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Elsässers AusleseSinkende Aktienkurse - was ist zu tun?

Die größte Herausforderung an der Börse für den Anleger? Der Kampf gegen die eigene Psyche. Dazu eine typische Variante aus der Praxis: Das Verhalten bei sinkenden Aktienkursen. Eine Kolumne.Markus Elsässer 25.01.2016 - 06:00 Uhr

Das Basis-Portfolio

Die Stiftung Warentest hat die besten Tipps für faule Anleger zusammengestellt. Die einfachste Variante besteht dabei aus zwei Fonds: zum einen ein Aktien-ETF auf den Weltaktienindex und zum anderen ein Renten-ETF auf einen Euro-Staatsanleihenindex.

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Schwellenländer

Eine andere Möglichkeit, das Portfolio für Faule anzureichern ist, ihm einen ETF auf Schwellenländer-Aktien oder Rohstoffe beizumischen.

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Langfristig denken

Beim Anlegen für Faule geht es um langfristigen Vermögensaufbau. Geld, das nicht kurzfristig gebraucht wird, kann dort angelegt werden. Außerdem können sich Anleger auch mit einem Sparplan ein Faulen-Portfolio aufbauen.

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Sicherheit kostet

Auch das Mischverhältnis beeinflusst die Kosten. Wer sich für eine Sicherheitsvariante mit mehr Rentenfonds entscheidet, zahlt mehr als derjenige, der eine ausgewogene Mischung wählt.

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Gut Ding will Weile haben

Faule Anleger sollten mit einer Anlagedauer von mindestens sieben Jahren planen – besser sind zehn. Mit den Aktienfonds investiert man in volatile Märkte und kann zwischendurch deutlich ins Minus geraten. Bei Anlagen über längere Zeit bieten Aktienfonds allerdings bessere Renditechancen als sicherere Geldanlagen.

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Die Mischung macht's

Ein wichtiger Faktor beim Anlegen für Faule ist die Mischung der Fonds. Grundsätzlich sollten langfristig orientierte Anleger eine 50-50-Mischung wählen und zur Hälfte in Aktienfonds, zur Hälfte in Rentenfonds investieren. Besonders vorsichtige Anleger können auch 75 Prozent ihres anzulegenden Vermögens in den Rentenfonds stecken. Wer mehr riskieren will, sollte stärker auf Aktienfonds setzen.

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Variationen

Das Portfolio für Faule kann leicht variiert werden, indem man statt eines Aktien-ETF auf den Weltaktienindex einen ETF auf einen europäischen Index wählt.

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Notgroschen

Faule Anleger sollten darauf achten, einen Teil des Geldes kurzfristig zur Verfügung zu haben, um für unvorhergesehene Ausgaben gewappnet zu sein. Wie hoch dieser Notgroschen sein sollte, hängt von der Lebensführung der Anleger ab. Empfohlen wird aber ein Notfalltopf in Höhe von zwei bis drei Monatsgehältern oder -renten.

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Minimalbetrag

Wie hoch der Minimalbetrag beim Anlegen für Faule ist, hängt in der Regel davon ab, wie teuer die Bank ist und welche Art des ETF-Portfolios gewählt wurde. Günstig wird es etwa ab 10.000 Euro.

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Achtung, Gebühren

Faule Anleger sollten ein Auge auf Bankgebühren haben. Die Faustregel ist: Je kleiner der Anteil eines Fonds, desto stärker schlagen die Gebühren der Bank zu Buche. Besonders gilt das bei den Umschichtungen.

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Kontrolle ist wichtig

Auch wenn der Anleger faul ist – er sollte sein Depot ungefähr einmal im Jahr kontrollieren. Tatsächlich aktiv werden und umschichten muss man aber nur, wenn die Fonds um mehr als 20 Prozent von ihrer anfänglichen Gewichtung abweichen.

