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Krisenfirma BYDChinas Elektroauto-Traum ist geplatzt

Der staatlich verordnete Elektroautoboom in China lässt auf sich warten. Für Daimler könnte ein Joint-Venture mit BYD zur Blamage werden - Experten prognostizieren dem Autobauer das Aus.Philipp Mattheis 19.06.2012 - 16:00 Uhr

Daimler-Partner BYD in der Krise - Welcher Familienvater aus der neuen chinesischen Mittelschicht will über 30.000 Euro in ein Auto investieren, das gerade einmal 160 Kilometer fährt, für das es kaum Ladestationen gibt und welches bei einem Unfall eine ganze Familie verbrennen kann?

Foto: REUTERS

Am frühen Morgen des 26. Mai kommt es auf einer Autobahn bei Shenzhen im Süden Chinas zu einem verhängnisvollen Unfall. Der betrunkene Fahrer eines Nissan rast mit 180 Stundenkilometern in ein Elektro-Auto, welches an einen Baum geschleudert wird. Es geht sofort in Flammen auf. Während der Nissan und ein drittes beteiligtes Auto den Unfall einigermaßen unbeschadet überstehen, sind die beiden Insassen des BYD e6 sofort tot. Der vermeintliche Grund für das Inferno: Die Lithium-Ionen-Batterie des Elektroautos hat Feuer gefangen, der Wagen ist förmlich explodiert. Die Opfer haben nicht den Hauch einer Chance.

Sargnagel für das Elektroauto-Geschäft in China

Der Unfall von Shenzhen könnte der Sargnagel für das Elektroauto-Geschäft in China sein. Er könnte das Ende der Firma BYD bedeuten und für den Joint-Venture-Partner Daimler ein Desaster werden. Dabei hatte alles sehr vielversprechend begonnen.

Ursprünglich hatte das Unternehmen aus Shenzhen Handy-Batterien produziert. BYD steht für "Build Your Dreams" und vor ein paar Jahren sah der Markt für Elektroautos in China tatsächlich aus wie großer Traum. Zirka 60 Autos kommen in China momentan auf 1.000 Einwohner. In den USA sind es 840. Chinesen werden reicher, die Mittelschicht - klassisches Klientel für Kleinwagen - wächst, die Mobilität nimmt zu, ein gewaltiger Markt entsteht. Elektroautos sind, zumindest auf den ersten Blick, umweltfreundlich; für die chinesische Regierung noch wichtiger aber ist der Umstand, dass ein Elektroauto das Riesenland mit seinem Energiehunger unabhängiger von Öl-Importen machen würde.

Elektroauto

Tödlicher Unfall löst Sicherheitsdebatte aus

Die Erfolgsgeschichte bröckelt

Es ist ein ehrgeiziger Plan, doch in China ist schließlich vieles möglich geworden, was man im Westen für nicht möglich hielt. Vor drei Jahren verkündet die chinesische Regierung, 2015 werden eine halbe Million E-Fahrzeuge auf Chinas Straßen fahren. 2020 sollen es dann bereits fünf Millionen sein. 400.000 Ladestationen sollen im ganzen Land den Strom dafür liefern. Für BYD beginnt eine Erfolgsgeschichte: Im ersten Halbjahr 2009 zum Beispiel wächst der Absatz um 167 Prozent. Auch westliche Investoren werden jetzt auf die Südchinesen aufmerksam. 2008 steigt die Investorenlegende Warren Buffet mit 9,9 Prozent bei BYD ein. 2010 gründen Daimler und BYD das Joint-Venture Denza. Das erste Modell wird auf der Pekinger Automesse im April dieses Jahres vorgestellt. Das Luxusmodell soll dieselbe Batterietechnologie wie der e6 verwenden. Es scheint, als könnte das E-Mobil nichts aufhalten. Zusätzlich subventioniert die Regierung Neuwagen üppig.

Doch der staatlich verordnete E-Mobilitätsboom bröckelt erstmals 2010. Ein Jahr später meldet BYD einen Gewinneinbruch von 90 Prozent. 

