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BiotechunternehmenMorphosys will bis 2025 weiteres Krebsmittel auf den Markt bringen

Das Krebsmittel Monjuvi ist für die Biotechfirma ein wichtiger Umsatzbringer. Nach einer US-Übernahme will Morphsys mit einem zweiten Blutkrebsmittel weiter aufholen. 05.10.2022 - 14:25 Uhr

Vor gut zwei Jahren hatte das Unternehmen mit Monjuvi die Zulassung für sein erstes eigenes Medikament in den USA erhalten.

Foto: MorphoSys

Das Biotechunternehmen Morphosys will bis 2025 ein weiteres Krebsmittel auf den Markt bringen. Bis dahin sollen Blutkrebspatienten zwei Medikamente von Morphosys zur Verfügung stehen, wie Vorstandschef Jean-Paul Kress am Mittwoch in einem Pressegespräch ankündigte.

Neben dem Antikörper Monjuvi, der für Morphosys bereits ein wichtiger Umsatzbringer ist, soll dann auch das Mittel Pelabresib folgen, das sich Morphosys mit der 1,7 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Krebsspezialisten Constellation Pharma gesichert hatte. „Das ist unser nächster großer Katalysator“, zeigte sich Kress optimistisch.

Vor gut zwei Jahren hatte Morphosys mit Monjuvi die Zulassung für sein erstes eigenes Medikament in den USA erhalten. Das Mittel wird zur Behandlung von Patienten mit diffusen großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) eingesetzt - eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Ein Jahr später folgte grünes Licht in der EU.

Fast 40 Prozent des Morphosys-Halbjahresumsatzes von knapp 101 Millionen Euro stammten zuletzt von Monjuvi. Allerdings bekommt die Firma in den USA zunehmenden Wettbewerb bei dem Mittel zu spüren und senkte deshalb die Prognose für den Monjuvi-Produktumsatz in diesem Jahr.

Große Hoffnungen setzt Kress nun in Pelabresib, das in der dritten entscheidenden Phase der klinischen Entwicklung zur Behandlung von Myelofibrose ist - eine seltene bösartige Erkrankung des Knochenmarks. Im ersten Halbjahr 2024 sollen die Daten aus dieser Studie veröffentlicht werden.

Morphosys hofft, mit Pelabresib einen neuen Behandlungsstandard setzen zu können. Über Jahre war das Mittel Jakavi von Novartis seit seiner Zulassung 2012 das einzige Arzneimittel innerhalb dieses Indikationsgebietes. Doch bei etwa der Hälfte der Patienten, die von Jakavi profitieren, kommt es nach zwei bis fünf Jahren zu einem Verlust des Therapieansprechens.

Für Morphosys also ein Markt mit hohem Potenzial und eine Möglichkeit, das bis 2026 angestrebte Ziel, profitabel zu werden, zu erreichen. 2021 fiel noch ein Verlust von 515 Millionen Euro an.

rtr
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