1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Städteranking 2016: Das sind die besten Städte im Osten

Städteranking 2016Das sind die besten Städte im Osten

Tristesse in ostdeutschen Großstädten? Von wegen. Welche Ost-Metropolen im WirtschaftsWoche-Städteranking besonders weit oben landen – und was sie so stark macht.Lukas Zdrzalek 04.10.2016 - 07:40 Uhr

Platz 10: Hamburg

Hamburg verliert zwar einen Platz im Vergleich zum Vorjahr, schafft es aber dennoch unter die Top Ten der besten Städte Deutschlands. Die Hansestadt ist eine der wirtschaftsstärksten Städte der Republik, jeder Einwohner erwirtschaftet im Schnitt ein Bruttoinlandsprodukt von rund 55.000 Euro. Zudem profitiert Hamburg davon, viele neue Unternehmen hervorzubringen. Auf 10.000 Erwerbsfähige kommen rund 50 Unternehmensgründungen. Gleichzeitig ist die Abiturientenquote in der Stadt mit rund 55 Prozent extrem hoch.
Einziger Makel: Die Hamburger leiden unter den hohen Mieten. Die durchschnittliche Warmmiete pro Quadratmeter beträgt fast zehn Euro.

>>Hier geht's zum zugehörigen Artikel: "Städteranking 2016: Das sind Deutschlands beste Städte"

>> Sie wollen alle Ergebnisse im Detail? Hier geht's zum PDF-Download mit allen Tabellen

Foto: dpa

Platz 9: Ulm

Auch das baden-württembergische Ulm büßt einen Rang im Vergleich zu 2015 ein. Trotzdem kann sich die Stadt an der Landesgrenze zu Bayern unter den Top Ten behaupten. Die Langzeitarbeitslosenquote liegt gerade einmal bei 3,2 Prozent, das ist der drittniedrigste Wert aller deutschen Großstädte. Außerdem ist die Ulmer Gesundheitsversorgung eine der besten der Republik: Auf 100.000 Einwohner kommen rund 309 Ärzte.

Foto: dpa

Platz 8: Darmstadt

Darmstadt holt im Vergleich zu 2015 vier Plätze auf – und schafft es damit als einziger Neuling unter die zehn besten Städte der Republik. Die Universitätsstadt in Süd-Hessen profitiert unter anderem davon, mit sechs Prozent die höchste Abschlussquote aller Studenten zu haben, die Studiengänge aus dem Bereich Informatik, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik gewählt haben. Zudem ist Darmstadt beliebt bei jungen Deutschen: Für 1000 Menschen in der Altersgruppe der 25- bis 30-Jährigen die die Stadt verließen, kamen rund 1127 neue hinzu. Darmstadt glänzt außerdem mit der höchsten Abiturientenquote der Republik: Fast 60 Prozent aller Schüler erzielten den höchsten Schulabschluss.

Foto: DPA/Picture-Alliance

Platz 7: Wolfsburg

Trotz des VW-Skandals strotzt Wolfsburg vor wirtschaftlicher Kraft: Am Standort des Volkswagen-Konzerns liegt das durchschnittliche Bruttosozialprodukt je Einwohner bei rund 141.000 Euro. Damit ist es so hoch wie in keiner anderen deutschen Großstadt. Jedoch hat das auch negative Folgen: Die Warmmiete bei Neuvermietungen stieg seit 2011 um mehr als 33 Prozent, auch das ist deutschlandweit der höchste Wert. Bei Eigentumswohnungen gab es im selben Zeitraum sogar einen noch stärkeren Preisanstieg: Die Kaufkosten stiegen um mehr als 91 Prozent.

Foto: dpa

Platz 6: Regensburg

Nein, liebe Kölner, Sie haben sich umsonst Hoffnungen gemacht: Dieses Bild zeigt nicht den Kölner, sondern den Regensburger Dom. Die Stadt an der Donau schiebt sich im Ranking einen Platz nach vorne. Regensburg mit seinen rund 140.000 Einwohnern profitiert davon, dass die Beschäftigung in den vergangenen Jahren enorm gestiegen ist, nämlich um 22 Prozent. Das ist der zweithöchste Wert im Ranking. Die bayerische Stadt punktet zudem mit einer medizinischen Versorgung, auf die viele andere Städte neidisch sind: Auf 10.000 Einwohner kommen rund 194 Krankenhausenbetten, das ist der dritthöchste Wert Deutschlands.

