Fast-Food-Kette: Überraschender Umsatzrückgang bei McDonald's
Der Big Mac ist das Aushängeschild der Fast-Food-Kette McDonald's. Mithilfe des Burgers wird sogar die Kaufkraft verschiedener Währungen miteinander verglichen. Doch auch an dem amerikanischen Fast-Food-Giganten geht die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump nicht spurlos vorbei.
McDonald's gab zum ersten Quartal 2025 einen überraschenden Rückgang des weltweiten Umsatzes bekannt. Der weltweite Umsatz auf vergleichbarer Basis sank um ein Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg um knapp ein Prozent gerechnet.
Allein in den USA ging der Umsatz um 3,6 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit der Coronapandemie. Vorstandschef Chris Kempczinski sieht die Schuld dafür bei der Zollpolitik Trumps. Man befinde sich im denkbar schwierigsten Marktumfeld, sagte Kempczinski bei der Verkündung der Zahlen. Die Stimmung unter den Konsumenten sei schlechter als erwartet.
Das operative Ergebnis gab ebenfalls nach, um drei Prozent auf 2,65 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente McDonald's 1,87 Milliarden Dollar, nach 1,93 Milliarden im Jahr zuvor.
Nach der Verkündung der Zahlen verlor die McDonald's Aktie knapp 1,9 Prozent. Dennoch gilt die Aktie als relativ stabil. Mit knapp 278 Euro notiert der Kurs nur knapp unter dem Allzeithoch. Die Fast-Food-Kette gilt weiterhin als verlässliche Renditebringer mit guten Dividenden.
Trotz der aktuellen Umsatzschwäche setzt die Fast-Food-Kette auf weitere Expansion. Ende 2024 kündigte der McDonald's-Deutschland-Chef Mario Federico an, in den kommenden Jahren 500 neue Filialen eröffnen zu wollen. Der Fokus soll dabei im Autoland Deutschland auf den Drive-ins liegen. Künftig könnte es zweispurigen McDrives geben.
Des Weiteren will man mit Digitalisierung, dem Einsatz von KI und Sparmaßnahmen die Kosten in den Griff bekommen. Doch auch die Kontrahenten des Fast-Food-Giganten haben mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. Zuvor hatten schon die Restaurantbetreiber Domino’s Pizza, Chipotle Mexican Grill und Starbucks darauf verwiesen, dass die Amerikaner weniger Geld für Restaurantbesuche ausgäben.
Eigentlich wollte auch die Fast-Food-Kette Taco Bell in den kommenden Jahren mehrere Filialen in Deutschland eröffnen. Allerdings soll nun das Vorhaben gescheitert sein, wie die WirtschaftsWoche erfuhr.
Mit Material von Agenturen.