Fondstipp: DWS Gold Plus: Gute Tresore

Fondstipp: DWS Gold Plus: Gute Tresore

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Fondsverlauf DWS Gold Plus 2007-2010 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

von Heike Schwerdtfeger

Die Anlagepraxis des DWS-Gold-Plus-Fonds ist kein Hexenwerk. Anleger sind gut beraten, diese in Eigenregie zu kopieren.

Angesichts des weiter steigenden Goldpreises steigt auch die Nervosität bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie hat den Gold Plus der DWS auf dem Kieker, der seit 16 Jahren hierzulande verkauft wurde. Er darf bis zu 49 Prozent des Fondsvolumens in Goldbarren investieren. Den Rest verteilt der Fondsmanager auf Anleihen und Derivate, die ebenfalls am Goldpreis hängen. Das war den Aufsehern zu viel des Guten. Sie bemängeln, dass die Gelder für einen Fonds nicht breit genug gestreut würden. Das lässt sich zwar auch über andere Fonds sagen, etwa über die der Zürcher Kantonalbank, doch bei Schweizer Anbietern hat die BaFin keine Sanktionsmöglichkeit. Die DWS aber zog ihre Vertriebszulassung zurück. Jetzt darf der Fonds nur noch unter der Theke verkauft werden. Anleger können im Fonds bleiben und ihn kaufen, wenn sie den Berater direkt darauf ansprechen. Die DWS darf ihn nicht mehr öffentlich bewerben.

Aber eigentlich benötigen Anleger den Fonds sowieso nicht. Was die DWS in ihm macht, ist Gold kaufen, in einen Tresor packen und zusätzlich Zinspapiere in ein Depot legen. Das ist kein Hexenwerk – Anleger können das auch in Eigenregie machen und Münzen oder Barren kaufen. Die gesparte Verwaltungsgebühr (beim DWS Gold Plus 0,9 Prozent des angelegten Geldes jährlich) investieren Anleger besser in Tresore oder für die Miete eines Bankschließfachs.

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Goldbarren werden zum Risiko

Fonds, die Goldbarren kaufen, können ein Risiko werden. Immer mehr Großanleger tummeln sich in ihnen. So hat Hedgefondsmanager John Paulson rund 3,4 Milliarden Dollar in den SPDR Gold-Trust investiert. Falls solche Leute Geld brauchen oder einen fallenden Goldpreis fürchten, ziehen sie Milliarden ab. Würden die Fonds ihre Goldbarren nicht los, könnten sie Anleger nicht auszahlen. Privatanleger stehen dann meist hinten in der Schlange.

Minenaktien sind nur risikobereiten Anlegern zu empfehlen. Zwar hatte der Aktienfonds DWS Gold & Precious Metal Equities über drei Jahre mit 18 Prozent pro Jahr die gleiche Performance wie der Gold Plus. Die Kursschwankungen waren aber viel höher.

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