P.S. an unsere Leser aus Köln: Die „einzig wahre Domstadt“ schafft es im Gesamtranking übrigens nur auf Platz 29.

Foto: Dpa

Platz 5: Stuttgart

Die baden-württembergische Landeshauptstadt rutscht zwar einen Platz nach unten, dennoch bleibt sie die beste Stadt im Ländle. Die Stuttgarter erwirtschaften das sechsthöchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, rund 73.000 Euro im Jahr. Außerdem klappt in der 600.000-Einwohner-Stadt der Übergang von der Schule besonders gut, die Arbeitslosenquote bei den Unter-25-Jährigen liegt gerade einmal bei 3,5 Prozent. Das gute wirtschaftliche Klima scheint sich auch auf die Bewohner Stuttgarts auszuwirken: Die Lebenserwartung der zwischen 2012 und 2014 Geborenen liegt bei 82,2 Jahren, der dritthöchste Wert.

Foto: dpa

Platz 4: Frankfurt

Die größte Stadt Hessens verbessert sich um einen Platz. Frankfurt profitiert – na klar – vor allem von der starken Finanzbranche. Das zeigt sich auch im Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, das bei durchschnittlich 86.000 Euro liegt. Das ist der dritthöchste Wert unter deutschen Großstädten. Die 700.000-Einwohner-Metropole verzeichnet zudem den höchsten Zuzug aller 69 deutschen Großstädte in der Altersgruppe der 25- bis 30-Jährigen: Für 1000 Einwohner in der Altersgruppe, die die Stadt verließen, zogen rund 1127 neue hinzu. Das zeigt sich auch in der Entwicklung der Einwohnerzahl: Verglichen mit 2011 wohnen heute rund 7,5 Prozent mehr Menschen in der Stadt. Allerdings hat das seinen Preis: Die durchschnittliche Warmmiete pro Quadratmeter beträgt mehr als elf Euro, das ist der zweithöchste Wert aller Großstädte.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 3: Ingolstadt

Ingolstadt verliert zwar einen Rang, die 130.000 Bewohner werden deshalb aber kaum traurig sein: Die bayerische Stadt schafft es trotzdem wieder unter die besten drei Städte Deutschlands. Ingolstadt verdankt seine komfortable Lage vor allem dem Autobauer Audi, der dort seinen Hauptsitz hat. So beträgt das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner rund 122.000 Euro. Zudem zeigt sich die Audi-Dominanz in der Ingenieursdichte vor Ort: Auf 100 Beschäftigte kommen mehr als sieben Ingenieure.

Foto: dpa/picture-alliance

Platz 2: Erlangen

Die 105.000-Einwohner-Stadt klettert in diesem Jahr einen Platz nach oben. Erlangen profitiert davon, dass zwischen 2010 und 2015 so viele anspruchsvolle Jobs wie in keiner anderen Großstadt entstanden sind. Die Zahl der Beschäftigen in wissensintensiven Dienstleistungen ist in diesem Zeitraum um mehr als 13 Prozent gestiegen. Das spiegelt sich auch in der Zahl der Patentanmeldungen wieder: Auf 100.000 Beschäftigte kommen mehr als 172 Erfindungen, auch diesen Wert kann keine andere Großstadt übertreffen. Zudem ist die medizinische Versorgung in der Stadt beispielhaft: auf 10.000 Einwohner kommen rund 205 Krankenhausbetten. Das ist, na klar, wieder der höchste Wert aller Großstädte.

Foto: dpa

Platz 1: München

Die alte Siegerin ist auch die neue: Die Stadt München erringt abermals den Titel der besten Stadt Deutschlands. Die Stadt ist wirtschaftlich stark: Sie beheimatet zum einen zahlreiche Dax-Konzerne wie BMW und Linde. Zum anderen ist die Millionen-Metropole Deutschlands Gründerhauptstadt. Auf 10.000 Erwerbsfähige kommen rund 54 Unternehmensgründungen – das schafft nicht einmal Berlin. In puncto Lebenserwartung erzielt München ebenfalls den ersten Platz: Im Schnitt werden die zwischen 2012 und 2014 geboren Einwohner einmal 82,5 Jahre alt. Nur die Mieten sind weniger vorbildlich: Sie belaufen sich in der bayerischen Landeshauptstadt pro Quadratmeter auf stolze 14 Euro.

