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AnlegeralphabetSo nähern Sie sich dem Aktienmarkt

Der Niedrigzins zwingt selbst Börsenmuffel an den Kapitalmarkt. Wir helfen beim Einstieg in die Welt der Wertpapiere und erklären das wichtigste Anlegervokabular von A bis Z. Heute: A wie Aktie.Mark Fehr 13.01.2017 - 16:38 Uhr

Anlegeralphabet: Die Welt der Aktien in einfachen Schritten verstehen.

Foto: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche

Zum niedrigen Zinsniveau gesellt sich seit Dezember 2016 nun auch noch steigende Inflation. Das ist ein fataler Mix für jeden, der sein Geld allein in sicheren Bankeinlagen wie Tages- oder Festgeld stecken hat. Die Krise des klassischen Sparens zwingt selbst eingefleischte Aktienmuffel an die Börse.
Laut Daten des Deutschen Aktieninstituts gibt es in Deutschland etwa neun Millionen Aktionäre, nur etwa 14 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre besitzen Aktien. Das ist wenig, verglichen mit den Aktionärsquoten in anderen Ländern. Deutsche sehen Aktien oft als riskante Geldanlage, mit der sie viel gewinnen aber auch viel verlieren können.

Klar, dass die Newcomer sich erst einmal zurechtfinden müssen. Dabei sollten Kapitalmarktneulinge sich nicht abschrecken lassen vom Jargon der Börsianer. Vieles davon ist Schall und Rauch und man kann es getrost überhören, doch das alltägliche Vokabular sollte natürlich sitzen.

Aktien

Der Absturz der „Volksaktie“ Telekom und das Platzen der New-Economy-Blase am Neuen Markt um die Jahrtausendwende haben viele Kleinanleger nachhaltig verschreckt. Zwar erhöhte sich die Zahl der Besitzer von Aktien und/oder Aktienfondsanteilen in Deutschland im vergangenen Jahr um 560.000 auf gut neun Millionen. Das ist der höchste Stand seit 2012. Dennoch sind nur 14 Prozent der über 14-Jährigen am Aktienmarkt engagiert - und damit deutlich weniger als in anderen Ländern. Nach Bundesbank-Zahlen machten Aktien zum Ende des zweiten Quartals 2016 gerade einmal ein Zehntel (540,7 Milliarden Euro) der 5401 Milliarden Euro Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland aus.

Foto: Fotolia

Bargeld und Bankeinlagen

Bargeld und Einlagen bei Banken sind nach den Bundesbank-Zahlen mit gut 2128 Milliarden Euro nach wie vor der größte Posten des Geldvermögens der privaten Haushalte. Tagesgeldkonten als Parkplatz für Liquidität stehen nach wie vor hoch im Kurs, obwohl sie kaum noch Zinsen abwerfen.

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Bausparen

Die Deutschen sind eifrige Bausparer. Nach Zahlen des Verbands der Privaten Bausparkassen gab es 2015 knapp 30 Millionen Bausparverträge in Deutschland. Damit komme auf jeden zweiten Haushalt mindestens ein Vertrag. 2,7 Millionen Verträge wurden im vergangenen Jahr neu abgeschlossen. Allerdings versuchen etliche Bausparkassen Kunden loszuwerden, die noch besonders hochverzinste Altverträge haben.

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Gold

Privatleute in Deutschland besitzen mittlerweile die Rekordmenge von 8672 Tonnen des Edelmetalls - davon gut die Hälfte (4705 Tonnen) in Form von Barren und Münzen, knapp 4000 Tonnen sind Schmuck. Diese Zahlen haben Forscher der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank zusammengetragen. Von 2014 bis 2016 wuchs der Goldschatz der Privathaushalte demnach um 477 Tonnen. Wert zum Zeitpunkt der Studie im August 2016: 375 Milliarden Euro. Drei Viertel (2014: 67 Prozent) der erwachsenen Bundesbürger besitzen der Studie zufolge Gold in Form von Schmuck, Barren, Münzen oder Wertpapieren.