Brandgefahr bei Ladekabeln: TÜV-Experten gehen davon aus, dass noch elf Millionen deutsche Haushalte ein Stromnetz aus den 60er-Jahren haben. Mit einer maximalen Absicherung von zwölf Ampere. Ein übliches Serienelektroauto wie der Opel Ampera zieht aber für eine Ladung mehrere Stunden lang rund 16 Ampere Strom wie etwa der Opel Ampera.

Einfach die Verlängerungsschnur auszurollen und an der Steckdose aufzuladen, kann also gefährlich werden, da sich Leitungen und Dosen schnell erwärmen können. In einem Test von Eon und TÜV zeigte eine Wärmebildkamera, dass eine Steckdose nach 15 Minuten Ladevorgang 81 Grad Celsius erreichte. Ruth Werhahn, Chefin der E-Mobilität bei Eon: "Wir haben die Versuche abgebrochen."

Foto: dapd

Bremsklotz Dienstwagenbesteuerung: Weil Elektrofahrzeuge in den kommenden Jahren gegenüber vergleichbaren konventionellen Fahrzeugen einen höheren Bruttolistenpreis aufweisen, führt die Anwendung der Ein-Prozent-Regel dazu, dass Nutzer elektrischer Dienstwagen einen deutlich höheren geldwerten Vorteil zu versteuern haben – obwohl der Nutzwert wegen der begrenzten Reichweite deutlich eingeschränkt ist.

„Dies verhindert die vollständige Erschließung des Marktpotenzials bei gewerblichen Kunden, da sich eine Vielzahl von potenziellen Dienstwagennutzern bei bestehendem finanziellem Nachteil gegen elektrische Fahrzeuge entscheiden wird“, heißt es dazu in dem Zweiten Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität.

Foto: Pressefoto

Platz 4

Klein, praktisch, elektrisch - diese Kombination scheint vor allem Frauen zu gefallen. Der VW up! landet daher auf dem vierten Platz im Ranking. Er hat einen Marktanteil von 3,04 Prozent bei Frauen und 1,75 Prozent bei Männern. Der VW up! ist ab einem Kaufpreis von11.914 Euro erhältlich, der Listenpreis liegt bei 14.786 Euro.

Foto: Volkswagen

Porsche Panamera S E-Hybrid

Zumindest mit Hybridunterstützung ist der Porsche Klassenbester. Auf 270 km/h bringt er es, rein elektrisch auf 135 km/h. Der Spaß hat seinen Preis. Ab 110.409 Euro ist der E-Porsche zu haben.

Foto: Porsche

Renault Fluence

Marke: Renault

Modell: Fluence

Preis: ca. 25.950 Euro plus Batteriemiete von 79 €/Monat

Reichweite (in km): 185 km

Leistung (kw/PS): 70kW/95 PS

Foto: Presse

Mercedes SLS ed

Marke: Mercedes

Modell: SLS ed

Preis: ca. 416.500 Euro

Reichweite (in km): 250 km

Leistung (kw/PS): 530 kW/720 PS

Foto: Daimler

Renault Twizy

Mit futuristischem Design und ohne echte Türen kommt der Twizy daher. Der Zweisitzer ist besonders klein und wendig und für den Stadtverkehr konzipiert. Er kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden.

Marke: Renault
Modell: Twizy Urban
Grundpreis (inkl. MwSt): ab 6990 Euro, zusätzlich fallen mindestens 50 Euro Batteriemiete pro Monat an
Reichweite (in km): 100
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 80
Stromverbrauch (kWh/100km): 6,3

Foto: dapd

Smart ed

Marke: Smart

Modell: Smart ed

Preis: ca. ab 18.910 Euro, plus Batteriemiete von 65 €/Monat

Reichweite (in km): 145 km

Leistung (kw/PS): 55 kW/75 PS

Foto: Daimler

Kangoo Rapid

Der Elektro-Kangoo soll den städtischen Lieferverkehr sauberer und leiser machen. Er bietet mit bis zu 3,5 Kubikmetern Laderaum soviel Platz wie sein konventioneller Dieselbruder. Das ist möglich, weil die Batterien im doppelten Ladeboden verschwinden. Mit 60 PS ist der Elektro-Kangoo ausreichend schnell.
 