>>Hier geht's zum zugehörigen Artikel: "Städteranking 2016: Das sind Deutschlands beste Städte"

>> Sie wollen alle Ergebnisse im Detail? Hier geht's zum PDF-Download mit allen Tabellen

Foto: dpa

Die beste Großstadt Ostdeutschlands, sie ist eine der unbekannteren Metropolen der Republik, weil sie kaum mehr als 100.000 Einwohner zählt. Sie liegt im selbsternannten „grünen Herzen“ Deutschlands, in Thüringen, und zugleich an einem Nebenfluss der Elbe, der 413 Kilometer langen Saale. Viele Bundesbürger kennen nur ihre hässliche Seite, den Stadtteil Lobeda mit seinen Plattenbauten direkt an der Autobahn 4 – dabei gilt ihre Innenstadt ob der schmucken Häuschen als durchaus ansehnlich. Die Rede ist von Jena, der Stadt, in der der Poet und Philosoph Friedrich Schiller als Professor lehrte – und die heute noch von dessen Ruhm zehrt.

Download für 34,95 Euro

Alle 69 Großstädte im Test

Die Exklusivstudie von 2016 enthält alle Tabellen und Daten für alle 69 untersuchten Städte in den Kategorien Immobilienmarkt, Lebensqualität, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur – zum Download.

Ostdeutsche Städte gelten vielen Westdeutschen auch mehr als 25 Jahre nach der Wende als Inbegriff von Tristesse und Rückständigkeit. Das exklusive Städteranking von WirtschaftsWoche, des IW Consult Köln und von Immobilienscout24 beweist, dass dieses Klischee längst nicht mehr auf alle Ost-Metropolen zutrifft. Jena etwa landet im Niveauranking auf dem 17. von 69 Plätzen – und schneidet damit besser ab als vermeintliche Musterstädte im Westen wie Bonn und Münster, Heilbronn und Wiesbaden. Das Niveauranking vergleicht Ist-Werte ausgewählter Kennziffern, also zum Beispiel die aktuelle Arbeitslosenzahl.

Jena profitiert zum einen von der Friedrich-Schiller-Universität und der Ernst-Abbe-Hochschule, insgesamt mehr als 20.000 Studenten besuchen die beiden Bildungseinrichtungen. Wie segensreich das für die thüringische Stadt ist, zeigt sich etwa am Anteil der Hochschulabsolventen in mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Fächern (MINT) an allen Beschäftigten. Dieser Wert beträgt drei Prozent – und liegt damit mehr als doppelt so hoch wie etwa in der bayerischen Landeshauptstadt München.

Niveauranking 2016: Die besten Städte Deutschlands
StuttgartPunkte: 60,5Das Niveauranking umfasst 53 Einzelindikatoren und basiert auf den aktuellsten verfügbaren Ist-Werten. Die Zahlen sind gerundet, was zu gleicher Punktzahl bei unterschiedlichen Rängen führen kann. Aufgenommen wurden alle kreisfreien Städte ab 100.000 Einwohner und zwei Städteregionen beziehungsweise Stadtverbände.Quelle: IW Consult
Frankfurt am MainPunkte: 61,2
IngolstadtPunkte: 62
ErlangenPunkte: 64,3
MünchenPunkte: 67,6

Zum anderen erklärt sich Jenas Stärke durch die Glas- und Optikindustrie. In der Stadt sitzen weltbekannte Unternehmen wie Jenoptik und Carl Zeiss Meditec, die etliche Hochqualifizierte beschäftigen. So kommen in Jena auf 100 Beschäftigte mehr als vier Ingenieure. Die thüringische Stadt schneidet damit sogar besser ab als das nordrhein-westfälische Leverkusen, Heimat des Pharma-Riesens Bayer.

Zudem sind die Jenaer besonders forschungsstark. Auf 100.000 Erwerbstätige kommen fast 90 Patente, das ist der zweithöchste Wert aller deutschen Großstädte. All das schlägt sich auch im Bruttoinlandsprodukt pro Kopf wieder, in der Kommune an der Saale ist es zwischen 2010 und 2013 um fast 30 Prozent gestiegen – stärker konnten nur die beiden Autostädte Wolfsburg und Ingolstadt zulegen.

