Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Preisdruck in den USA lässt nach – Indizes liegen im Plus
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersAngesichts des nachlassenden Preisdrucks sind die Anleger an der Wall Street am Freitag wieder risikofreudiger geworden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann im frühen Handel 0,4 Prozent auf 33,785 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf 4326 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog um ein Prozent auf 13.333 Punkte an.
In den USA lag der PCE-Kernindex, ein Inflationsmaß, das die US-Währungshüter besonders im Auge halten, im August mit 0,4 Prozent zum Vormonat niedriger als erwartet. Ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiekomponenten stieg der Index zum Vormonat um 0,1 Prozent, erwartet worden war ein Anstieg von 0,2 Prozent.
„Das sind sehr, sehr gute Zahlen“, sagte Analystin Kim Forrest von Bokeh Capital Partners. Auch wenn der Rückgang nicht spektakulär sei, gehe er in die richtige Richtung. „Ich bin sehr optimistisch, dass die Inflation weiter sinkt, und die Fed wird dies in ihren Überlegungen zu den Zinssätzen berücksichtigen.“
Laut dem FedWatch-Tool der CME lagen die Wetten der Händler auf eine Zinspause im November bei 85 und im Dezember bei knapp 67 Prozent.
Das wirkte sich auch auf den Anleihemarkt aus. Die Rendite für zehnjährige US-Bonds entfernte sich von ihrem 15-Jahres-Hoch und lag bei 4,537 Prozent. Papiere mit einer Laufzeit von 30 Jahren warfen 4,667 Prozent ab, solche mit einer Laufzeit von zwei Jahren 5,039 Prozent.
Gleichwohl erwartet Larry Fink, der CEO des Vermögensverwalters Blackrock, einen Anstieg der zehnjährigen Anleiherendite über fünf Prozent. Er verweist auf geopolitische Umstände und ihre positive Wirkung auf die Inflation. Anleiherenditen bewegen sich in der Regel gleichmäßig mit dem Zinsniveau einer Volkswirtschaft. Anleihepreise bewegen sich invers.
Vor Fink hatten bereits andere Größen der Wall Street über steigende Anleiherenditen sinniert. Jamie Dimon, Vorstandschef der Großbank JP Morgan, glaubt, dass die Leitzinsen in einem negativen Szenario gar über sieben Prozent steigen könnten. Der prominente Hedgefondsmanager, Gründer und Chef von Pershing Square Capital Management, hält bei den Renditen für 30-jährige US-Treasuries ein Niveau von 5,5 Prozent für möglich.
Einzelwerte im Fokus
Zions Bancorporation: Die Bankenkrise hatte der Aktie im Frühjahr deutlich zugesetzt. Die Analyten von Citi erkennen dennoch Aufwärtspotenzial. Sie verweisen auf positive Bilanztrends und stufen die Aktie mit einer Kaufempfehlung ein. Das treibt die Titel um vier Prozent an.