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Hat sich der Geldanleger erst einmal zum Kauf einer bestimmten Aktie entschieden, so erwartet er im Unterbewusstsein, dass sich schon bald nach seinem ersten Kauf Positives an der Börse tun wird. Das ist natürlich unrealistisch, aber im tiefsten Inneren hätte er es doch gerne so. Vor allem sollten die Kurse seiner Aktie ab jetzt doch - bitte schön - steigen. Genüsslich verfolgt der Aktionär jede Kursbewegung nach oben. Ein wohliges Gefühl der inneren Bestätigung schleicht sich ein. Schnell fühlt sich mancher Anleger wie ein Börsengenie vom Schlag eines Bernard Baruchs oder Kostolanys. Sinkt stattdessen der Börsenkurs, ganz entgegen seiner Erwartung, so setzt eine instinktive Reaktion ein: „Das kann ja wohl nicht sein, so eine Gemeinheit, am besten gleich mal nachkaufen“.

Zur Person
Nach einer Industriekarriere ist Elsässer seit 1998 selbständiger Value Investor und gründete vor dreizehn Jahren den Value Fonds "ME Fonds - Special Values“ (www.aqualutum.de). Elsässer wuchs in London, Hongkong und Paris auf. Nach Banklehre und Wirtschaftsstudium in Köln arbeitete er in einer Wirtschaftsprüfungs-Sozietät, als Finanzdirektor bei Dow Chemical Deutschland, in Sydney für Benckiser und in Singapur für die Storck Gruppe. Darüber hinaus arbeitete er einige Jahre eng mit dem New Yorker Investor Guy Wyser-Pratte zusammen, mit dem er unter anderem 2001 gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall zu Felde zog. Im Jahr 2012 gründete er mit dem Profifußballer Simon Rolfes das Sport-Management Unternehmen  Rolfes & Elsässer - The Career Company.

Das Fazit aus einer solchen Verdrossenheit heißt: Den Einstandskurs verbilligen. Dies ist eine gefährliche Zauberformel, die schon Generationen von Börsianern das Finanz-Genick gebrochen hat. Schauen wir uns einmal den Verlauf eines recht typischen Beispiels an: Der erste Kauf wurde zu Kursen um die 100 Euro getätigt. Kurze Zeit später steht die Aktie nur noch bei 91 Euro. Mutig kauft der Aktionär nach. Doch der Kursverfall setzt sich fort. Wenige Wochen später notiert die Aktie bei 78 Euro. Jetzt erst recht, heldenhaft stemmt sich der Anleger gegen die Flut. „Bei den Preisen muss man doch zuschlagen“.....und schon hängt der Investor mit seinem Engagement in einer Schieflage. Es ist eine Art Trotzreaktion („die Börse spinnt ja total“), welche den kühlen und klaren Blick vernebelt. Sobald Kurse sich ganz anders entwickeln, als erwartet, ist dies ein deutlicher Warnhinweis aller erster Güte. Es ist so, als wenn überall Stop-Schilder aufgestellt worden wären.

Welche Aktien aus dem DAX jetzt noch kaufenswert sind
Kurs (Euro): 112,90KGV 2015/16*: 11,8/11,0Gewinn 2014 (Mrd. Euro): 5,8Dividendenrendite 2015/16 (Prozent)*: 3,0/3,1Einschätzung: Euro gibt Rückenwind, neue Modelle bringen Schwung bis 2018Chance/Risiko²: 4/3
Kurs (Euro): 223,85KGV 2015/16*: 16,0/14,5Gewinn 2014 (Mrd. Euro): 2,4Dividendenrendite 2015/16 (Prozent)*: 1,7/1,9Einschätzung: Sinkende Kautschukpreise und starke Nachfrage vom AutomarktChance/Risiko²: 4/3
Kurs (Euro): 31,73KGV 2015/16*: 11,1/ 8,8Gewinn 2014 (Mrd. Euro): 1,7Dividendenrendite 2015/16 (Prozent)*: 2,6/3,4Einschätzung: Umstrukturierung lässt auf Kosteneinsparungen hoffenChance/Risiko²: 6/5
Kurs (Euro): 200,05KGV 2015/16*: 11,9/11,9Gewinn 2014 (Mrd. Euro): 3,2Dividendenrendite 2015/16 (Prozent)*: 4,0/4,1Einschätzung: Verlässliche Dividendenaktie, Niedrigzins belastet aber GewinneChance/Risiko²: 5/4
Kurs (Euro): 67,74KGV 2015/16*: 18,2/17,0Gewinn 2014 (Mrd. Euro): 4,5Dividendenrendite 2015/16 (Prozent)*: 1,7/1,8Einschätzung: Langsames Cloud-Wachstum, höhere Marge bis 2020 möglichChance/Risiko²: 5/4
Kurs (Euro): 25,18KGV 2015/16*: 24,7/16,6Gewinn 2014 (Mrd. Euro): 0,2Dividendenrendite 2015/16 (Prozent)*: 1,1/1,5Einschätzung: Niedrige Energiepreise helfen, Restrukturierung senkt KostenChance/Risiko²: 7/6
* geschätzt;² 1 = niedrig, 10 = hoch; Quelle: Bloomberg, Unternehmen, eigene Recherche; Stand: 16. April 2015