Marke: Renault
Modell: Kangoo Rapid Z.E.
Grundpreis (inkl. MwSt): 15.100 (+ 86 Euro monatlich fürs Batterie-Leasing)
Reichweite (in km): 160
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130
Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt

Foto: Presse

Renault Zoe

Marke: Renault
Modell: Renault Zoe
Grundpreis (inkl. MwSt): 21.700 (+ 79 Euro monatlich fürs Batterie-Leasing)
Reichweite (in km): 210
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 135
Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt

213 Elektro- oder Hybrid-Modelle von Renault wurden nach einer Studie des CAR Instituts von Ferdinand Dudenhöffer 2012 in Deutschland zugelassen. Bis April 2013 folgten weitere 61. Ab 8. Juni ist der Renault Zoe (Foto) auf dem deutschen Markt zu haben und soll den Absatz ankurbeln.

Foto: WirtschaftsWoche

BMW i3

Deutlich langsamer als der i8, dennoch muss sich der i3 nicht verstecken. Zumal er bei einem Grundpreis von etwa 34.950 Euro deutlich erschwinglicher ist. Geschwindigkeitstechnisch bringt er es auf akzeptable 150 km/h.
Stromverbrauch (kWh/100km): 12,9

Foto: dpa

Opel Ampera

Mit dem Ampera legte Opel 2012 ganz schön vor: 828 Zulassungen auf Opel-Modelle mit Elektro-/Hybrid-Antrieb zählten die Zulassungsbehörde. Bis April 2013 wurden aber nur noch 100 Opel-Modelle mit Elektroantrieb neu zugelassen - zum Jahresende könnten es rund 300 sein. Opel scheint sich etwas Neues einfallen lassen zu müssen, will die GM-Tochter vom Elektro-Trend profitieren.

Marke: Opel
Modell: Ampera
Grundpreis (inkl. MwSt): 43.900
Reichweite (in km): reich elektrisch zwischen 40 und 80 Kilometer
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 160
Stromverbrauch (kWh/100km): 15-20

Foto: Opel

i-Miev

Den i-MiEV, ein Elektrofahrzeug auf Basis des in Japan bekannten Mikrocars i, präsentierte Mitsubishi bereits auf der IAA 2007 zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit.
 
Marke: Mitsubishi
Modell: i-Miev
Grundpreis (inkl. MwSt): 34.990 Euro
Reichweite (in km): 150
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130
Stromverbrauch (kWh/100km): 13,5

Mit dem iMiev startete Mitsubishi relativ erfolgreich. 2011 wurden insgesamt 683 Elektro-Modelle der Marke in Deutschland zugelassen, doch 2012 ebbte das Interesse merklich ab. Nur noch 96 Neuzulassungen auf Ökomodelle von Mitsubishi weist die Statistik aus. Bis April 2013 kamen 39 dazu. Das CAR-Institut rechnet mit nicht mehr als 126 Modellen bis zum Jahresende.

Foto: Presse

Berlingo First Electric

Der Citroën Berlingo First Electric ist als Firmenwagen für die Stadt konzipiert. Für Handwerker, Pflegedienste oder Lieferanten kann es sich auf Dauer rechnen, Strom statt Benzin zu tanken.
 
Marke: Citroën
Modell: Berlingo First Electric
Grundpreis (inkl. MwSt): 50.694 Euro
Reichweite (in km): 120
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 110
Stromverbrauch (kWh/100km): 21

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt mehr als 454 Citroen-Modelle mit emissionsarmen Antrieben in Deutschland zugelassen. Bis April 2013 weitere 262. Nach der Hochrechnung des CAR-Instituts schaffen die Franzosen die Vorjahresmarke nicht mehr und müssen sich bis Jahresende mit 350 verkauften Stromern zufrieden geben.

