Donald Trumps Antrittsrede im Wortlaut: "Dieses Massaker Amerikas endet hier und jetzt"
Donald Trump reckt den Daumen empor bei seiner Antrittsrede.
Foto: REUTERS„Präsident des obersten Gerichtshofes Roberts, Präsident Carter, Präsident Clinton, Präsident Bush, Präsident Obama, meine amerikanischen Mitbürger und Menschen aller Welt, ich danke euch.
Wir, die Bürger Amerikas, sind nun in einer großen nationalen Anstrengung geeint, unser Land wiederaufzubauen und seine Hoffnung für unser ganzes Volk wiederherzustellen.
Gemeinsam werden wir den Kurs Amerikas und der Welt für viele, viele Jahre lang bestimmen. Es wird Herausforderungen und schwierige Situationen geben, aber wir werden es schaffen.
Alle vier Jahre kommen wir auf diesen Stufen für die geordnete und friedliche Machtübergabe zusammen. Und wir sind Präsident Obama und der First Lady Michelle Obama für ihre freundliche Hilfe in dieser Übergangszeit dankbar. Sie waren großartig. Danke.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier schrieb in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag", mit Trumps Wahl sei die alte Welt des 20. Jahrhunderts endgültig vorüber. Er setze darauf, "dass wir in Washington aufmerksame Zuhörer finden, die wissen, dass auch große Länder Partner brauchen in dieser Welt, und die bereit sind, ihren Weg gemeinsam mit guten Freunden und bewährten Bündnispartnern zu gehen". Wichtig für Deutschland seien Freihandel, Austausch und das Zusammenstehen gegen Extremismus und Terrorismus.
Foto: dpaJapans Regierungschef Shinzo Abe gratulierte Trump „von Herzen“ und freute sich auf Zusammenarbeit, um „Frieden und Wohlstand der Asien-Pazifik Region sicherzustellen und verschiedene Herausforderungen, denen sich die internationale Gemeinschaft gegenübersieht, anzugehen“. Er freue sich darauf, die „standhafte Beziehung zwischen Japan und den Vereinigten Staaten weiter zu stärken“, basierend auf der Beziehung von Vertrauen zwischen uns“, schrieb Abe an Trump. Er wünsche ihm „großen Erfolg“.
Foto: APBundeskanzlerin Angela Merkel pocht nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump auf die Einhaltung internationaler Regeln und einen respektvollen Umgang miteinander. Am besten sei es für alle, wenn es ein "regelbasiertes, auf gemeinsamen Werten beruhendes, gemeinsames Agieren" gebe, sagte Merkel am Samstag nach einer Klausurtagung der baden-württembergischen CDU im Kloster Schöntal. Dies gelte etwa für die internationale Wirtschafts- und Handelsordnung. Auch im Bereich der Verteidigung müssten im Rahmen bestehender Bündnisse Beiträge geleistet werden.
Darüber hinaus betonte Merkel, das transatlantische Verhältnis werde in den nächsten Jahren nicht weniger wichtig als es in der Vergangenheit gewesen sei. "Selbst wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, sind Kompromisse, sind Möglichkeiten, immer dann am besten zu finden, wenn man eben in Respekt miteinander sich austauscht." Deutschland werde versuchen, im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft dazu einen Beitrag zu leisten.
Foto: dpa"Er (Trump) meint, dass alles, was gut für Amerika ist, getan werden muss. (.) Wir werden also seine Politik berücksichtigen. Zuerst kommt das, was gut für Bulgarien ist, dann (das, was) für die anderen Staaten (gut ist)", sagt der scheidende bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow zur Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump.
Foto: dpa"Gratulation @realDonaldTrump. Ich wünsche Ihnen das Beste zu Ihrer Präsidentschaft. Hoffentlich können wir die transatlantischen Bande stark halten.“ In einem Schreiben an Trump zeigt sich Ministerpräsident überzeugt, dass die „tiefe und warme Freundschaft“ beider Länder „weiter blühen wird", sagte Lars Lokke Rasmussen, der dänische Ministerpräsident.