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Immobilien

Die niedrigen Hypothekenzinsen heizen die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen an. In den ersten neun Monaten 2016 wurden so viele Wohnungen genehmigt wie seit 1999 nicht mehr. Auch viele Investoren spekulieren auf weitere Preissteigerungen und investieren in „Betongold“. Noch sieht die Bundesbank keine gefährlichen Übertreibungen am deutschen Immobilienmarkt. Allerdings verlocken die niedrigen Zinsen auch zum Schuldenmachen. Die Bundesbank warnt vor einem Schock bei steigenden Zinsen: „Finanzierungen, die unter den aktuellen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen, könnten sich dann als nicht nachhaltig herausstellen.“

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Lebensversicherungen

91 Millionen Lebensversicherungsverträge zählte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Ende vergangenen Jahres bundesweit. Damit hat rein rechnerisch jeder Bundesbürger mindestens eine Lebensversicherung - ein Altersvorsorge-Klassiker. Doch neue Verträge sind schon lange nicht mehr so attraktiv verzinst wie noch um die Jahrtausendwende.

Foto: dpa

Sparbuch

Das gute alte Sparbuch hat seinen Reiz bei den sicherheitsorientierten Deutschen trotz aktuell mickriger Zinsen keineswegs verloren. 44 Millionen Sparkonten zählten allein die seinerzeit 413 Sparkassen bundesweit zum Jahresende 2015. Gut 603 Milliarden Euro hatten die privaten Haushalte im 2. Quartal 2016 nach jüngsten Bundesbank-Zahlen als Spareinlagen und Sparbriefe angelegt.

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Wer vom Sparer zum Anleger werden möchte und nach Orientierung in der für ihn neuen Börsenwelt sucht, kann sich hier einen Überblick über die wichtigsten Begriffe und ihre Bedeutung verschaffen, von A wie Aktie bis Z wie Zertifikat, jede Woche ein neuer Begriff. So kann man schon nach kurzer Zeit mitreden – und vor allem mitdenken. Heute starten wir mit A wie Aktie, kommende Woche ist B wie Börse dran.

Schlechte Erfahrungen mit Aktien

Aktien sind spätestens seit dem fulminanten Boom und dem anschließenden Crash des Neuen Marktes in Deutschland in aller Munde und eigentlich längst Alltagsbegriff. Die Aktie ist also für die meisten Leute kein Fremdwort, trotzdem kann es helfen, sich immer wieder mal die Bedeutung des Begriffs vor Augen zu führen.

Oft schwingt gerade in Deutschland eine leicht negative Bedeutung mit, deren Ursprung in Zeiten des Neuen Markts liegt, als viele Anleger Ende der 1990er- bis Anfang der 2000er-Jahre zum ersten Mal mit Aktien experimentierten. Jungunternehmen aus der Internet- und Biotechbranche lockten damals mit Renditeträumen, die oft als Alptraum endeten. Auch privatisierte Anteile am ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Telekom wurden damals von Politikern und Managern zur Volksaktie stilisiert, für viele Anleger allerdings endete auch dieses Abenteuer mit Verlusten.

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Mancher schnappt im Laufe des Jahres nur ein paar Schlagworte zur Geldanlage, Versicherung und Rente auf. Was davon auch 2017 aktuell bleibt, wie man den Niedrigzinsen entkommt und Freude am Vermögen haben kann.

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Das Ende vom Lied: Aus frisch gebackenen Börsenenthusiasten, die sich teils gierig auf das Neue stürzten, wurden Aktienmuffel, die der Börse nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes für immer frustriert den Rücken kehrten. Unser kollektives Gedächtnis hat diese Erfahrung bis heute nicht wirklich verwunden.

Natürlich ist Vorsicht geboten, doch von negativen Vorurteilen gegenüber Aktien sollten Anleger sich verabschieden. Denn sie besitzen Eigenschaften, die sie unentbehrlich für die private Vermögensbildung machen

Wer eine Aktie kauft, wird zum Miteigentümer eines Unternehmens. Er wird zum Gesellschafter, also einer von vielen, denen das Vermögen der Aktiengesellschaft, abgekürzt AG, anteilig gehört. Das Wort Aktie bedeutet „Anspruch“ oder „Anrecht“. Gemeint ist das Eigentumsrecht des Aktionärs am Vermögen des Unternehmens, das die Aktie in Umlauf gebracht hat. Diese Rechte ergeben sich nicht etwa durch einen individuellen Vertrag des Aktionärs mit der Aktiengesellschaft, sondern durch das Aktiengesetz, dass für alle Aktien gilt. Deshalb lässt sich mit Aktien so leicht handeln. Durch die standardisierte Rechtslage weiß jeder gleich, woran er ist.