Foto: Presse

Peugeot iOn

Der Elektroflitzer von Peugeot ist baugleich mit dem Mitsubishi i-Miev und dem Citroen C-Zero. Der Lithium-Ionen-Akku lädt 6 Stunden.

Marke: Peugeot
Modell: iOn
Grundpreis (inkl. MwSt): 29.393 Euro
Reichweite (in km): 150
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130
Stromverbrauch (kWh/100km): 13,5

Der Schwester-Konzern von Citroen wollte die Kundschaft mit dem Elektro-Flitzer iOn für sich gewinnen. In Deutschland ließen sich im vergangenen Jahr 263 Autofahrer von einem emissionsarmen Peugeot-Modell überzeugen. Bis Ende April 2013 nur weitere 27, so dass zum Jahresende wohl nur rund 80 Ökofahrzeuge vom Hof fahren.

Foto: dpa

Tesla Roadster

Wer sagt, dass Elektroautos nur was für Öko-Latschen-Träger sind und nicht schnell und sexy sein können? Der Tesla Roadster beweist das Gegenteil. Mit 288 PS kommt er in 3,7 Sekunden von 0 auf 97 Stundenkilometer. Das reicht immerhin für eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h.

Foto: Presse

Tesla Model S

Der Markenbruder Tesla S unterscheidet sich was die Spitzengeschwindigkeit angeht kaum - er bringt es auf 200 Stundenkilometer.

Foto: WirtschaftsWoche

Leaf

Der Nissan Leaf erfreute sich bereits vor Marktstart größerer Beliebtheit in den USA. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 145 km/h durchschnittlich.

Foto: dapd

Volvo C30 Electric

Vom C30 des schwedischen Autobauers sollen europaweit nur 250 Exemplare ausgeliefert werden. Das Auto ist nur für drei Jahre zu leasen. Die Batterieladedauer ist mit 8 bis 10 Stunden verhältnismäßig hoch.

Marke: Volvo
Modell: C30
Grundpreis (inkl. MwSt): 1131 Euro Monatsrate bei drei Jahren Leasing
Reichweite (in km): 163
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130
Stromverbrauch (kWh/100km): 15

Die Schweden, die jetzt zum chinesischen Autokonzern Gheely gehören, haben 2012 gerade einmal 12 Elektromobile in Deutschland verkauft. Dieses Jahr könnten es 20 werden. Sehr überschaubar.

Foto: dpa

Transit Connect Electric

Die modernen Batterien des Ford Transit Connect Electric kommen von Johnson Controls. Der Zulieferer präsentierte das neue Batteriesystem mit einer Lebensdauer von 300.000 Kilometern auf der Hannover Messe. 
 
Marke: Ford
Modell: Transit Connect Electric
Grundpreis (inkl. MwSt): ab 53.544 Euro
Reichweite (in km): 130
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 120
Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt

Foto: Presse

Ford Focus Electric

Der Focus Electric des amerikanischen Autokonzerns Ford ist das Flaggschiff der Elektro-Flotte und der erste rein elektrisch angetriebene Pkw des Unternehmens. Seine Ladezeit gibt der Hersteller mit 3 bis 4 Stunden an. Im Sommer 2013 kommt er nach Deutschland.

Marke: Ford
Modell: Focus Electric
Grundpreis (inkl. MwSt): noch nicht genannt
Reichweite (in km): 160
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 136
Stromverbrauch (kWh/100km): noch nicht genannt

Foto: rtr

Ampera

Der Opel Ampera mit einer Reichweite von über 500 Kilometern taugt sogar für eine Familienreise. Mit immerhin 161 km/h darf es auch ein etwas längerer Ausflug sein.

Foto: Presse

Mega eCity
Der e-City wird vom französischen Kleinstwagenspezialist Aixam-Mega gebaut, bei dem jährlich 13.000 Leichtfahrzeuge vom Band laufen. Der Viersitzer gehört zu den günstigsten Elektroautos am Markt.