Foto: APBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die Europäer nach der Amtsübernahme zum Zusammenhalt aufgerufen. Trumps Wahl sei das "Ergebnis einer schlimmen Radikalisierung in der amerikanischen Gesellschaft", sagte der SPD-Chef im ZDF. Die erste Lehre, die man daraus ziehen müsse, sei, dass man in Deutschland und in Europa eine solche Radikalisierung verhindern müsse. Wer sage, man müsse abwarten, so schlimm werde es nicht kommen, irre, mahnte Gabriel. "Der meint es bitterernst. Das waren heute hoch nationalistische Töne", sagte der SPD-Chef zur Antrittsrede Trumps. "Der meint es wirklich ernst, und ich glaube, wir müssen uns warm anziehen."
Foto: dpaIsraels Premier Benjamin Netanjahu sieht der Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten Trump optimistisch entgegen. „Glückwunsch an meinen Freund Präsident Trump“, schrieb Netanjahu am Freitag vor der Amtseinführung des Republikaners auf Twitter. „Freue mich darauf, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um die Allianz von Israel und den USA stärker denn je zu machen.“
Zu Barack Obama hatte Netanjahu ein eher schwieriges Verhältnis - er erwartet nun eine neue Israelpolitik der USA. Dazu soll unter anderem der Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem gehören.
Foto: dpaDer scheidende US-Präsident Barack Obama hat sich auf dem offiziellen präsidialen Twitter-Nutzerkonto von seinen Followern verabschiedet. „Es ist die Ehre meines Lebens gewesen, Euch zu dienen“, schrieb Obama am Freitag auf dem @POTUS-Account. „Ich bitte Euch weiterhin darum, zu glauben - nicht an meine Fähigkeit, Wandel zu bringen, sondern an Eure. Ich glaube an Wandel, weil ich an Euch glaube.“Gleichzeitig bat Obama seine Landsleute, ihre Gedanken zu seiner neuen Stiftung mitzuteilen. „Ich werde nicht aufhören. Ich werde als ein Bürger bei Euch sein, inspiriert durch Eure Stimmen der Wahrheit und Gerechtigkeit, guter Laune und Liebe.“
Foto: REUTERSErster Beifall für Präsident Trump aus Großbritannien: Der ehemalige Chef der EU-feindlichen Ukip-Partei, Nigel Farage, hat die erste Rede des neuen US-Präsidenten als „sehr stark“ gelobt. Trump meine es ernst, twitterte Farage kurz am Freitag kurz nach der Amtseinführung des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Trump sagte bei seiner Rede unter anderem, alles solle sich dem Motto „Amerika zuerst“ beugen.
Farage, der als einer der einflussreichsten Brexit-Befürworter gilt, hatte Trump im Wahlkampf unterstützt. Kurz nach dessen Wahl düpierte er die britische Regierung, indem er Trump in New York traf.
Foto: REUTERSKanadas Premierminister Justin Trudeau hat die starken Wirtschaftsbeziehungen der beiden Nachbarländer betont. Die USA und Kanada hätten „solide Handels- und Investitionsbeziehungen und integrierte Wirtschaften, die Millionen kanadischer und amerikanischer Jobs unterstützen“, teilte Trudeau am Freitag mit.
Der linksliberale Trudeau, der sich für globalen Handel stark macht, spielt damit offenbar auf eine mögliche Auseinandersetzung um das Nafta-Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko an. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, Nafta neu verhandeln oder sogar aufkündigen zu wollen. Er verfolgt eine protektionistische Handelspolitik und erklärte auch in seiner Antrittsrede, der Schutz amerikanischer Wirtschaftsinteressen habe für ihn höchste Priorität.
Foto: REUTERSFrankreichs Präsident François Hollande hat Trumps Ankündigung neuer Handelsschranken kritisiert. Hollande erklärte es für falsch, „die Grenzen zu schließen, wie einige es uns empfehlen, wie derjenige, der heute seinen Amtseid ablegt“. „Wir sind in einer globalen und offenen Wirtschaft“, sagte der Staatschef. „Und es ist nicht möglich, und es ist auch nicht wünschenswert, sich von der Weltwirtschaft isolieren zu wollen.“
Foto: dpaDie Grünen haben die Antrittsrede Trumps als „Rede eines Populisten“ kritisiert. Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt twitterte: „Grenzen dicht machen, Amerika zuerst und das Blut der Patrioten. Mir ist sehr kalt.“
Trump hatte in seiner Rede unter anderem eine Politik der Abschottung angekündigt. Diese werde zu mehr Wohlstand und neuer Stärke der USA führen. Die Vergessenen würden nicht länger vergessen werden.
