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MediaMarkt-Saturn-MutterCeconomy verdient in operativ weniger

Der Umbau bei den Elektronikhändlern Media Markt und Saturn macht sich bemerkbar. Trotz der strengen Corona-Maßnahmen sinkt der Umsatz von Ceconomy nur leicht. 15.12.2020 - 07:46 Uhr

Vor dem Lockdown wollen viele Deutsche noch Weihnachtsgeschenke kaufen.

Foto: Reuters

Die Elektronikhandelsholding Ceconomy stemmt sich dank eines Schlussspurts im vierten Quartal gegen die Auswirkungen der Coronakrise. Der Mutterkonzern der größten europäischen Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn verbuchte im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende September) nur einen leichten Umsatzrückgang von 1,8 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro, wie Ceconomy am Dienstag mitteilte.

Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) brach indes auf 236 (403) Millionen Euro ein. Unter dem Strich und nach Minderheiten schrieb die Holding einen Verlust von 237 Millionen Euro. Zahlreiche Filialen vom Media Markt und Saturn waren im Frühjahr von den behördlich verordneten Schließungen zur Eindämmung der Pandemie betroffen.

In das neue Geschäftsjahr startete Ceconomy mit Zuwächsen: die Umsatzdynamik sei im Oktober und November - trotz vereinzelter Lockdown-Maßnahmen in verschiedenen Ländern - "ungebrochen gut" gewesen und habe sich gegenüber dem vierten Quartal 2019/20 sogar beschleunigt. Für das Gesamtjahr erwartet Ceconomy nun ein bereinigtes Ebit zwischen 320 und 370 Millionen Euro, der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz soll leicht zulegen.

Ceconomy hatte zudem eine grundlegende Einigung zur Beilegung des Dauer-Streits mit MediaMarktSaturn-Minderheitseigner Kellerhals erzielt. Dazu übernimmt die Holding die Ketten ganz, die Kellerhals-Gesellschaft steigt im Gegenzug bei der Holding ein.

Interims-Chef Bernhard Düttmann und MediaMarktSaturn-Chef Ferran Reverter hatten in der Krise den Umbau der Ketten in Angriff genommen. Sie hatten Online- und Filialgeschäft besser verzahnt, die zuvor komplexe Logistik der Ketten auf neue Beine gestellt, die Organisationsstruktur vereinheitlicht und Stellen abgebaut. In der Corona-Krise brummte das Online-Geschäft der Ketten, auch die Nachfrage nach Technik für das Arbeiten im heimischen Büro in der Krise half.

dpa
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