Inflation sabotiert Sparer

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Der deutliche Anstieg der Inflation hat die Sparer aufgeschreckt. Mit den niedrigen Zinsen auf ihre Ersparnisse verlieren sie jetzt Geld. Anleger müssen was riskieren, um es zu schützen.

von Andreas Toller

Unternehmen geben Aktien aus, um von den Aktionären langfristiges Kapital zu erhalten und dieses in hoffentlich zukunftsträchtige Investitionen zu stecken. Aktienkapital steht dem Unternehmen eigentlich für immer zu Verfügung und muss – anders als Kredite – nicht zu einem festen Zeitpunkt zurückgezahlt werden. Trotzdem sind Anleger nicht für Ewigkeiten an das Unternehmen gebunden, schließlich können sie ihre Aktien jederzeit an der Börse verkaufen. Das Risiko sinkender Kurse, also fallender Preise ihrer Aktien, tragen sie dabei selber. Dafür stehen ihnen aber auch die Kursgewinne zu. Der Aktienkurs wird ständig neu anhand von Angebot und Nachfrage berechnet. Er bezieht sich auf eine einzelne Aktie.

Die Eigentumsrechte des Aktionärs machen das Wertpapier Aktie auch zu einem Sachwert. Wer Aktien besitzt, dem gehört ein Teil der Immobilien, Patente, Maschinen, Rohstoffe und anderen hoffentlich wertvollen Vermögensgegenstände der Unternehmen, in die er per Aktienkauf investiert hat.

Platz 27: Aktien Nigeria

Euro-Investoren, die im vergangenen Jahr an der kleinen nigerianischen Börse investierten, machten ein sehr schlechtes Geschäft. Das lag gar nicht mal an den Aktien selbst, der Leitindex Nigeria All Share verlor zwar „nur“ sieben Prozent. Das lag vor allem daran, dass der bevölkerungsreichste afrikanische Staat stark von den Öleinnahmen ist. Doch am 20. Juni gab die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung Naira an den Dollar auf. Die darauf folgende deutliche Abwertung der Währung Naira zu vielen Währungen macht die Aktien aber zum weltweit größten Verlustbringer. Wer Anfang des Jahres theoretisch 100.000 Euro an der Börse in Nigeria investierte, hat jetzt nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Privatanleger können jedoch kaum in Nigeria direkt investieren, es gibt auch keine Zertifikate oder börsengehandelte Indexfonds auf den Nigeria All Share.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 26: Ghana

Auch gezielte Investitionen an der Börse in Ghana sind für hiesige Privatanleger kaum möglich. Das ist auch gut so. Denn der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, entwickelte sich sehr schlecht. Die agrarisch strukturierte  Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes,  schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein. Von 100.000 in Ghana investierten Euro blieben bis Jahresende nur 77.840 Euro übrig.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 25: Aktien Ägypten

Noch dramatischer als in Nigeria schlägt in Ägypten die Währungsentwicklung zu Buche. Dort gab die Zentralbank im November den Wechselkurs des ägyptischen Pfunds frei, das daraufhin abstürzte. Das bescherte Anlegern, die im Januar 100.000 Euro in den Leitindex EGX 30 investierten einen Verlust von 20.430 Euro, so dass nur noch 79570 Euro übrig bleiben. Das fast Tragische dabei: Die Abwertung beflügelten den Aktienmarkt. Der EGX 30 selbst gehört in Lokalwährungen gerechnet mit einem Plus von mehr als 70 Prozent zu den weltweit besten Börsen und stieg auf ein Rekordhoch nach dem anderen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 24: Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450 Euro übrig.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 23: Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell. Auf Jahressicht hat der Leitindex Footsie deshalb in Pfund gerechnet über 14 Prozent zugelegt und stieg Ende Dezember sogar auf ein Allzeithoch. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 22: Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro. Mexikos Leitindex IPC legte aber um zumindest rund sechs Prozent zu.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 21: Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 20: Aktien Euro-Zone