Foto: dpaLinksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat sich positiv zu außenpolitischen Ankündigungen des neuen US-Präsidenten geäußert. „Von Trump gibt es sehr unterschiedliche Signale, auch ein paar positive, zumindest außenpolitisch“, sagte Wagenknecht der Tageszeitung „Neues Deutschland“ (Samstag). Sie verwies auf Trumps Ankündigung, das Verhältnis zu Russland zu verbessern. „Das wäre ein wichtiger Schritt zu einer stabileren und friedlicheren Welt“, so Wagenknecht.
Foto: dpaRusslands Nachbar Estland freut sich auf die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump als „standhaften Nato-Verbündeten“. Estland ist wegen der russischen Rolle in der Ukraine-Krise um seine Sicherheit besorgt. „Wir freuen uns darauf, unsere engen bilateralen Beziehungen in vielen Schlüsselbereichen weiterzuentwickeln, einschließlich Verteidigung und Cyber-Sicherheit“, schrieb Präsidentin Kersti Kaljulaid zur Amtseinführung an Trump. Kaljulaid betonte, dass der Baltenstaat eines der fünf Nato-Mitglieder sei, die bei ihren Verteidigungsausgaben den Zielwert von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichten. „Wir ermutigen andere Verbündete nachdrücklich, das Gleiche zu tun“, schrieb sie an Trump.
Foto: APDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Trump zum neuen Amt gratuliert. „Viel Erfolg beim noblen Ziel, die freie Welt anzuführen“, twitterte der Staatschef in Kiew am Freitag. Er hoffe auf eine „effektive Zusammenarbeit“ mit der neuen US-Regierung.
In der Ukraine wurden die russlandfreundlichen Äußerungen Trumps vor dessen Amtsantritt mit Sorge aufgenommen. Die prowestliche Führung in Kiew befürchtet, dass eine Annäherung zwischen Russland und den USA der Ukraine schaden könnte. In den vergangenen Jahren hatte Washington das krisengeschüttelte Land mit Hilfe in Milliardenhöhe gestützt.
Foto: dpaDer dänische Außenminister Anders Samuelsen erwartet nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Veränderungen in der Zusammenarbeit mit den USA. „Es wird natürlich eine ungewöhnliche Art der Kooperation sein, weil Donald Trump ein ungewöhnlicher Mann ist. In vielerlei Hinsicht agiert er anders als wir das bei Barack Obama gewohnt waren“, sagte Samuelsen der Nachrichtenagentur Ritzau. Trumps Antrittsrede habe gezeigt, dass Amerika an erster Stelle kommen werde. „Doch das gilt überall auf der Welt. Das eigene Volk liegt einem am nächsten“, so der Außenminister. Es bedeute nicht, dass Trump nichts mehr mit anderen zu tun haben wolle.
Foto: dpaMit mahnenden Worten hat Litauens Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite auf die Amtseinführung Trumps reagiert. „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“, schrieb sie am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Sie „vertraue der globalen Führungsrolle der USA“.
Litauen ist wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine besorgt um die eigene Sicherheit. Im Zuge der verstärkten Nato-Präsenz in Osteuropa wird die Bundeswehr in dem Baltenstaat in diesem Jahr ein Nato-Bataillon anführen. Grybauskaite gehört in der Ukrainekrise zu den lautesten Kritikern Moskaus.
Foto: REUTERSDie US-Raumfahrtbehörde Nasa hat zu Ehren Trumps Fotos aus dem Weltall getwittert. Die vier Archivbilder zeigen die amerikanische Hauptstadt Washington, wo Trump eine halbe Stunde vor dem Nasa-Tweet den Amtseid abgelegt hatte. „Ich liebe die Nasa. Ich liebe das, wofür sie steht“, hatte der Republikaner im Wahlkampf gesagt, aber auch bemerkt, dass es bei der Behörde mit 17.000 Mitarbeitern „größere Probleme“ gebe.