Marke: Aixam Mega
Modell: Mega eCity
Grundpreis (inkl. MwSt): 19.490 Euro
Reichweite (in km): 80
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 64
Stromverbrauch (kWh/100km): 12-17

Foto: Presse

Citysax

Der Citysax ist "Made in Dresden" und hat moderne Lithium-Batterien, kostet wegen der geringen Stückzahlen aber leider fast 40.000 Euro. Mit Schnellladefunktion sind die Akkus in zwei Stunden fast voll.
 
Marke: Citysax Mobility
Modell: Citysax
Grundpreis (inkl. MwSt): 39.499 Euro
Reichweite (in km): 60-120
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130
Stromverbrauch (kWh/100km): 16-18

Foto: Presse

Van EQ 6380

Der elektrische DFM Mini Van stammt vom chinesischen Hersteller Dongfeng, einem der größten LKW-Hersteller weltweit und der zweitgrößte chinesischen Anbieter bei Mittel- und Kompaktklasse-Fahrzeugen. 
 
Marke: DFM Mini Auto
Modell: Van EQ 6380
Grundpreis (inkl. MwSt): 15.988 Euro
Reichweite (in km): 120
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 85
Stromverbrauch (kWh/100km): 15,5

Foto: Presse

Delta 1

Der Delta 1 des Kölner Unternehmens eWolf ist ein Stadtflitzer mit fünf Türen und einem voll nutzbaren Kofferraum. Der Hersteller verspricht zuverlässige und günstige Fahrzeugflotten auf der Basis seiner Elektroautos.
 
Marke: eWolf
Modell: Delta 1
Grundpreis (inkl. MwSt): 64.053 Euro
Reichweite (in km): 105
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 110
Stromverbrauch (kWh/100km): 13

Foto: Presse

Stromos

Mit dem Stromos von German E-Cars will der hessische Autozulieferer Fräger seine Kompetenz bei Elektroantrieben unter Beweis stellen. Der Stromos ist bereits Teil der Elektroautoflotte des Autovermieters Sixt.
 
Marke: German E Cars
Modell: Stromos
Grundpreis (inkl. MwSt): 41.990
Reichweite (in km): 100
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 120
Stromverbrauch (kWh/100km): 15-20

Foto: Presse

Jetcar Elektro

Sieht nicht nur interessant aus, ist auch schnell: Auf 160 km/h Spitzengeschwindigkeit bringt es das Jetcar.

Foto: Presse

500 Electro

Der Karabag 500 ist ein umgerüsteter Fiat 500. In einem Elektroautotest von Auto Bild konnte der teure Flitzer mit den Elektroautos großer Konzerne gut mithalten.
 
Marke: Karabag
Modell: 500 Electro
Grundpreis (inkl. MwSt): 36.194 Euro
Reichweite (in km): 100
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 105
Stromverbrauch (kWh/100km): 15,7

Foto: Presse

Ducato E

Der Hamburger Nutzfahrzeuganbieter Karabag bietet sieben Fiat-Modelle mit Elektroantrieb an, darunter auch große Transporter wie den Ducato.
 
Marke: Karabag
Modell: Ducato E
Grundpreis (inkl. MwSt): 98.398
Reichweite (in km): 75-155 (je nach Version)
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 90
Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt

Foto: Presse

Buddy

Der Pure Mobility Buddy ist 17 Zentimeter kürzer als ein Smart, dennoch passen drei Personen rein. Auf die Batterie gibt es eine Garantie für 100.000 Kilometer.
 
Marke: Pure Mobility AS
Modell: Buddy
Grundpreis (inkl. MwSt): 26.989 Euro
Reichweite (in km): 120
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 80
Stromverbrauch (kWh/100km): 12,5

Foto: Presse

Reva i

Der Reva ist mit über 4000 verkauften Fahrzeugen ein Klassiker unter den Elektroautos. Der Strom für 100 Kilometer kostet knapp zwei Euro.
 