Niveauranking 2016: Die schlechtesten Städte Deutschlands
OberhausenPunkte: 40,3Das Niveauranking umfasst 53 Einzelindikatoren und basiert auf den aktuellsten verfügbaren Ist-Werten. Die Zahlen sind gerundet, was zu gleicher Punktzahl bei unterschiedlichen Rängen führen kann. Aufgenommen wurden alle kreisfreien Städte ab 100.000 Einwohner und zwei Städteregionen beziehungsweise Stadtverbände.Quelle: IW Consult
DuisburgPunkte: 40,3
BremerhavenPunkte: 39,9
HernePunkte: 38,7
GelsenkirchenPunkte: 35,8

Außerdem punktet Jena mit einer guten Gesundheitsversorgung. So kommen auf 10.000 Einwohner rund 134 Krankenhausbetten. Das ist der höchste Wert aller ostdeutschen Metropolen und der siebthöchste bundesweit.

Der Erfolg der thüringischen Stadt hat allerdings auch eine Schattenseite: Die Mieten sind vergleichsweise hoch, die durchschnittliche Warmmiete pro Quadratmeter beträgt acht Euro. Damit liegt Jena auf demselben Niveau wie die westdeutsche Universitätsmetropole Aachen.

Die zweitbeste ostdeutsche Stadt ist Potsdam, die Rang 24 belegt. Die 170.000 Einwohner profitieren unter anderem von der Nähe zu Berlin, zum anderen davon, dass die brandenburgische Landesregierung in der Stadt sitzt. So liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf mit mehr als 36.000 Euro so hoch wie in keiner anderen ostdeutschen Kommune.

Zudem hat der Anteil der Hochqualifizierten an allen beschäftigen zwischen 2013 und 2015 um 2,6 Prozent zugenommen, so stark wie in nur wenigen anderen Großstädten.

Dynamikranking 2016: Die Gewinner
RegensburgPunkte: 57,3Das Dynamikranking basiert auf den Veränderungswerten von 40 Einzelindikatoren in einem Fünfjahreszeitraum. Grundlage sind die aktuellsten verfügbaren Werte. Die Zahlen sind gerundet, was zu gleicher Punktzahl bei unterschiedlichen Rängen führen kann. Aufgenommen wurden alle kreisfreien Städte ab 100.000 Einwohner.Quelle: IW Consult
FürthPunkte: 57,3
WürzburgPunkte: 59,3
IngolstadtPunkte: 59,9
MünchenPunkte: 60,4

Die drittbeste ostdeutsche Metropole ist Dresden, sie kommt auf Rang 31. Die sächsische Landeshauptstadt weist die achthöchste Ingenieursquote der Republik auf: Auf 1.000 Beschäftigte kommen fast fünf studierte Techniker. Zudem ist in der 500.000-Einwohner-Kommune die Jugendarbeitslosigkeit so stark zurückgegangen wie in keiner anderen deutschen Großstadt – zwischen 2010 und 2015 ist sie um mehr als sechs Prozent gefallen. Ein weiteres Argument, das für Dresden spricht: Die Bewohner werden im Schnitt 82,1 Jahre alt, länger leben nur Münchner, Heidelberger und Stuttgarter.

Berlin profitiert von den Gründern

Beim Dynamikranking dagegen liegen zwei andere ostdeutsche Großstädte vorne. Im Gegensatz zum Niveauranking misst das Dynamikranking die Veränderungsraten in fünf zurückliegenden Jahren – es geht also beispielsweise darum, wie sich die Arbeitslosenrate entwickelt hat.

Dynamikranking 2016: Die Verlierer
BochumPunkte: 44,8Das Dynamikranking basiert auf den Veränderungswerten von 40 Einzelindikatoren in einem Fünfjahreszeitraum. Grundlage sind die aktuellsten verfügbaren Werte. Die Zahlen sind gerundet, was zu gleicher Punktzahl bei unterschiedlichen Rängen führen kann. Aufgenommen wurden alle kreisfreien Städte ab 100.000 Einwohner.Quelle: IW Consult
HernePunkte: 44
DuisburgPunkte: 43,9
OberhausenPunkte: 42,7
GelsenkirchenPunkte: 41,4

Die ostdeutsche Metropole mit der größten Dynamik ist Berlin, sie belegt in dieser Rangliste den neunten Platz. Die Bundeshauptstadt profitiert etwa vom starken Bevölkerungszuzug, die Einwohnerzahl stieg zwischen 2011 und 2015 um mehr als fünf Prozent.