Mangels konkreter Aussagen rätselt die Nasa, welche Schritte Trump im Bezug auf die langen und sehr teuren Missionen unternehmen wird. Möglich scheint, dass er die Erforschung des Mars einschränkt und dagegen eine Rückkehr zum Mond vorantreibt, um dort nach Ressourcen und möglicherweise sogar Siedlungsraum für Menschen zu suchen.
Foto: ScreenshotPapst Franziskus ruft Trump dazu auf, sich auch um die Armen und um die Ausgestoßenen zu sorgen. „In einer Zeit, in der unsere menschliche Familie heimgesucht wird von schweren humanitären Krisen, die weitsichtige und gemeinschaftliche politische Antworten brauchen, bete ich dafür, dass Ihre Entscheidungen von den reichen spirituellen und ethischen Werten geleitet sein werden, die die Geschichte des amerikanischen Volkes und die Verpflichtung Ihrer Nation zur Förderung der Menschenwürde und der Freiheit weltweit geprägt haben“, heißt es in einer Mitteilung.
Foto: REUTERSDer demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders macht den Menschen in den USA vor der Amtseinführung Trumps Mut - auch wenn es ihm schwerfällt. „Heute wird ein schwieriger Tag für Millionen von Amerikanern, auch für mich“, sagte der Senator aus dem Bundesstaat Vermont in einer am Freitag auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft. Aber die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen, sei die falsche Antwort, fügte er hinzu. „Wir müssen uns wehren.“
Der 75-Jährige war im Vorwahlkampf der Demokraten Hillary Clinton unterlegen.
Foto: REUTERSAm Rande der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump ist es im Stadtkern von Washington zu gewaltsamen Protesten gekommen. Gegen eine Gruppe dunkel gekleideter Demonstranten setzte die Polizei am Freitag offenbar Pfefferspray ein. Protestierende trugen Schilder, auf denen sie Trump und den Kapitalismus verurteilten. Die Polizei umzingelte rund 100 Personen, die „Hände hoch, nicht schießen“ riefen.
Foto: APEU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker fordert Trump auf, den Schulterschluss mit der EU in internationalen Fragen nicht aufzukündigen. Er geht einem "Spiegel"-Vorabbericht zufolge davon aus, dass es noch einige Zeit dauern werde, bis Trump den Vorteil der transatlantischen Zusammenarbeit erkenne und die "Fülle europäischer Feinheiten entdeckt haben wird".
Foto: REUTERSHillary und Bill Clinton steigen am Kapitol aus ihrem Wagen. Hillary Clinton teilt über Twitter mit, dass sie an Trumps Amtseinführung aus Respekt vor der Demokratie und deren Werte teilnimmt. "Ich werde nie aufhören, an unser Land und seine Zukunft zu glauben."
Foto: REUTERSMexikos Regierung dringt auf einen raschen Termin für ein Treffen mit Trump. Kommende Woche werde es auf hoher Ebene bilaterale Gespräche in Washington geben, sagt Außenminister Luis Videgaray. Ein direktes Zusammentreffen Trumps mit Präsident Enrique Pena Nieto erwarte er dann wenige Tage oder Wochen danach. Trump will das Freihandelsabkommen Nafta auf den Prüfstand stellen und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen.
Foto: REUTERSDie 16 Jahre alte Sängerin Jackie Evancho, die bei Donald Trumps Amtseinführung als US-Präsident die Nationalhymne singt, hält ihren Auftritt in Washington D.C. nicht für politisch. „Ich habe mich entschieden, das zu machen, weil es eine Ehre ist, für mein Land aufzutreten und es zu repräsentieren“, sagte Evancho dem britischen TV-Sender Sky News. „Für mich geht es dabei nicht um Politik. Vielleicht ist das bei anderen Leuten so, aber nicht bei mir.“ Evancho war 2010 bei der Casting-Show „America's Got Talent“ Zweite geworden, dem Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“.
