WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Brutto-Netto-Rechner

Der Brutto Netto Rechner berechnet das genaue Nettogehalt des zuvor gewählten Bruttogehalts. Unser Gehaltsrechner zeigt Ihnen außerdem alle Abgaben, wie zum Beispiel die Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, auf.



Die Funktionsweise des Brutto-Netto-Rechners

Wählen Sie zuerst in der grauen Box das Steuerjahr sowie die Berechnungsweise aus. Sie haben die Auswahl zwischen den Jahren 2018, 2019 und 2020 sowie der Berechnungsart Brutto zu Netto oder Netto zu Brutto. In der Box „Angaben zum Gehalt“ wählen Sie bitte den gewünschten Zeitraum und das gewünschte Brutto- oder Nettogehalt. In der folgenden Box „Besteuerungsmerkmale“ können mehrere Angaben gemacht werden. Zuerst wählen Sie bitte die Steuerklasse aus. Danach Ihr Bundesland, Ihr Geburtsjahr und ob Sie Kinder haben. Nun können Sie noch einen möglichen Monatsfreibetrag sowie den möglichen Kinderfreibetrag wählen.

Wählen Sie zudem noch aus, ob Sie Kirchensteuer zahlen müssen. In der letzten Box „Vorsorgeaufwendungen“ wählen Sie die Art ihrer Rentenversicherung sowie der Krankenversicherung. Machen Sie Ihre Angaben möglichst detailliert, um ein genaueres Ergebnis zu erreichen. Ein Vorteil unseres Gehaltrechners 2019/2020 ist das sofortige Anzeigen der Auswirkungen jeder einzelnen Veränderung. Außerdem wird auch die Arbeitgeberbelastung berechnet.

Brutto-Netto-Rechner: Gehen Sie vorbereitet in die Gehaltsverhandlung!

Vom Brutto-Lohn werden diverse Steuern und Sozialabgaben abgezogen um das Netto-Gehalt zu erhalten. Auf der steuerlichen Seite werden die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer abgezogen. Die Lohnsteuer ist abhängig von dem jeweiligen Steuersatz, welcher auf den Brutto-Lohn erhoben wird.

Der Betrag des Solidaritätszuschlags sowie der Kirchensteuer ist von der Höhe der Lohnsteuer abhängig. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Lohnsteuer. Die Kirchensteuer ist entweder acht oder neun Prozent der Lohnsteuer (je nach Bundesland). Unter die Sozialabgaben fallen die Rentenversicherung, Krankenversicherung sowie die Arbeitslosenversicherung.

Steuerklassen in Deutschland

In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen. Die Steuerklassen unterscheiden sich durch ihre jeweiligen Freibeträge und haben somit großen Einfluss auf Ihren Nettolohn. Generell sind die Steuerklassen I und II für ledige, geschiedene oder allein lebende Menschen vorgesehen. Steuerklasse II richtet sich an alleinerziehende Arbeitnehmer. Die Steuerklassen III, IV und V sind für verheiratete Menschen vorgesehen. Bei verheirateten Menschen optiert meistens der Ehepartner mit dem höheren Gehalt für Steuerklasse III. Dem anderen Ehepartner wird dann die Steuerklasse V zugewiesen.

Verdienen beide Ehepartner ungefähr gleich viel, empfiehlt es sich, Steuerklasse IV für beide zu wählen. Steuerklasse VI wird vergeben, wenn es sich um ein zusätzliches Dienstverhältnis eines Arbeitnehmers handelt.

Die höchsten Freibeträge enthalten die Steuerklassen II sowie III. Den Grundfreibetrag enthalten Arbeitnehmer mit der Steuerklasse I oder IV. Keine Freibeträge sind in den Steuerklassen V und VI enthalten. Somit wird jeder verdiente Euro besteuert.

Die Steuerklassen im Überblick

Steuerklasse I
  • Ledige
  • Geschiedene (im Jahr der Trennung bleibt Wahl anderer Steuerklasse möglich)
  • Verwitwete
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, deren Partner im Ausland lebt
  • dauerhaft getrennt lebende Ehepaare / eingetragene Lebenspartner
Steuerklasse II
  • Alleinerziehende
Steuerklasse III
  • Alleinverdiener bei Verheirateten / eingetragenen Lebenspartnern
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die deutlich mehr verdienen, als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse V einzuordnen)
  • Wichtig: Beide Partner leben in Deutschland
Steuerklasse IV
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die netto ungefähr das gleiche verdienen, wie ihr Partner
Steuerklasse V
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die weniger verdienen als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse III einzuordnen)
Steuerklasse VI
  • Arbeitnehmer mit mehreren Anstellungen
  • für die Beschäftigung mit dem geringeren Gehalt wird Steuerklasse VI angegeben.
  • Für die Anstellung mit dem höchsten Gehalt wird die passende Steuerklasse (I-V) erhoben

Was genau ist der Steuerfreibetrag?

Der Steuerfreibetrag oder auch Grundfreibetrag genannt ist der Lohn, für den keine Einkommensteuer erhoben wird. Der jährliche Steuerfreibetrag liegt für das Jahr 2020 für Alleinstehende bei 9.408 Euro. Für Eheleute, die ihre Steuererklärung zusammen machen, gilt 2020 ein Steuerfreibetrag von 18.816 Euro. Im Jahr 2019 war der Steuerfreibetrag niedriger. Damals galt für Alleinstehende die Grenze von 9.168 Euro und für zusammenveranlagte Ehepaare von 18.366 Euro.

