.

Wichtig: Wer die Notruf-Funktionen nutzen möchte, muss sie in der Regel erst einmal in den Einstellungen aktivieren. Danach lässt sich sowohl bei Android- als auch bei Apple-Telefonen durch fünfmaliges Drücken der Ein-Aus-Taste ein Notruf-Countdown starten.

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