Viele Stars hatten es abgelehnt, bei Trumps Amtseinführung aufzutreten. Bei Barack Obamas Zeremonie 2013 hatte R&B-Star Beyoncé die Hymne „The Star-Spangled Banner“ gesungen.
Foto: REUTERSAnlässlich der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat CSU-Chef Horst Seehofer für einen angemessenen Dialog mit den USA geworben. „Ich finde, wir sollten uns als Deutsche um ein vernünftiges Verhältnis zu den Vereinigten Staaten kümmern“, sagte Seehofer am Freitag in München. Das bedinge auch ein Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Trump „in absehbarer Zeit“. „Nach meiner Erfahrung führt der Dialog auch zu mehr gegenseitigem Verständnis“, sagte Seehofer und betonte: „Wir brauchen die Amerikaner, und die Amerikaner brauchen uns.“
Zugleich betonte Seehofer, Trump sei in einer demokratischen Wahl gewählt worden, das müsse man respektieren. Auch er selbst sei so groß geworden in der Politik, „dass man die Entscheidungen der Bürger respektiert, und nicht erst dann den Respekt walten lässt, wenn einem eine Entscheidung auch gefällt“, sagte der Ministerpräsident.
Foto: dpa„Der Himmel weint in Washington...“, schrieb Ex-Tennisstar Boris Becker mit Blick auf den Regen während Trumps Vereidigung am Freitag auf Twitter. Wenig später ergänzte er: „Familie Obama verlässt Washington mit dem Helikopter, wir alle hoffen, Familie Trump ist halb so gut...“ Schon am Wahltag im November hatte Becker klargemacht, wen er unterstützt. „Hoffe nur, Amerika macht das Richtige heute... #HillaryClintonForPresident“, schrieb er damals.
Foto: dpa
Die heutige Zeremonie, jedoch, hat eine ganz besondere Bedeutung. Denn heute übergeben wir die Macht nicht nur von einer Regierung an die andere oder von einer Partei an die andere, sondern wir nehmen die Macht von Washington D.C. und geben sie an euch, das Volk, zurück.
Zu lange hat eine kleine Gruppe in der Hauptstadt unseres Landes von der Regierung profitiert, und das Volk hat die Kosten getragen. Washington blühte, aber das Volk hat nichts von dem Reichtum gehabt. Politikern ging es gut, aber die Arbeitsplätze wanderten ab und die Fabriken schlossen. Das Establishment schützte sich selbst, aber nicht die Bürger unseres Landes. Ihre Siege waren nicht eure Siege, ihre Triumphe waren nicht eure Triumphe. Und während sie in der Hauptstadt unseres Landes feierten, gab es für Familien am Existenzminimum in unserem ganzen Land wenig zu feiern.
All das ändert sich hier und jetzt. Denn dieser Augenblick ist euer Augenblick. Er gehört euch. Er gehört allen, die heute hier versammelt sind, und allen, die in ganz Amerika zuschauen. Dies ist euer Tag, dies ist eure Feier, und dies, die Vereinigten Staaten von Amerika, ist euer Land.
Arbeitsplätze
Im Vergleich mit anderen, zum Beispiel südeuropäischen, Industrieländern ist die Arbeitslosenquote in den USA relativ niedrig - dennoch hat Trump versprochen 25 Millionen Jobs in der ersten Amtszeit neu zu schaffen.
Foto: REUTERSEinwanderung und Einreise
Seine einwanderungspolitischen Versprechen sind zentral für den Wahlerfolg gewesen:
- Bau einer Mauer auf der kompletten Grenze zu Mexiko, für die Mexiko bezahlt
- Abschiebung von zwei Millionen illegalen Immigranten
- „Extreme Überprüfung“ aller Einreisenden
- Einstellung von Visa an Angehörige von Staaten, die „kriminelle illegale Einwanderer“ nicht „zurücknehmen“
- Verschärfung der Visa-Regeln
Foto: APGesundheit
Der Widerstand gegen die obligatorische Gesundheitsversicherung "Obamacare" gehört seit Jahren zu den großen Aufregerthemen der Republikaner. Trump versprach, die Versicherung abzuschaffen.
