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Die Reichsten der Reichen Die beeindruckende Konstanz von Gates und Buffett

Warren Buffett, Bill Gates Quelle: Getty Images

Immer vorne dabei sind nur Microsoft-Gründer Bill Gates und Investorenlegende Warren Buffett. Auch wenn es für Platz eins bei ihnen nicht mehr reicht. Aufstieg und Fall der Superreichen in einer interaktiven Grafik.

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Mit dem weltweiten Ranking der Superreichen erzielt die US-Zeitschrift Forbes große Beachtung. Zwar können Börsentrends die Werte schnell beeinflussen. Dennoch bildet das Ranking gerade im längeren Zeitverlauf Trends gut ab und liefert spannende Erkenntnisse zu wirtschaftlichen Verschiebungen. In der interaktiven Grafik lassen sich diese verfolgen.

1996 liegen die Reichsten der Superreichen noch relativ dicht beieinander: Hinter Microsoft-Gründer Bill Gates folgt Investorenlegende Warren Buffett und die Familiengruppe Hoffmann, Oeri und Sacher. Letztere hält bedeutende Anteile am Schweizer Pharmakonzern Roche, einst gegründet von einem Herrn namens Fritz Hoffmann-La Roche.

1997 springt kurze Zeit der Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah, auf Platz eins. Die US-Familie Walton taucht auf Platz drei auf. Die Familienmitglieder haben ihr Vermögen von den Gründern der US-Supermarktkette Walmart geerbt. Ihre Vermögensentwicklung lässt sich im Ranking allerdings nicht gut nachverfolgen, da in späteren Jahren die einzelnen Familienmitglieder separat aufgeführt werden.

Microsoft-Gründer Gates ist jedenfalls längst nicht abgeschrieben. Schon 1998 steht er wieder an der Spitze des Rankings.

1999 erreicht Gates' Vermögensstand ein vorläufiges Hoch mit 90 Milliarden Dollar. Bis er diesen Wert wieder erreichen wird, muss er bis 2018 warten. Das Platzen der New-Economy-Blase nach der Jahrtausendwende unterbricht seinen gewaltigen finanziellen Aufstieg vorübergehend. Für Platz eins im Ranking reicht es trotzdem lange Zeit.

2008 schiebt sich mal kurz Warren Buffet auf den ersten Rang. Auf Platz zwei, vor Gates, steht da der mexikanische Telekom-Unternehmer Carlos Slim Helú. Er trumpft in den kommenden Jahren groß auf, bis er 2010 erstmals Platz eins erlangt, mit einem Vermögen von 53,5 Milliarden Dollar.

Bis 2013 bleibt es nun bei diesem Bild: Slim auf Platz eins. Um Gates muss man sich jedoch keine Sorgen machen, er hält sich auf dem zweiten Platz.

2014 gelingt ihm sogar der erneute Sprung an die Spitze. Infolge der wirtschaftlichen Probleme in Süd- und Mittelamerika fällt Slim nach und nach deutlich zurück.

2016 taucht nun ein neuer Name im oberen Bereich der Forbes-Reichenliste auf: Amancio Ortega. Der spanische Textilunternehmer ist Gründer der Inditex-Gruppe, zu der etwa die Bekleidungsmarke Zara gehört. Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos pirscht sich nun nach oben: Von Platz sechs im Jahr 2016, über den dritten Platz 2017 bis auf den ersten Platz, 2018. Bezos ist auch der erste im Ranking, der die Nettovermögensmarke von 100 Milliarden Dollar knackt.

Nach den vorläufigen Daten für 2020, mit Stand Anfang November, ist hinter Bezos der französische Milliardär Bernard Arnault auf Platz zwei aufgestiegen. Sein Vermögen ist mit dem Luxusgüterkonzern LVMH verbunden, dessen Chef er ist. Die Liste der Superreichsten weltweit ist also von ständiger Veränderung geprägt. Carlos Slim zum Beispiel ist aktuell aus den Top-Ten herausgefallen. Er bringt es „nur noch“ auf gut 50 Milliarden Dollar Nettovermögen.


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Und doch gibt es in all den Jahren auch beeindruckende Konstanz: Bill Gates und Warren Buffett halten sich seit 1996 immer in den Top Ten. Während Buffett sein Vermögen relativ stetig vermehrt und nur kurze Dellen verzeichnet, etwa in der Finanzkrise, musste Gates das Platzen der New-Economy-Blase über Jahre verarbeiten. Angesichts der Größe seines Vermögens reichte es trotzdem die meiste Zeit für Platz eins auf der Forbes-Reichenliste.

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