Die richtige Interpretation wäre, sein Ego in den Griff zu bekommen. Der besonnene Investor hat gelernt, dass in solchen Fällen vielleicht etwas vorliegt, was er nicht überblicken kann. Da heißt es, erst einmal nachdenken, recherchieren, Boden unter die Füße bekommen, herausfinden, was da im Busch verborgen sein könnte. Meist hat es seinen Grund, wenn ein Börsenkurs sich massiv auf Talfahrt begibt. Mit meinen 44 Jahren Börsenerfahrung als Value-Investor hat es mich viel Zeit, Geld und Mühe gekostet, konsequent diese Trotz- und (nennen wir es ruhig) Rechthaber-Reaktion abzulegen. Das war alles andere als einfach, dahin zu kommen. Ich habe gelernt, nicht blind den Einstandspreis zu verbilligen.

Deutschland-Atlas Anlageverhalten

Zwischen Wohlstand und Aktienbesitz gibt es einen direkten Zusammenhang, das zeigt der Deutschland-Atlas Anlageverhalten der Comdirect-Bank. Diese Korrelation zwischen Aktienquote und Wohlstand manifestiert sich auch auf regionaler Ebene: In Kreisen, in denen viele Besserverdienende wohnen, wird überdurchschnittlich häufig in Aktien investiert. Dabei stechen zwei Bundesländer besonders hervor.

Die Studie „Deutschland-Atlas Anlageverhalten“ der Comdirect Bank basiert auf aktuellen mikrodemografischen Daten von GfK und Acxiom zu Bevölkerungsstruktur, Einkommen und Aktienbesitz in Deutschland. Die Daten wurden auf Kreis- und Stadtebene konsolidiert und zu ausgewählten Fragestellungen in Bezug zueinander gesetzt.

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Platz 10: Baden-Baden

Auf Platz zehn kommt die Baden-Württembergische Stadt Baden-Baden - hier ein Blick auf den Leopoldplatz. Eine Erklärung für die Korrelation liefert Daniel Schneider, Leiter Investing bei Comdirect: „Dass vor allem in einkommensstarken Regionen die Anlagemöglichkeiten am Aktienmarkt gut genutzt werden, erscheint im ersten Moment logisch. Umgekehrt gibt es kaum Regionen, die bei durchschnittlichen Einkommen eine hohe Aktionärsquote verzeichnen. Tatsächlich aber sollten Aktien keine Anlageform nur für Besserverdienende sein.“

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Platz 9: Ebersberg (Bayern)

Der Landkreis Ebersberg liegt im Speckgürtel von München, was seine hohe Platzierung erklärt. „In Nachbarkreisen des aktienaffinen München zeigen auch Normalverdiener eine hohe Aktienaffinität. Die Metropolen mit überdurchschnittlich vielen Aktionären strahlen auf ihre Nachbarregionen ab“, erklärt der Comdirekt-Experte.