Marke: Reva Electric Car Company
Modell: Reva i
Grundpreis (inkl. MwSt): 14.499 Euro (Blei) / 18.499 Euro (Li)
Reichweite (in km): 50 (Blei) / 100 (Li)
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 75
Stromverbrauch (kWh/100km): 8-10

Foto: Presse

Sam EV II

Das Elektroauto SAM EV II kommt aus Schwaben – und isch echt billig. Preis: 16660 Euro. Strom für 100 Kilometer: 1,60 Euro. Kfz-Steuer: 0 Euro für fünf Jahre, danach 22 Euro.
 
Marke: S.A.M. Group
Modell: Sam EV II
Grundpreis (inkl. MwSt): 16.600 Euro
Reichweite (in km): 90
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 90
Stromverbrauch (kWh/100km): 8

Foto: Presse

City EL

Der CityEL ist ein Elektroauto der ersten Stunde. Mit einem modernen Auto hat er zwar nicht viel gemein, aber er kommt mit zeitgemäßen Lithium-Batterien und ist mit einem Preis von rund 10000 Euro und Stromkosten ab 50 Cent pro 100 Kilometer unschlagbar günstig. 
 
Marke: Smiles AG
Modell: CityEL
Grundpreis (inkl. MwSt): 9.999 (+ Batterie, an 1599 Euro)
Reichweite (in km): 60-120, je nach Batterie
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 46-63, je nach Batterie
Stromverbrauch (kWh/100km): ca. 5

Foto: Presse

Zero

Der Tazarri Zero kommt aus der Formel-1-Stadt Imola und ist laut Anbieter das „weltweit schönste Citycar“. Nun ja… Zumindest im Elektro-Kleinstwagensegment liegt der Zero mit seinem Italo-Design aber weit vorn.
 
Marke: Tazarri
Modell: Zero
Grundpreis (inkl. MwSt): 24.499 Euro
Reichweite (in km): 140
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 100
Stromverbrauch (kWh/100km): 13,5

Foto: Presse

Luis 4U Green

Marke: Luis AG
Modell: Luis 4U Green
Grundpreis (inkl. MwSt): 39.900
Reichweite (in km): über 200
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 90-120, je nach Software
Stromverbrauch (kWh/100km): 14-17

Foto: Presse

Bollore Bluecar

Das Bluecar der französischen Bollore-Gruppe wurde zunächst nur im Carsharing eingesetzt ist nun aber auch für private Käufer erhältlich. Das Lithium-Metall-Polymer-Batteriepaket braucht 6 Stunden Ladezeit.

Marke: Bollore
Modell: Bluecar
Grundpreis (inkl. MwSt): ab 12.000 Euro

Monatsgebühr für Batterie: 80 Euro
Reichweite (in km): 250
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130
Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt

Foto: dapd

Während alle anderen Autokonzerne Umsatzrekorde und steigende Absatzzahlen melden (gerade hat VW verkündet, seine Produktion in China innerhalb der nächsten Jahre auf vier Millionen zu verdoppeln), stagniert der Markt für Elektro-Autos. Anstatt einer halben Million wurden 2011 nur 8.000 E-Mobile verkauft. Seit Sommer vergangenen Jahres hat BYD gerade einmal 500 e6-Wagen absetzen können. Der Traum vom E-Mobilboom ist fürs Erste geplatzt. Paul Lin, Sprecher des BYD-Konzerns ist aber nach wie vor optimistisch: "Natürlich sind wir von dem Ziel 500.000 Elektro-Autos auf Chinas Straßen noch weit entfernt, doch der Markt ist riesig. Insofern ist das Ziel nicht unrealistisch." Früher oder später werde man die Marke erreichen.

