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Sparplan der VW-Arbeitnehmer„Keine nachhaltige finanzielle Entlastung“

Volkswagen lehnt den Sparvorschlag der Arbeitnehmer ab. Er bringe keine echte Entlastung.Konrad Fischer, Annina Reimann 29.11.2024 - 17:27 Uhr

VW-Beschäftigte demonstrieren bei den Tarifverhandlungen von Volkswagen und IG Metall vor der Volkswagen Arena in Wolfsburg.

Foto: Alicia Windzio/dpa

Volkswagen hat den Sparvorschlag der Arbeitnehmer in Höhe der angeblichen 1,5 Milliarden Euro finanziell bewertet. Das Unternehmen ist dabei allerdings nicht zu dem Ergebnis gekommen, dass der Vorschlag eine nachhaltige Entlastung für den Autobauer haben würde. „Eine nachhaltige Einsparung von 1,5 Milliarden Euro ist auch nach intensiver Analyse nicht feststellbar“, teilte Volkswagen mit.

Zwar könnten sich kurzfristig auch positive Effekte ergeben, jedoch führten die genannten Maßnahmen überwiegend zu keiner finanziellen nachhaltigen Entlastung des Unternehmens in den kommenden Jahren, kommentierte VW. Nach Informationen der WirtschaftsWoche ist offenbar auch ein Teil der Vorschläge wie etwa der Bonusverzicht nicht umsetzbar, weil individuelle Verträge ein komplettes Streichen des Bonus verhindern würden.

Entgelte sollen gleich bleiben

Der Plan von Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall sieht unter anderem folgendes vor: Die aktuellen Monatsentgelte bleiben für alle Beschäftigten gleich, VW soll dann die kommende Tariferhöhung nicht an die Mitarbeiter auszahlen. Daraus schien der Betriebsrat eine Einsparung abzuleiten. Doch der Plan enthält nicht das Versprechen, dass VW das Geld gar nicht auszahlt – der Autobauer soll das Geld vielmehr in einen Fonds einzahlen (in einen laut Betriebsrat „solidarischen Zukunfts-Fonds“).

Allerdings rechnet es der Betriebsrat als Einsparung, dass die Mitarbeiter ihren Status Quo erhalten und lediglich die künftige Erhöhung nicht auf das eigene Konto überwiesen bekommen. Aus Sicht des Unternehmens aber wird das Geld ja sehr wohl gezahlt – nämlich in den Fonds. Zudem soll das Modell nach zwei Jahren enden – dann müsste VW die Erhöhung doch an die Mitarbeiter auszahlen.

Das Unternehmen und die Arbeitnehmerseite, so VW, blieben aber weiter im Dialog, „um gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten“. Vorerst aber stehen die Zeichen auf Sturm: Bei VW kommt es Anfang Dezember zu Warnstreiks. Das habe die Tarifkommission der IG Metall einstimmig beschlossen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Nach der zuletzt ergebnislosen Tarifrunde wolle man dadurch den Druck auf das Unternehmen erhöhen.

Lesen Sie auch, warum der Verkauf des Werks in Xinjiang für VW so wichtig ist

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