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Platz 8: Regensburg (Bayern)

Regensburg landet auf Platz acht. Doch die Korrelation zwischen hohem Einkommen und entsprechender Aktionärsquote gilt nicht zwangsläufig, so gibt es etwa in Bayern zwei Ausnahmen: Kaufbeuren mit unterdurchschnittlichen 25,5 Prozent Besserverdienenden und 10 Prozent Aktionärsquote, sowie Kempten im Allgäu mit 26,2 Prozent Einkommensstarken und 11,4 Prozent Aktienbesitz.

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Platz 7: Erlangen (Bayern)

Erlangen landet auf Rang sieben. Eine Ausnahme für die Korrelation zwischen vielen Besserverdienern und hoher Aktienquote ist jedoch Leverkusen: Mit 29,9 Prozent Besserverdienern liegt die kreisfreie Stadt zwar leicht über dem Einkommensdurchschnitt. Die Aktionärsquote ist mit 11,5 Prozent jedoch deutlich höher. „Auch hier liegt mit Köln eine Aktienhochburg in unmittelbarer Nähe: Bei einem Drittel Besserverdienern beträgt die Aktionärsquote hier starke 12,6 Prozent“, so Experte Schneider.

Foto: dpa

Platz 6: Fürstenfeldbruck

Bei Fürstenfeldbruck kommt wieder die Nähe zu München ins Spiel. So landet die 35.000-Einwohnerstadt auf Platz sechs des Rankings.

Auf den letzten Plätzen der 402 deutschen Kreise nach Einkommen und Aktionärsquote rangieren 33 ostdeutsche Regionen. Hier liegt der Anteil Besserverdienender unter 20 Prozent, zugleich liegt die Zahl der Aktionäre bei unter sechs Prozent. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt sind es 28,2 Prozent Besserverdiener, die Aktionärsquote beträgt neun Prozent.

Foto: Screenshot

Platz 5: Main-Taunus-Kreis (Hessen)

Der Main-Taunus-Kreis im Regierungsbezirk Darmstadt landet auf Platz fünf. Auch hier besteht eine hohe Korrelation zwischen einem hohen Anteil an Besserverdienern und dem in Aktien angelegten Vermögen.

Foto: imago images

Platz 4: Kreis München (Bayern)

Das direkte Umland von München landet auf Platz vier des Rankings. Die Nähe zur Landeshauptstadt spielt hier eine große Rolle. Doch auch in die andere Richtung gibt es vereinzelt Auffälligkeiten: Kreise, in denen viele Besserverdienende wohnen, die Anzahl der Aktionäre jedoch weit unter dem Bundesdurchschnitt liegen. So wohnen im rheinland-pfälzischen Eifelkreis Bitburg-Prüm zwar 31 Prozent Besserverdiener, jedoch sind hier nur sechs Prozent Aktionäre. Auch in Germersheim, wo 36 Prozent hohe Einkommen haben, liegt der Aktienbesitz mit 8,9 Prozent knapp unter dem Durchschnitt.

Foto: dpa, dpa

Platz 3: Starnberg (Bayern)

Auch Starnberg unweit von München hat sowohl viele Besserverdiener als auch Aktionäre unter den Einwohnern. So ist die gesamte Region rund um München im Top-10-Ranking gut vertreten.

Foto: dpa

Platz 2: Hochtaunuskreis

Seine vielen Besserverdiener und Aktionäre verdankt der Hochtaunuskreis in Hessen wohl seiner Nähe zur Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. So durchbricht der Kreis die Dominanz des Münchener Umlands im Ranking.

Foto: dpa

Platz 1: München

Die bayrische Landeshauptstadt München landet auf dem ersten Platz. Hier verfügen 40 Prozent der Einwohner über ein Haushaltsnettoeinkommen von monatlich mehr als 3.600 Euro netto; die Aktienquote liegt mit 17,8 Prozent fast neun Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

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Beim Aufbau einer neuen Aktienposition sollte der Geldanleger immer klein anfangen. Die Position sollte er dann geduldig Schritt für Schritt über die Zeit ausbauen, aber nur wenn sich der Kurs der Aktie stabil entwickelt. Das ist der entscheidende Punkt, auf den es ankommt. Läuft die Börsennotiz gegen ihn, dann wird eben nicht zugekauft. Nach einer gewissen Recherche stellt man nämlich häufig fest, dass sich doch etwas unerwartet Negatives im Umfeld der Aktiengesellschaft ereignet hat. Dann sollte der Investor über seinen Schatten springen und die Aktienposition verkaufen. Der Schaden ist am Anfang in der Regel gering. Man sollte solch eine frühe Korrektur wie einen Fehlstart bewerten und nicht wie eine Katastrophe, die einem das Engagement an der Börse für immer verleidet.