Foto: REUTERSHandel
Für Wirtschaftsunternehmen und Regierungen außerhalb der USA machen sich vor allem Sorgen um seine protektionistische Handelspolitik. Trump hat angekündigt, das Handelsabkommen Nafta mit Mexiko und Kanada neu verhandeln zu wollen und sich aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP zurückzuziehen.
Foto: dpaOberstes Gericht
Durch die Bestimmung der Nachfolger von verstorbenen Bundesrichtern können Präsidenten die US-Politik langfristig mitprägen - der Senat muss allerdings zustimmen.
Foto: REUTERSRegulierungen
Trump versprach, die Bürokratie für Unternehmen zu mindern. Für jede neue Regulierung sollen zwei alte abgeschafft werden
Foto: dpaSteuern
Trump verspricht, die Steuerlast insgesamt zu erleichtern (zum Beispiel soll die Unternehmenssteuer von 35 auf 15 Prozent gesenkt werden) und das System durch die Reduzierung der Steuerklassen von sieben auf drei zu vereinfachen.
Foto: dpaUnternehmen
Schon vor seiner Amtseinführung sorgte Trumps Ankündigung von Strafzöllen für Unternehmen, die Arbeitsplätze ins Ausland (zum Beispiel Mexiko) verlegen, für viel Unruhe nicht zuletzt beim deutschen Autokonzern Volkswagen.
Foto: dpaUmwelt/Klima
Naturschutz hat bei Trump einen ganz schweren Stand. Er will „Begrenzungen“ für Jobs in der Energiebranche aufheben, gestoppte Pipeline- und andere Infrastrukturprojekte wiederbeleben. Und nicht zuletzt: Zahlungen an UN-Klimaprogramme einstellen.
Foto: APVerteidigung
Den Etat für die Streitkräfte kündigte Trump an, deutlich zu steigern. Der Kampf gegen den IS ist ihm ein Kernanliegen.
Foto: dpa/dpawebWirtschaftswachstum
Als Ergebnis seiner wirtschafts- und fiskalpolitischen Maßnahmen verspricht Trump ein Wachstum von vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Foto: AP
Worauf es wirklich ankommt, ist nicht, welche Partei unsere Regierung führt, sondern ob unsere Regierung vom Volk geführt wird.
Der 20. Januar 2017 wird als der Tag in der Erinnerung bleiben, an dem das Volk wieder zu den Herrschern dieser Nation wurde.
Die vergessenen Männer und Frauen unseres Landes werden nicht mehr vergessen sein.
Alle hören jetzt auf euch. Ihr seid zu Millionen gekommen, um Teil einer historischen Bewegung zu werden, wie sie die Welt noch nie zuvor gesehen hat.
Im Zentrum dieser Bewegung steht die entscheidende Überzeugung, dass die Nation da ist, um ihren Bürgern zu dienen. Amerikaner wollen tolle Schulen für ihre Kinder, sichere Wohngegenden für ihre Familien und gute Jobs für sich selbst. Dies sind gerechtfertigte und vernünftige Forderungen von rechtschaffenen Menschen und einer rechtschaffenen Öffentlichkeit.
„Dieser Moment ist euer Moment. Er gehört euch. Das ist euer Tag, das ist eure Feier.“
Die vollständige Antrittsrede Trumps können Sie >> hier noch einmal im Wortlaut nachlesen.
Foto: REUTERS"Vom heutigen Tag an wird eine neue Vision unser Land regieren. Vom heutigen Tag an wird es nur noch Amerika zuerst heißen, Amerika zuerst."
Foto: REUTERS„Wenn Amerika vereint ist, ist es absolut nicht aufzuhalten. Gemeinsam werden wir für viele, viele Jahre den Kurs Amerikas und der Welt bestimmen.“
Foto: dpaZehn Millionen von Amerikanern seien Teil einer historischen Bewegung, „die die Welt noch nie gesehen hat“.
Foto: AP„Wenn man sein Herz für Patriotismus öffnet, gibt es keinen Platz für Vorurteile.“
Foto: REUTERS„An alle Amerikaner (...), hört diese Worte: Ihr werdet nie wieder ignoriert werden.“
Foto: REUTERSTrump versprach, den radikalislamischen Terrorismus weltweit auszulöschen: „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“
Foto: REUTERS"Die Zeit für leeres Gerede ist vorbei. Nun kommt die Stunde des Handelns."
