Gas: OMV kündigt den Gas-Liefervertrag mit Gazprom
Grund dafür seien mehrere grundlegende Vertragsverletzungen durch Gazprom, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Der betreffende Vertrag stamme aus dem Jahr 2006 und sieht eine Laufzeit bis 2040 vor.
Die OMV erhält seit Mitte November kein Erdgas mehr von Gazprom. Grund für den Lieferstopp ist ein Streit zwischen den beiden Unternehmen über ausgebliebene Gasmengen in Deutschland im September 2022.
Ein Schiedsgericht hatte der OMV kürzlich Schadenersatz in Höhe von 230 Millionen Euro zugesprochen. OMV kündigte daraufhin an, die Summe mit laufenden Gaslieferungen von Gazprom zu verrechnen, warnte jedoch gleichzeitig vor möglichen Konsequenzen in Form eines Lieferstopps seitens des russischen Konzerns.
Trotz des Lieferstopps aus Russland betonte die OMV bereits mehrfach, alle ihre Kunden weiterhin vollständig beliefern zu können. Der teilstaatliche Konzern bereitet sich seit Jahren auf einen möglichen Ausfall vor und hat alternative Bezugsquellen erschlossen.
Dazu zählen Lieferungen aus Norwegen, Gas aus eigener Produktion sowie verflüssigtes Erdgas (LNG).