Der Euro Stoxx 50 Index für die 50 wichtigsten Werte im Euro-Raum hat in diesem Jahr enttäuscht. Seine massiven Verluste von über zwölf Prozent zur Jahresmitte hat er zwar wieder aufgeholt. Dennoch wurden aus zu Jahresbeginn 100.000 in den Index investierten Euro lediglich 100.770 Euro und damit nicht sehr viel mehr als auf dem Sparbuch. Am schlechtesten in ganz Europa schnitt die portugiesische Börse ab. Das Land zittert um die letzte verbliebene solide Bonitätsnote von der kleinen Ratingagentur DBRS. Portugals Leit-Aktienindex PSI 20 verlor in diesem Jahr mehr als elf Prozent.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 19: Deutsche Staatsanleihen

Die deutlichen Schwankungen bei Aktien und die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) ließen Investoren weltweit zu deutschen Bundesanleihen greifen. Die Folge: Am 14. Juni fiel selbst die Rendite der viel beachteten deutschen Staatsanleihe mit zehn Jahren Laufzeit erstmals unter null Prozent. im Juli sackte sie auf bis zu minus 0,22 Prozent ab. Seither sind zwar die Kurse gerade von Bundesanleihen mit mittlerer bis längerer Laufzeit zwar wieder etwas gefallen und die Renditen im Umkehrschluss gestiegen. Dennoch: Wer direkt im Januar für 100.000 Euro deutsche Bundesanleihen in allen Laufzeiten kaufte, hat jetzt 104.070 Euro auf dem Konto.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz: 18: US-Dollar

Der US-Dollar hat seit der Wahl von Donald Trump einen wahren Höhenflug. Mit dem Wahlsieg Trumps warfen Investoren ihre Skepsis über Bord und setzen darauf, dass der als unberechenbar geltende Amerikaner mit seiner Mischung aus Steuersenkungen und Infrastrukturausgaben die US-Konjunktur kräftig ankurbeln wird. Auf Jahressicht stieg der Dollar zum Euro um 4,11 Prozent. Aus 100.000 in den Greenback investierten Euro wurden so 104.110 Euro. Außerdem steigert der Dollar-Anstieg die Erträge von allen Anlagen, die in Dollar nominiert sind.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 17: US-Staatsanleihen

Seit dem Wahlsieg von Donald Trump sind amerikanische Staatsanleihen nicht mehr in Mode. Investoren fürchten einen Anstieg der Inflation, wenn der neue US-Präsident die Konjunktur über Infrastrukturausgaben ankurbelt, weil in den USA schon jetzt nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Zudem hat der gestiegene Ölpreis schon seit dem Sommer die Inflationserwartungen steigen lassen. Außerdem warten Investoren auf weitere Leitzinserhöhungen der US-Notenbank Fed. US-Staatsanleihen haben ihre zeitweise deutlichen Kursgewinne deshalb mehr als komplett abgegeben. Da die US-Treasuries aber zumindest noch etwas Zinsen bringen, lag der Gesamtertrag für US-Anleger aus Zinseinnahmen und Kursverlusten 2016 bei einem knappen halben Prozent. Euro-Anlegern spielte dagegen der Anstieg des Dollars zum Euro in die Hände. Wer im Januar für 100.000 Euro US-Staatsanleihen mit allen Laufzeiten kaufte, hat jetzt 104.170 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 16: Aktien Japan