Die vollständige Antrittsrede Trumps können Sie >> hier noch einmal im Wortlaut nachlesen.
Foto: REUTERS
Doch für zu viele unserer Bürger gibt es eine andere Realität: Mütter und Kinder, die in unseren innerstädtischen Problemvierteln in Armut gefangen sind; verrostete Fabriken, die wie Grabsteine über die Landschaft unserer Nation verstreut liegen; ein Bildungssystem, das genug Geld hat, das aber unsere jungen und schönen Schüler jeglichen Wissens beraubt; und das Verbrechen und die Banden und die Drogen, die zu viele Leben gestohlen und unserem Land so viel unerfülltes Potenzial genommen haben.
Dieses Massaker Amerikas endet hier und jetzt.
Wir sind eine Nation, und ihr Schmerz ist unser Schmerz. Ihre Träume sind unsere Träume. Und ihr Erfolg wird unser Erfolg sein. Wir teilen ein Herz, eine Heimat und ein ruhmreiches Schicksal. Der Amtseid, den ich heute schwöre, ist ein Treueeid an alle Amerikaner.
Viele Jahrzehnte lang haben wir ausländische Industrien auf Kosten der amerikanischen Industrie reicher gemacht; die Armeen anderer Länder finanziell unterstützt, während wir unsere eigene Armee ausgehungert haben. Wir haben die Grenzen anderer Länder verteidigt, aber uns geweigert, unsere eigene zu verteidigen.
Wir haben Billionen und Aberbillionen von Dollar im Ausland ausgegeben, während die amerikanische Infrastruktur zerfallen ist. Wir haben andere Länder bereichert, während sich der Reichtum, die Stärke und das Selbstbewusstsein unseres eigenen Landes sich über dem Horizont aufgelöst hat.
Eine Fabrik nach der anderen schloss und verließ das Land, ohne auch nur einen Gedanken an die Millionen und Abermillionen amerikanischer Arbeiter zu verschwenden, die zurückgelassen wurden. Der Reichtum unsere Mittelklasse ist von ihr gerissen und in der ganzen Welt verteilt worden.
Aber das ist Vergangenheit. Jetzt blicken wir nur in die Zukunft.
Wir sind heute hier zusammengekommen, um ein neues Dekret zu erlassen, das man in jeder Stadt, in jeder ausländischen Hauptstadt und in jedem Machtzentrum hören soll. Vom heutigen Tag an wird eine neue Vision unser Land regieren. Vom heutigen Tag an wird es nur noch Amerika zuerst heißen, Amerika zuerst.
Jede Entscheidung zum Handel, zur Besteuerung, zur Einwanderung, zur Außenpolitik wird zum Wohl der amerikanischen Arbeiter und amerikanischen Familien gemacht. Wir müssen unsere Grenzen vor der Verwüstung schützen, die andere Länder anrichten, die unsere Produkte herstellen, unsere Unternehmen stehlen und unsere Arbeitsplätze zerstören.
Schutzmaßnahmen werden zu großem Wohlstand und Stärke führen. Ich werde mit jedem Atemzug meines Körpers für euch kämpfen, und ich werde euch nie hängenlassen.
Amerika wird wieder anfangen, zu gewinnen - gewinnen, wie nie zuvor.
Wir werden unsere Arbeitsplätze zurückbringen. Wir werden unsere Grenzen zurückholen. Wir werden unseren Wohlstand zurückbringen. Und wir werden unsere Träume zurückbringen.
Wir werden neue Straßen und Autobahnen und Brücken und Flughäfen und Tunnel und Bahnstrecken quer durch unser wunderbares Land bauen. Wir werden unsere Leute aus der Sozialhilfe holen und wieder zur Arbeit bringen, unsere Nation mit amerikanischen Händen und amerikanischer Arbeit wieder aufbauen.
Wir werden zwei einfachen Regeln folgen - amerikanisch kaufen und Amerikaner anheuern.