Wie hoch ist der Kinderfreibetrag 2020?

Im Jahr 2020 ist der Kinderfreibetrag angehoben worde. Aktuell liegt der Kinderfreibetrag bei 7.812 Euro. Vergangenes Jahr lag er noch bei 7.620 Euro. Der Kinderfreibetrag wird auf den Grundfreibetrag draufgerechnet und den zu versteuernden Teil des Einkommens senken. Der Kinderfreigebetrag steht beiden Eltern jeweils zur Hälfte zu, kann aber auch auf ein Elternteil übertragen werden.

Wichtig: Die in der Tabelle angegebenen Informationen zu Verheirateten / Eingetragenen Lebenspartnern sind keine zwingenden Vorgaben. So kann ein Ehepaar bzw. eine Eingetragene Lebenspartnerschaft auch den Topverdiener in Steuerklasse V einstufen lassen, den weniger verdienenden Partner in Steuerklasse III. Das wirkt auf den ersten Blick nicht sinnvoll (die laufende Steuerbelastung ist vorläufig zu hoch), kann aber vorteilhaft sein, weil vielleicht andere Leistungen wie Elterngeld nach dem Nettoeinkommen des schlechter verdienenden Partners berechnet werden und dieser dann letztlich mehr bekommt.

Weitere Rechner & Service-Tools

Aktuelle Artikel zum Thema Gehalt

Nach Wirecard-Debakel Kann die BaFin auch Superbehörde?

Premium
Als einer der Versager im Wirecard-Skandal gilt die Finanzaufsicht BaFin. Olaf Scholz will sie nun reformieren. Wie ein Umbau ablaufen müsste, damit die Aufsicht so wird wie das US-Vorbild SEC – in sieben Schritten.
von Lukas Zdrzalek, Benedikt Becker, Niklas Hoyer, Nele Husmann und Christof Schürmann

Steuererklärung Für wen sich der Steuerberater lohnt

Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein oder Steuersoftware – Hilfe bei der Steuererklärung kostet etwas, kann aber auch viel bringen. Für wen sich welche Option eignet.
von Niklas Hoyer

Vorstandsvergütungen Sind diese Männer ihr Geld wert?

Premium
Die Vorstandschefs der führenden börsennotierten europäischen Konzerne haben ihre Vergütung 2019 noch mal leicht gesteigert. Hier ist der Überblick, was die zehn bestverdienenden für ihre Aktionäre leisteten.
von Georg Buschmann, Frank Doll, Hauke Reimer, Anton Riedl und Christof Schürmann

Lohnabrechnung So verstehen Sie Ihre Gehaltsabrechnung

Gehaltsabrechnungen sind für viele unverständlich. Arbeitnehmer sollten sich dennoch mit ihrer Lohnabrechnung beschäftigen. Hier erfahren Sie den Unterschied zwischen brutto und netto und was genau Lohnsteuern sind.
von Selin Bogazliyan

Wer bekommt ihn – und, wenn ja, wie viel? Vorgerechnet: Wer wie stark vom neuen Kinderbonus profitiert

Premium
Von den versprochenen 300 Euro Kinderbonus aus dem Konjunkturpaket profitieren nicht alle Eltern. Verantwortlich ist der Steuerfreibetrag. Wir rechnen vor, wann der Geldsegen wirklich einen Mehrwert bringt.
von Niklas Hoyer

Autobauer Mega-Vergütung: Aktien im Wert von 775 Millionen Dollar für Tesla-Chef Elon Musk

Ein langfristiger Vergütungsplan beschert dem Tesla-Macher Elon Musk ein riesiges Aktienpaket des Elektroauto-Bauers. Allerdings muss Musk die Papiere mindestens fünf Jahre halten.

Gehalt Die Zahl der Einkommensmillionäre nimmt zu

Fast 23.000 Bürger in Deutschland versteuern jährlich mehr als eine Million Euro. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Die gerade veröffentlichen Zahlen beziehen sich aber auf das Jahr 2016.

Fondsgebundene Rentenversicherung Altersvorsorge mit Börsenplus: Die besten Fondsrenten

Premium
Eine fondsgebundene Rentenversicherung kombiniert einen Fondssparplan mit einer lebenslangen Rente und liefert so langfristig gute Renditen. Hier die besten Angebote mit Garantie.
von Jessica Schwarzer

Zu teuer eingekaufte Firmen „Die Blase wird platzen – und zwar laut“

Premium
Die Coronakrise zerstört Hoffnungen auf Gewinne mit übernommenen Tochtergesellschaften. Vorstände haben es versäumt, den Wert zu teuer eingekaufter Firmen zu korrigieren. Bei diesen Dax-Unternehmen droht jetzt Gefahr.
von Christof Schürmann

EZB-Direktorin und Notenbankchefs Auf diese Wertpapiere setzen Europas Top-Notenbanker

Von langweilig bis abenteuerlustig: Europas Top-Notenbanker legen ihre Geldanlage offen. Besonders interessant ist das Depot der EZB-Direktorin. In welche Aktien, Fonds und ETFs Lagarde, Schnabel und Co. investieren.
von Heike Schwerdtfeger