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Technologie der Zukunft Welche Technik bis 2025 entwickelt wird

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Druck-Sache

Was man drucken kann
Magische Lampe Quelle: Presse
Fliessende Formen
Kistenproduktion Quelle: Presse
Spielmobil Quelle: Presse
Opulenter Auftritt
Lesehilfe Quelle: Presse
Flotte Flöte Quelle: Presse

Fragt man Martin Wegner, wie der Brief oder das Paket der Zukunft aussieht, schwärmt er von Druckern. Genauer gesagt von Maschinen, die dreidimensionale Objekte wie Schuhe, Möbel oder Ersatzteile aus Materialien wie Kunststoff bauen. Verschickt werden die Bestellungen in Zukunft nicht als Paket, sondern als Datei. Wegner ist als Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung so etwas wie die hauptamtliche Kristallkugel der Deutschen Post. Mit seinem Team macht er sich Gedanken, wie Logistik und Versand künftig aussehen werden.

Im Jahr 2025 wahrscheinlich so: Es gibt Verpackungen für Pakete, die sich der Ware anpassen und über sogenannte RFID-Chips mit Computern kommunizieren. "So könnten wir jederzeit bei Transporten von Lebensmitteln oder Medikamenten die Temperatur oder Feuchtigkeit erfassen und eingreifen", sagt Wegner.

Nebenbei könnte die Deutsche Post auch Warenströme in Wohn- und Arbeitshochhäusern der weltweiten Megacitys managen. In den Riesenkomplexen müssten Zusteller dann täglich Tonnen von Ware an Tausende Kunden liefern. "Vertikale Logistik", nennen Post-Experten die Arbeit im Ameisenhaufen. Bis 2050 leben laut UN sechs Milliarden Menschen in Städten.

Am meisten aber begeistern Wegner die 3-D-Drucker und digitalen Lagerhallen der Zukunft. "Sie werden unsere Welt und die Logistik verändern", sagt er. Statt zum Beispiel einen Lampenschirm per Paket von München nach Hamburg zu verschicken, geht eine Mail samt einer Datei mit dem Bauplan durchs Netz. Den Schirm sprüht ein Drucker mit Kunststoff in der Hamburger Postfiliale dann nach. Dort holt ihn der Kunde ab.

Was wie Science-Fiction klingt, ist schon in Ansätzen möglich: So entsteht Zahnersatz im 3-D-Drucker, und Architekten drucken damit Bau-Modelle. "Auch das ganz normale Paket wird es 2025 noch geben", sagt Wegner. Komplexere Produkte aus verschiedenen Bauteilen und Materialien sind auch künftig nicht druckbar. Der neue Laptop kommt dann noch per Post.

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