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Pandemie Gewaltsame Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Spanien und Italien

In Madrid ist es nach einer zunächst friedlichen Demo zu Straßenschlachten gekommen sein. Zuletzt haben Rechte bei den Protesten mitgemischt.

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Im Rahmen der Ausschreitungen hat die Polizei 30 Personen festgenommen. Quelle: dpa

In Spanien und in Italien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. Hunderte protestierten im Stadtkern Roms am Samstagabend. Nachdem aus der Menge Flaschen und Feuerwerkskörper geworfen wurden, löste die Polizei die Versammlung mit Schlagstöcken auf.

In der spanischen Hauptstadt Madrid hatte es am Samstagabend zunächst eine friedliche Demonstration gegen die Einschränkungen unter dem Motto „Wir gehen auf die Straße, das Volk hat es satt“ gegeben.

Als diese aufgelöst wurde, hätten sich kleinere gewalttätige Gruppen Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE. Auf Fernsehbildern waren brennende Müllcontainer und Menschen zu sehen, die Steine schleuderten und Schaufenster einwarfen.

30 Personen seien festgenommen und drei Polizisten verletzt worden. Regierungschef Pedro Sánchez warnte, die von „Unvernunft und Gewalt“ geprägten Proteste einiger Weniger seien nicht hinnehmbar.

Auch in Barcelona gab es wieder gewaltsame Proteste, die nach einer Demo gegen Zwangsräumungen säumiger Wohnungsmieter ausbrachen. Dort sei ein Mensch festgenommen worden.

In der Nacht zuvor waren bei Straßenschlachten mit nach Polizeiangaben vor allem rechten Hooligans 20 Polizisten und sieben Demonstranten verletzt worden, 15 Menschen seien festgenommen worden.

Weitere Proteste in der Nacht zu Sonntag mit vereinzelten Festnahmen und Verletzten wurden unter anderem aus den Städten Logroño, San Sebastián, Vitoria, La Rioja und Málaga gemeldet.

Nächtliche Ausgangssperren in Barcelona

Spanien ist eines der von der Coronakrise am schwersten getroffenen Länder Westeuropas. Am Donnerstag hatte das Parlament der Verlängerung des Alarmzustandes - der dritthöchsten Notstandsstufe - bis zum 9. Mai zugestimmt.

13 der 17 autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, riegelten ihr Territorium für bis zu zwei Wochen ab. In Katalonien dürfen die Menschen an den Wochenenden ihre Heimatorte nicht mehr verlassen.

In vielen Städten wie etwa in Barcelona gelten nächtliche Ausgangssperren. Gaststätten, Kinos, Theater und Fitnessclubs sind geschlossen, nur Kindergärten und Schulen sind weiter offen.

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