Das beeinflusst auch den Anteil der Hochqualifizierten, der im Zeitraum von 2013 bis 2015 um vier Prozent zugelegt hat. Das ist der dritthöchste Wert deutschlandweit. Zudem gründen die Berliner viele Firmen: Auf 10.000 Erwerbsfähige kommen rund 42 neue Betrieb, nur in München, Hamburg, Frankfurt am Main und Düsseldorf wagen mehr Einwohner das unternehmerische Risiko.

Die Top 5 im Zukunftsindex
WolfsburgPunkte: 58,3Der Zukunftsindex setzt sich aus folgenden 13 Einzelindikatoren zusammen: Breitbandversorgung. Abiturquote. Industrie-4.0-Orientierung der Wirtschaft. Anteil der Beschäftigten in Forschung/Entwicklung und kreativen Dienstleistungen. Ingenieurquote. Zahl der Forschungsinstitute und Patentanmeldungen. Anteil der Künstler. Zahl der Theater- und Opernbesuche. Anteil der Hochschulabsolventen in MINT-Fächern und Kreativfächern.Quelle: IW Consult
HeidelbergPunkte: 59,1
MünchenPunkte: 60,5
ErlangenPunkte: 63,4
DarmstadtPunkte: 66

Leipzig profitiert vom starken Zuzug

Die ostdeutsche Großstadt mit der zweitgrößten Dynamik ist das sächsische Leipzig. Die 520.000-Einwohner-Metropole belegt in diesem Ranking den zwölften Platz. Zwischen 2010 und 2015 sind rund 24 Prozent neue Jobs entstanden, das ist der bundesweite Spitzenwert. Parallel dazu konnte Leipzig die Zahl der Hartz-4-Empfänger um fast drei Prozentpunkte senken, auch das schafft keine andere deutsche Metropole. Zudem ist die Jugendarbeitslosigkeit um mehr als fünf Prozentpunkte gefallen.

Gleichzeitig profitiert Leipzig vom Zuzug vieler Neu-Bürger, so wuchs die Einwohnerzahl zwischen 2011 und 2015 um fast 8,5 Prozent.

Die Verlierer im Zukunftsindex
DuisburgPunkte: 42,1Der Zukunftsindex setzt sich aus folgenden 13 Einzelindikatoren zusammen: Breitbandversorgung. Abiturquote. Industrie-4.0-Orientierung der Wirtschaft. Anteil der Beschäftigten in Forschung/Entwicklung und kreativen Dienstleistungen. Ingenieurquote. Zahl der Forschungsinstitute und Patentanmeldungen. Anteil der Künstler. Zahl der Theater- und Opernbesuche. Anteil der Hochschulabsolventen in MINT-Fächern und Kreativfächern.Quelle: IW Consult
Solingen Punkte: 41
Bottrop Punkte: 40,7
HernePunkte: 40,6
Hamm Punkte: 39,9

Einige ostdeutsche Städte schneiden jedoch nach wie vor miserabel ab, etwa Halle an der Saale. Auf 100.000 Beschäftigte kommen noch nicht einmal zehn Patente, fast elf Prozent aller Schulabgänger machen keinen Abschluss, mehr als 17 Prozent der Einwohner sind verschuldet. Da ist es quasi unausweichlich, dass Halle im Niveauranking nur auf Rang 62 landet.

Im Dynamikranking sieht es noch schlechter aus, da belegt die 230.000-Einwohner-Stadt gar Platz 63. Das einzige Trostpflaster für Halle: Eine kleine Gruppe von Kommunen schneidet noch miserabler ab, darunter sind etwa Ruhrgebiets-Städte wie Duisburg, Gelsenkirchen und Herne. Triste und rückständige Metropolen, inzwischen liegen sie vor allem tief im Westen Deutschlands.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick