Städteranking 2023: Deutschlands zukunftsfähigste Städte
Platz 10: Jena
Der Nachhaltigkeitsindex im großen WiWo-Städteranking 2023 ermittelt, wie nachhaltig die deutschen Großstädte aufgestellt sind und welches Entwicklungspotenzial sie dadurch haben. Wichtig für eine ökonomische Nachhaltigkeit ist die digitale Infrastruktur. Dazu zählt etwa eine leistungsfähige Glasfaseranbindung. Zur ökologischen Nachhaltigkeit zählen neben erneuerbaren Energien auch die Ausstattung mit Elektrotankstellen für die Mobilität der Zukunft. Für den Teilbereich Soziales sind unter anderem möglichst wenige Schulabgänger ohne Abschluss, eine hohe Beschäftigungsrate von Frauen, eine gute Betreuung für die Kleinsten sowie eine geringe Altersarmut maßgeblich.
Die Universitätsstadt Jena hat vor allem eine hohe Dichte an Forschungsinstituten zu bieten (Rang 1), auch die Altersarmut ist hier von allen 71 untersuchten Städten am geringsten. Damit punktet Jena vor allem im Sozialen. Nachholbedarf gibt es hingegen im Bereich Ökologie (Rang 52) und hier besonders im Öffentlichen Nahverkehr: Jena belegt den letzten Platz.
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Platz 9: Karlsruhe
Karlsruhe verteidigt (mit geringen Abschlägen) wie im Vorjahr seinen Ruf als eine besonders fahrradfreundliche Stadt (Rang 2 – im Vorjahr war es sogar Rang 1). Außerdem gibt es besonders viele MINT-Hochschulabsolventen (Rang 3). Der öffentliche Nahverkehr lässt allerdings zu wünschen übrig, wenn auch nicht ganz so eklatant wie in Jena: Es reicht hier für Rang 54.
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Platz 8: Stuttgart
Zwei Stationen abwärts ging es für die baden-württembergische Großstadt. Gute Betreuung und Versorgung Jüngerer (Rang 1) und ein Spitzenplatz bei den Patentanmeldungen (Rang 2) sichern Stuttgart noch den achten Platz im diesjährigen Nachhaltigkeitsranking. Beim öffentlichen Verkehr (Rang 56) und der installierten Solarleistung (Rang 58) muss die baden-württembergische Großstadt aufholen, hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr zu wenig getan.
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Platz 7: Darmstadt
Einen Rang aufwärts – Darmstadt schneidet in Sachen Nachhaltigkeit etwas besser ab als 2022. Vor allem im Teilindikator Altersarmut (Rang 58 von 71 getesteten Städten) gibt es im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten deutlich Luft nach oben. Besser läuft es in Sachen Bildung: Bei den MINT-Hochschulabsolventen ist Darmstadt top (Rang 1).
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Platz 6: Freiburg im Breisgau
Ebenfalls um einen Rang nach oben ging es im Nachhaltigkeitsindex für Freiburg im Breisgau. Besonders die Ökologie der Stadt sticht positiv hervor: Rang 2! Die Pro-Kopf-Abfallmenge ist hier besonders gering (Rang 2) und die Luftqualität die beste der 71 untersuchten Städte. Nachsitzen muss Freiburg im Sozialen, die Beschäftigungsrate von Frauen ist auffällig schlecht (Rang 60).
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Platz 5: Ulm
Für Ulm geht es vom zweiten Platz abwärts auf den fünften. Gut schneiden die installierte Solarleistung und die Versorgung Jüngerer (jeweils Rang 2) ab. Damit ist Ulm bei Ökologie und Sozialem in den Top 3 – doch sehr wenig Beschäftigte in Nachhaltigkeitsberufen und schleppender Glasfaserausbau (beides nur Rang 63) ziehen die Wertung hinab.
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Platz 4: Erlangen
Unverändert auf Rang 4 hält sich die bayerische Großstadt Erlangen. Hier tummeln sich viele Ingenieure und die Stadt gilt als fahrradfreundlich (jeweils Rang 3). Bei Luftqualität und den Beschäftigten in Nachhaltigkeitsberufen schwächelt Erlangen jedoch und reiht sich im Schlussfeld des Nachhaltigkeitsindex ein.
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Platz 3: Wolfsburg
Die VW-Stadt hat ihre Defizite nicht ausgeräumt – damit verspielt sie den Sieg. Hatte Wolfsburg 2022 die Nase bei der ökonomischen Nachhaltigkeit noch vorn, reicht es hier nun nur noch für den zweiten Platz. Dazu kommt Platz elf im Sozialen: Beschäftigte in Nachhaltigkeitsberufen gibt es hier nahezu am wenigsten (Rang 70), und auch mehr Forschungsinstitute könnten der Stadt gut tun (Rang 63).
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Platz 2: Ingolstadt
Mit leistungsfähiger Glasfaserversorgung und einem guten Netz an Elektrotankstellen kann Ingolstadt glänzen: jeweils Rang 1! Beschäftigte in Nachhaltigkeitsberufen haben hier jedoch noch immer Seltenheitswert (Rang 67 von 71 getesteten Städten).
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Platz 1: Heidelberg
Besonders wenige Schulabgänger ohne Abschluss und die geringste Arbeitslosenquote Jüngerer (jeweils Rang 1) finden sich in Heidelberg – aber auch auffällig wenige berufstätige Frauen (Rang 69). Dennoch konnte die Stadt im Vergleich zum Vorjahr zwei Etagen im Nachhaltigkeitsranking nach oben klettern und sichert sich den Sieg.
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