Wir werden uns bei den Nationen der Welt um Freundschaft und Wohlwollen bemühen, aber wir tun dies in dem Verständnis, dass es das Recht aller Nationen ist, ihre eigenen Interessen vorneanzustellen. Wir streben nicht danach, jemandem unsere Lebensweise aufzuzwingen, sondern, sie als Beispiel leuchten zu lassen. Wir werden leuchten, damit uns alle folgen.
Wir werden unsere alten Allianzen verstärken und neue bilden und die zivilisierte Welt gegen radikal-islamischen Terrorismus vereinen, den wir vom Erdboden auslöschen werden.
Die Grundlage unserer Politik wird eine absolute Loyalität zu den Vereinigten Staaten von Amerika sein, und durch unsere Loyalität zu unserem Land werden wir die Loyalität zueinander wiederentdecken. Wenn ihr euer Herz dem Patriotismus öffnet, dann gibt es keinen Platz für Vorurteile.
Die Bibel sagt uns wie gut und angenehm ist es, wenn die Völker Gottes zusammen in Einheit leben. Wir müssen unsere Gedanken offen aussprechen, unsere Meinungsverschiedenheiten offen diskutieren, aber immer Solidarität anstreben. Wenn Amerika geeint ist, dann ist Amerika absolut unaufhaltsam.
Es sollte keine Angst geben. Wir sind beschützt und wir werden immer beschützt sein. Wir werden von den großartigen Männern und Frauen unseres Militärs und der Sicherheitskräfte beschützt werden. Und, was am wichtigsten ist, wir werden von Gott beschützt werden.
Zu guter Letzt müssen wir groß denken und noch größer träumen. In Amerika verstehen wir, dass eine Nation nur so lange lebendig ist, wie sie etwas anstrebt. Wir werden keine Politiker mehr akzeptieren, die nur reden und keine Taten setzen, die sich ständig beschweren, aber nie etwas dagegen tun.
Die Zeit für leeres Gerede ist vorbei. Nun kommt die Stunde des Handelns.
Erlaubt niemandem, euch zu sagen, dass es nicht zu schaffen ist. Keine Herausforderung kann sich mit dem Herz und dem Kampfeswillen und dem Geist Amerikas messen. Wir werden nicht scheitern. Unser Land wird wieder blühen und gedeihen.
Wir stehen an der Geburt eines neuen Jahrtausends, bereit, die Geheimnisse des Weltraums zu entschlüsseln, die Welt von den Qualen von Krankheiten zu befreien und die Energien, Industrien und Technologien von Morgen zu nutzen. Eine neuer Nationalstolz wird uns bewegen, unseren Blick erheben und unsere Gräben schließen.
Es ist Zeit, sich an die alte Weisheit zu erinnern, die unsere Soldaten niemals vergessen werden - dass, egal ob wir schwarz, oder braun oder weiß sind, in unseren Adern dasselbe, rote Blut von Patrioten fließt.
Wir alle genießen dieselben glorreichen Freiheiten und wir alle salutieren der gleichen, großartigen amerikanischen Flagge.
Und egal, ob ein Kind um Großraum von Detroit geboren wird oder auf den windgepeitschten Ebenen von Nebraska, sie blicken auf zum gleichen Nachthimmel, sie haben dieselben Träume im Herzen und sie werden vom gleichen allmächtigen Schöpfer mit dem Hauch des Lebens durchdrungen.
Alle Amerikaner in jeder Stadt, nah und fern, groß und klein, von Berg zu Berg, von Ozean zu Ozean, hört diese Worte. Ihr werdet niemals mehr ignoriert werden.
Eure Stimme, eure Hoffnungen und eure Träume werden unser amerikanisches Schicksal bestimmen. Und euer Mut und eure Tugend und Liebe wird uns für immer auf diesem Weg leiten.
Gemeinsam werden wir Amerika wieder stark machen. Wir werden Amerika wieder wohlhabend machen. Wir werden Amerika wieder stolz machen. Wir werden Amerika wieder sicher machen. Und ja, gemeinsam werden wir Amerika wieder großartig machen.
Danke. Gott segne euch. Und Gott segne Amerika. Danke. Gott segne Amerika."