Neulinge auf dem Parkett: Wer jetzt an die Börse geht
Das Unternehmen ist aus der zu Finanzkrisen-Zeiten verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) hervorgegangen, die sogar mal im Dax war. Noch im Juli soll der Schritt aufs Frankfurter Parkett erfolgen.
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer spaltet sein Kunststoffgeschäft unter dem Namen Covestro ab und will das Unternehmen bis spätestens Mitte 2016 an die Börse bringen.
Die Wohnungsgesellschaft Swallowbird nutzt das gute Immobilienklima und will noch in diesem Jahr in Frankfurt an die Börse gehen. Davor soll das auf den Berliner Markt spezialisierte Unternehmen in ADO Properties umbenannt werden.
Der Damenmodehändler CBR ist besser unter seinen Marken Street One und Cecil bekannt. Er hat erst in dieser Woche seine Börsenpläne verkündet und will rund 200 Millionen Euro einnehmen, um sich für weiteres Wachstum zu rüsten.
Auch die Container-Reederei liebäugelt mit einem Börsengang. Zuletzt berichtete das „Manager Magazin“, dass es bereits im Herbst so weit sein könnte.

Und umgekehrt heißt es, behutsam mit Freude Aktien nachkaufen, wenn steigende Aktienkurse den Erfolg der Unternehmung widerspiegeln (anstatt sich über die „davon gelaufenen Kurse zu ärgern). Hier gilt die simple Börsenweisheit: „Up is Good“. Indem der Geldanleger gegen die ureigenste psychische Reaktion angeht, handelt er in seinem Aktiendepot nach dem Gärtner-Motto: „Rosen stehen lassen und das Unkraut entfernen“. Hier liegt einer der Hauptgründe, warum einige Investoren in der Lage sind, langfristig eine deutlich bessere Performance zu erwirtschaften als der Gesamtmarkt. Die beschriebene Anlage-Methodik ist für das Ego des Geldanlegers schmerzlich.

Es geht um das frühe Eingeständnis, eine falsche Kaufentscheidung getroffen zu haben. In der Realität sieht es leider in den meisten deutschen Depots indessen ganz anders aus. Noch nach Jahren ist bei Depotanalysen festzustellen, dass die Aktien-Portefeuilles voll von solchen „angebissenen Äpfeln“ sind. Erst wenn der historische Einstandspreis erreicht ist, dann sind die meisten Geldanleger willens, sich von ihrem schief gelaufenen Aktienengagement zu trennen. Ein Anlageverhalten, welches ins Verderben führt. So wird die Qualität des Depots doch immer schlechter. Die Aktiendepots schauen mancherorts wie ein Sammelsurium zusammengeschossener Posten aus. Ganz nüchtern betrachtet ist es ja so: Die Höhe des gesamten Vermögens wird jeden Tag an der Börse ganz genau festgesetzt.

Wie mit einem Barometer dokumentiert die Aktienbörse mit ihren täglichen Börsenkursen genau, wie viel das gesamte Vermögen wert ist. Und deshalb ist es auch ganz gleich, was früher einmal für eine bestimmte Aktie gezahlt wurde. Das Vermögen ist nun mal was es täglich ist, nicht mehr und nicht weniger. An der Börse kann man sich nicht reich oder arm rechnen. Es gibt stets einen Kurs. Auf die Zukunft kommt es an – Rosen oder Unkraut. Von daher mein Rat: Überdenken Sie Ihre Anlagestrategie. Und was ist mit dem „Unkraut“ im Depot? Tun Sie mir den Gefallen, bitte nicht stehen lassen.

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