Auch Japans Aktienindex Nikkei 225 hat sich beeindruckend vom über 18-prozentigen Verlust des ersten Halbjahres erholt. In japanischen und in japanischen Yen notierte der Index auf Jahressicht gerechnet 0,4 Prozent im Plus. Dazu trägt die Notenbank bei, die nicht nur japanische Staatsanleihen, sondern auch japanische Aktien kauft. Gleichzeitig hoffen auch die Japaner auf einen „Donald Trump light“ und setzen darauf, dass der US-Präsident weniger protektionistisch handeln wird als angedroht. Der japanische Yen verlor jedoch nach der Trump Wahl deutlich gegenüber dem Dollar und liegt auch gegenüber dem Euro seit Beginn des Jahres „nur“ noch sechs Prozent im Plus. Mitte des Jahres waren es noch fast 14 Prozent. Dennoch: Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Nikkei 225 investiert hat, kann sich über einen Gewinn von 6.250 Euro freuen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz: 15: Aktien Deutschland

Der Jahressschlussrally sei Dank. Nachdem der deutsche Leitindex Dax bis Mitte Februar um fast ein Fünftel eingebrochen war, fürchteten Anleger Schlimmes. Der Dax berappelte sich zwar wieder, schaffte es aber erst Anfang des Monats deutlich über den Schlussstand des Vorjahres. Unter dem Strich hat der Dax so im vergangenen Jahr 6,87 Prozent gewonnen. Aus 100.000 Euro wurden so 106.780 Euro. Interessant: Selbst wenn man die im Dax enthaltenden Dividenden herausrechnet kommt der Index auf ein reines Kursplus von zumindest 3,7 Prozent und schlägt somit den als reinen Kursindex berechneten Euro Stoxx 50 deutlich.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

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Platz 14: Euro-Unternehmensanleihen schwacher Bonität

Mit auf Euro lautenden Anleihen von Unternehmen, denen die Ratingagenturen nur eine schwache Bonität zubilligen konnten Anleger 2016 deutlich mehr verdienen als mit sicheren Bundesanleihen. Die Erträge aus den Kursgewinnen und den höheren Zinseinnahmen der sogenannten Junk-Bonds (Ramschanleihen) summieren sich im Schnitt auf 9,07 Prozent. Aus 100.000 investierten Euro wurden so 109.070 Euro. Anfang des Jahres gerieten wegen des schwachen Ölpreises zwar US-Junkbonds unter Druck. Das belastete auch die Euro-Papiere. Doch die Lage hat sich beruhigt – außerdem greifen im Niedrigzinsumfeld immer mehr Investoren zu Anleihen mit höheren Zinsen. Dazu kommt: Da die Europäische Zentralbank (EZB) Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität kauft, drängt sie Anleger förmlich dazu auf andere Bonds auszuweichen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

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Platz 13: Magere Schweine

Nicht nur Öl, Industrierohstoffe, Metalle und Agrarrohstoffe können Anlegern an Terminbörsen handeln sondern auch landwirtschaftliche Produkte. Dazu gehören auch an der Chicago Mercantile Exchange gehandelten Terminkontrakte auf Nutztiere. Besonders auffällig erholte sich dabei 2016 der im Vorjahr deutlich gefallene Preis für Magere Schweine. Da gleichzeitig der Dollar stieg, machten Investoren, die an der Chicagoer Terminbörse 100.000 Euro investierten, einen Gewinn von 11.000 Euro. Die Preise für Mastvieh und Lebendrinder fielen dagegen deutlich.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 12: Gold

Nach einer fünfjährigen Talfahrt glänzte Gold im Jahr 2016 wieder. Das gelbe Metall war zwar in Dollar gerechnet mit einem Plus von rund acht Prozent nicht der Top-Performer unter den Rohstoffen. Aus 100.000 investierten Euro wurden aber letztlich 112.040 Euro. Bis zum Sommer war der Goldpreis in Dollar gerechnet sogar um knapp 30 Prozent geklettert. Nach den US-Wahlen schmolzen die Gewinne aber ab Die Aussichten auf eine starke US-Wirtschaft unter Trump und auf drei weitere Zinsschritte der US-Notenbank Fed im Jahr 2017 ließen den Dollar klettern und den Goldpreis fallen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 11: Aktien Schwellenländer