Realitätsferner Plan

Experten sind weniger euphorisch: "Die Regierung hatte einen ehrgeizigen Plan, als sie verkündete, 2015 sollte eine halbe Million E-Fahrzeuge auf Chinas Straßen fahren. Der hatte leider nichts mit der Realität zu tun", sagt Jochen Siebert von JSC, einer Automobil-Beratungsfirma in Schanghai. "Nachfrage lässt sich eben nicht staatlich verordnen, sie muss vom Kunden kommen." Noch immer hinke die Technik den ehrgeizigen Plänen der Politiker hinterher. Das grundsätzliche Problem mit Elektroautos schlägt auch im riesigen China zu: Die Batterien sind nicht dafür geeignet, eine lange Fahrzeit zu gewährleisten. Die meisten Modelle schaffen nicht mehr als 160 Kilometer. Dazu kommt: "Es gibt zu wenige Ladestationen", kritisiert Siebert.

Umweltfreundlichkeit ist sekundär

Tatsächlich existieren in China gerade einmal 16.000 solcher elektrischer Tankstellen. Wie daraus bis 2015 die angekündigten 400.000 werden sollen, ist selbst im gigantomanischen China ein Rätsel. Bei BYD ist man sich des Problems bewusst, vertraut aber auch hier nicht auf Maßnahmen der Regierung denn auf Marktkräfte: "Wir würden mehr Unterstützung von der Regierung begrüßen", sagt Konzernsprecher Lin.

Auch der ökologische Aspekt der Autos gleicht eher einer Farce denn Zeichen einer grünen Wende. "70 bis 80 Prozent des Stroms wird schließlich von extrem umweltschädlichen Kohlekraftwerden produziert, sagt Siebert. Doch Umweltfreundlichkeit sei ohnehin kein Argument für die Planer in der Partei gewesen, der sei es von Anfang nur um Energieunabhängigkeit gegangen.

All dies muss noch lange nicht das Ende des Elektro-Autos bedeuten: Tankstellen können gebaut, die Leistungen von Batterien verbessert und die Energie grüner werden. Fatal jedoch wird es, wenn Verbraucher nicht mehr in die Sicherheit eines Autos vertrauen können. Experten warnten bereits seit längerem vor den Gefahren der Lithium-Ionen-Batterien. Der Unfall vom Mai in Shenzhen kostete zwei Menschen das Leben. Doch Konzernsprecher Lin bestreitet, dass dies etwas mit der Batterie des Elektroautos zu tun hat: "Die Aufprallgeschwindigkeit hätte bei jedem Fahrzeug zu großer Gefahr für Passagiere und Fahrer geführt." Ein Untersuchungsbericht soll Ende diesen oder Anfang nächsten Monats veröffentlicht werden und die Explosionsursache klären. "Was wir jetzt schon wissen: Der Unfall war nicht normal", sagt Lin. "Unser Wagen wurde von einem anderen mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h gerammt und so in den Baum gedrückt." Die Anschuldigungen, wonach nur das BYD-Auto ausbrannte, "zeugen von Unkenntnis der Details" und seien "unprofessionell".

BYD vor dem Aus?

Doch selbst, wenn der Bericht zu einem für BYD entlastenden Ergebnis kommt, dürfte der Image-Schaden gewaltig sein: Welcher Familienvater aus der neuen chinesischen Mittelschicht will über 30.000 Euro in ein Auto investieren, das gerade einmal 160 Kilometer fährt, für das es kaum Ladestationen gibt und welches bei einem Unfall eine ganze Familie verbrennen kann?

Jochen Siebert von JSC ist deswegen pessimistisch: "Der Einstieg von Daimler bei BYD war für uns von Anfang an schwer nachvollziehbar. Wir halten es für nicht unwahrscheinlich, dass BYD bald nicht mehr existiert. Es war ein Fehlprojekt in jeder Hinsicht." Hoffnung gibt es trotzdem noch: Immerhin haben Chinesen mit E-Mobilität an sich keine Berührungsängste.

Besucher in Peking oder Schanghai sind oft überrascht, wie viele Elektro-Motorräder auf Chinas Straßen fahren: Es sind über 140 Millionen. "Sobald die regulatorischen und technischen Voraussetzungen geschaffen sind, wird sich dieser Markt sehr schnell entwickeln", sagt auch Kilian Frühauf, Autor einer Studie der Unternehmensberatung Progenium "– darauf sollten die Hersteller unbedingt vorbereitet sein.“

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