Die Aktien der Schwellenländer haben gemessen am Dollar-Index MSCI Emerging Markets im Jahr 2016 8,5 Prozent zugelegt. Damit erholten sie sich zumindest zum Teil von ihrem Absturz des Vorjahres – wobei die Spreizung zwischen den einzelnen Emerging Markets groß ist. Wer jedoch 100.000 Euro in den MSCI Emerging Markets oder einen entsprechenden börsengehandelten Indexfonds investiert, machte – ohne Transaktionskosten – dank Index- und Dollar-Anstieg einen Gewinn von 12.710 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 10: Anleihen Schwellenländer

Wie die Anleihen von Unternehmen mit schwacher Bonität profitierten auch die Anleihen von Schwellenländern von der verzweifelten Suche der Investoren nach höheren Zinseinnahmen. Die zuletzt gestiegenen Kapitalmarktzinsen – sprich Anleiherenditen – in den USA belasteten zwar gerade die auf Dollar lautenden Anleihen der Schwellenländer. Dennoch: Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in einen auf Dollar-Emerging-Market Bonds lautende Anleihen investierte, kann sich jetzt über ein auf 113.200 Euro gewachsenes Depot freuen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 9: Aktien USA

Auch die US-Börsen stürzten bis Februar im Sog der Angst um die Entwicklung in China und den fallenden Ölpreis ab. Sie erholten sich aber wesentlich deutlicher als ihre europäischen Pendants. Und mit der Wahl von Donald Trump starteten die US-Börsen noch einmal richtig durch – auch wenn der Dow Jones Index die Rekord-Marke von 20.000 Punkten knapp verpasste. „Die Rally ist davon getrieben, dass es endlich einen Wechsel in Washington gibt“, sagt Ted Weisberg, Chef und Gründer von Seaport Securities an der Wall Street. In Dollar gerechnet hat der Dow im vergangenen Jahr gut 13 Prozent gewonnen – in Euro gerechnet waren es 16,14 Prozent.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: REUTERS

Platz 8: Silber

Der kleine Bruder des Goldpreises hat Gold im vergangenen Jahr deutlich geschlagen. In Dollar gerechnet stieg der Silberpreis um rund 15 Prozent, in Euro sind es sogar 18,56 Prozent. Dabei profitiert Silber davon, dass es auch als Industriemetall gilt. Und die waren 2016 wegen der insgesamt doch weltweit etwas besseren Konjunktur gefragt. Aus 100.000 in Silber angelegten Euro wurden 118.560 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 7: Zucker

Die Preise vieler Agrarrohstoffe sind 2016 ebenfalls deutlich gestiegen – am deutlichsten der für Rohrzucker – auch wenn über die Hälfte der Performance seit dem Herbst wieder abgeschmolzen ist. Wer an den Terminbörsen zu Jahresbeginn 100.000 Euro in Zucker anlegte, hat jetzt 132.950 Euro auf dem Konto. Grund für den Anstieg sind Aussichten auf eine sinkende Produktion. Ähnlich ist es bei Kaffee, Baumwolle und Kakao. Ein höheres Angebot ließ dagegen die Preise für Mais und Weizen fallen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 6: Aktien Russland

Die russische Börse hat schwere Turbulenzen hinter sich. Vom Absturz zu Beginn des Jahres erholten sich aber sowohl der Leitindex Micex als auch der Rubel deutlich. Hauptgründe dafür sind der steigende Ölpreis und nach der Trump-Wahl die Hoffnung auf ein besseres politisches Verhältnis zwischen den USA und Russland. In Rubel gerechnet stieg der Micex in diesem Jahr unter dem Strich um rund Prozent, die Aufwertung des Rubels gegenüber dem Euro machte aus 100.000 in Russland angelegten Euro sogar 152.950 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 5: Öl

Der weitere Verfall des Ölpreises schockte die Anleger zu Jahresbeginn. Bis auf das Zwölfjahrestief von 27 Dollar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Bren bis zum Februar. Er erholte sich aber deutlich, in der Hoffnung darauf, dass die Ölstaaten die Fördermengen begrenzen. Ende 2016 beschloss die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) dann tatsächlich ab 2017 weniger Öl zu fördern. Das verhalf dem Ölpreis zuletzt auf einen Stand von knapp 54 Dollar. Das machte aus 100.000 in Öl-Terminkontrakte investierten Euro am Jahresende 161.080 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 4: Zink

Auch Zink kann hübsch verarbeitet werden, gilt aber vor allem als Industriemetall und war 2016 der Rohstoff mit dem höchsten Preisanstieg. Rund die Hälfte allen Zinks wird für Korrosionsschutz verwendet. Zusätzlich wird Zink unter anderem in Batterien oder für Gussformen verwendet. Einer der Gründe für die Hausse ist das anhaltende globale Defizit. So erwartet der Verband der Blei-und Zinkbranche, dass das Angebot auch 2017 hinter der Nachfrage zurückbleiben wird. Im vergangenen Jahr stieg der Zinkpreis in Euro gerechnet um 62,84 Prozent.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 3: Aktien Kasachstan

Gerade mal neun Werte sind im kasachischen Leitindex Kase notiert – doch die hatten es 2016 in sich. Das zentralasiatische Land ist der zweitgrößte Ölexporteur im postsowjetischen Raum und profitierte damit deutlich vom seit Mitte Februar wieder gestiegenen Ölpreis. Dabei gilt generell das die Werte an kleinen illiquiden Börsen deutlich stärker schwanken als an großen Märkten. Im vergangenen Jahr sprach das Pendel dabei für die Anleger: Wer 100.000 Euro in den Kase-Index investierte, machte einen Gewinn von 66,27 Prozent. Dabei entfiel ein mit anderen Ländern vergleichsweise geringer Teil auf die Aufwertung der Landeswährung.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 2: Aktien Peru

Für Investoren war die Wahl ein Traum: Pablo Kuczynski, der im Sommer gewählte Präsident Perus, ein ehemaliger Wall Street Banker und gilt als liberal und wirtschaftsfreundlich. Die Börse in Peru begann schon vor Wochen vor der Wahl zu feiern. Dazu sind im Leitindex Peru General S&P/BVL viele Minenwerte notiert – und die profitierten vom Anstieg der Minenpreise. Der Index stieg im vergangenen Jahr um 59 Prozent. Die Aufwertung des Sols gegenüber dem Euro machte daraus bei einer Investition von 100.000 Euro für hiesige Investoren einen Gewinn von 67.210 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Börse allerdings ein Drittel verloren. Das zeigt wie riskant Einzelwetten auf Schwellenländer sind.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: REUTERS

Platz 1: Aktien Brasilien

Der brasilianische Aktienmarkt war 2016 kaum zu bremsen. Auch er startete zwar mit den Weltbörsen schwach, startete dann aber richtig durch. Vor allem das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff die Aktienkurse nach oben, weil dadurch die Präsidentin abgelöst wurde, die das Land in die Rezession und den größten Korruptionsskandal aller Zeiten getrieben hatte. Dass inzwischen auch gegen die Regierung und Ihren Präsidenten Michel Temer Korruptionsvorwürfe bestehen, bremste die Hausse nicht – ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Land immer noch in der Rezession feststeckt. Sei es drum – in der Landeswährung gerechnet stieg Brasiliens Leitindex Bovespa um 39 Prozent. Noch deutlicher wertete die Landeswährung Real auf – auch wenn sie seit den US-Präsidentschaftswahlen wieder etwas verloren hat. Unter dem Strich machten Anleger, die Anfang vergangenen Jahres 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investierten einen Gewinn von 76.160 Euro. So viel gab es in keiner anderen Anlageklasse.

Foto: dpa

Aus diesem Grund profitieren Aktien derzeit von der viel zitierten Flucht in Sachwerte. Während niedrige bis negative Zinsen den Wert von Geldvermögen wie Bankguthaben oder Rentenansprüchen schrumpfen lassen, verbriefen Aktien dagegen einen Anteil an greifbaren Wirtschaftsgütern in der Bilanz der Aktiengesellschaft.

Eigentum bedeutet Risiko

Nun besitzen Aktionäre zwar Eigentumsrechte an ihren Unternehmen. Sie haben aber keinen Anspruch auf Rückzahlung des investierten Kapitals. Geht ihre Aktiengesellschaft Pleite, stehen sie bei der Verteilung des restlichen Vermögens ganz hinten in der Schlange. Ganz vorn stehen die Kreditgeber wie Banken und Lieferanten, die vom Insolvenzverwalter zuerst bedient werden, weil sie vertraglich garantierte Ansprüche gegen die Aktiengesellschaft haben. Für die Aktionäre bleibt bei Pleiten in der Regel nichts übrig.

Die Aktie verbrieft auch das Recht, bei den jährlichen Hauptversammlungen mit abzustimmen. Privatanleger vernachlässigen das meist, weil sie im Gegensatz zu Großaktionären keine wesentlichen Beteiligungen halten. Aktionärsvertreter können den auf viele Anleger verteilten Streubesitz an Aktien jedoch bündeln, damit die Interessen der Minderheitsaktionäre nicht ganz unter den Tisch fallen.

Wichtiger für die Geldanlage ist dagegen die Beteiligung jeder Aktie und ihres Besitzers an den ausgeschütteten Gewinnen. So lässt sich mit Aktien regelmäßig Geld verdienen. Die Dividenden treten an die Stelle des Zinses, den es früher auf die Spareinlagen gab.

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Bei Privatanlegern ist der Anteil am Gesamtvermögen der Gesellschaft natürlich winzig. Aber die private Geldanlage zielt auch nicht darauf ab, einen wesentlichen Anteil an einem einzelnen Unternehmen zu erwerben – was für den Einzelnen ohnehin utopisch wäre und sowieso nur institutionellen Großinvestoren mit ihren riesigen Portfolios möglich ist. Anleger dagegen sollten ihr Geld auf möglichst viele zukunftsträchtige Unternehmen verteilen, damit sich das Vermögen mit dem langfristigen Wirtschaftswachstum und dem hoffentlich voranschreitenden technischen und organisatorischen Fortschritt mehrt.

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Natürlich ist es möglich, direkt einzelne Aktien Stück für Stück zu kaufen und so sein digitales Depot etwa bei einer Direktbank mit handverlesenen Werten aufzufüllen. Dabei fallen allerdings jedes Mal recht hohe Gebühren an, sodass eher höhere Beträge etwa im 1000-Euro-Bereich auf einen Schlag investiert werden sollten. Wer sein Aktienvermögen in kleineren Schritten aufbauen will, der kann auf Wertpapiersparpläne zurückgreifen.

Dabei bucht die Bank monatlich überschaubare Raten vom Sparkonto ab, die dann in Aktien gesteckt werden. Das diszipliniert beim regelmäßigen Sparen und nimmt Anlegern die Entscheidung ab, wann genau sie in welches Papier investieren sollen. Auch mit dem Kauf von Anteilen an Aktienfonds kann man indirekt und breit gestreut in den Aktienmarkt investieren.

Anlegeralphabet
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Welche Aktienarten es gibt

Das Grundkapital von Aktiengesellschaften ist in unzählige einzelne Aktien unterteilt. Bei der Commerzbank AG zum Beispiel besteht das Grundkapital aus mehr als 1,2 Milliarden Aktien. Die Anteilsscheine eines Unternehmens sind immer gleich viel wert und lassen sich dadurch standardisiert über die Börse handeln. Allerdings gibt es unterschiedliche Aktienarten, oft auch bei demselben Unternehmen.

Am besten geeignet für den einfachen Handel über das Onlinedepot und am weitesten verbreitet sind Inhaberaktien wie etwa die der Commerzbank, eine Art Bargeld für die Börse. Wer sie im Depot hat, dem gehören sie auch, deshalb lassen sie sich ohne bürokratischen Aufwand kaufen und verkaufen. Weniger üblich und für die private Anlage sperrig sind Namensaktien, bei deren Übertragung der neue Besitzer dem Unternehmen gemeldet werden muss.

Vorzugsaktien wiederrum verbriefen im Unterschied zu standardisierten Stammaktien speziell gestaltete Rechte. Ihren Eigentümern steht zum Beispiel ein besonders hoher Anteil an den Dividenden zu, dafür entfallen oft die Stimmrechte für die Abstimmungen auf den Hauptversammlungen oder sie sind eingeschränkt.

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