WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Brutto-Netto-Rechner

Der Brutto Netto Rechner berechnet das genaue Nettogehalt eines vorher gewählten Bruttogehalts. Unser Gehaltsrechner zeigt Ihnen außerdem alle Abgaben, wie zum Beispiel die Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung auf.

Der Rechner wird uns von der qmedia GmbH zur Verfügung gestellt.


Die Funktionsweise des Brutto-Netto-Rechners

Bitte wählen Sie zuerst in der grauen Box das Steuerjahr sowie die Berechnungsweise aus. Sie haben die Auswahl zwischen den Jahren 2017, 2018 und 2019 sowie der Berechnungsart Brutto zu Netto oder Netto zu Brutto. In der Box „Angaben zum Gehalt“ wählen Sie bitte den gewünschten Zeitraum und das gewünschte Brutto- oder Nettogehalt. In der folgenden Box „Besteuerungsmerkmale“ können mehrere Angaben gemacht werden. Zuerst wählen Sie bitte die Steuerklasse aus. Danach Ihr Bundesland, Ihr Geburtsjahr und ob Sie Kinder haben. Nun können Sie noch einen möglichen Monatsfreibetrag sowie den möglichen Kinderfreibetrag wählen.

Bitte wählen Sie auch noch aus, ob Sie Kirchensteuer zahlen müssen. In der letzten Box „Vorsorgeaufwendungen“ wählen Sie bitte die Art ihrer Rentenversicherung sowie der Krankenversicherung. Bitte machen Sie Ihre Angaben möglichst detailliert, um ein genaueres Ergebnis zu erreichen. Ein Vorteil unseres Gehaltrechners ist das sofortige Anzeigen der Auswirkungen jeder einzelnen Veränderung. Außerdem wird auch die Arbeitgeberbelastung berechnet.

Brutto-Netto-Rechner: Gehen Sie vorbereitet in die Gehaltsverhandlung!

Vom Brutto-Lohn werden diverse Steuern und Sozialabgaben abgezogen um das Netto-Gehalt zu erhalten. Auf der steuerlichen Seite werden die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer abgezogen. Die Lohnsteuer ist abhängig von dem jeweiligen Steuersatz, welcher auf den Brutto-Lohn erhoben wird.

Der Betrag des Solidaritätszuschlags sowie der Kirchensteuer ist von der Höhe der Lohnsteuer abhängig. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Lohnsteuer. Die Kirchensteuer ist entweder acht oder neun Prozent der Lohnsteuer (je nach Bundesland). Unter die Sozialabgaben fallen die Rentenversicherung, Krankenversicherung sowie die Arbeitslosenversicherung.

Steuerklassen in Deutschland

In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen. Die Steuerklassen unterscheiden sich durch ihre jeweiligen Freibeträge und haben somit großen Einfluss auf Ihren Nettolohn. Generell sind die Steuerklassen I und II für ledige, geschiedene oder allein lebende Menschen vorgesehen. Steuerklasse II richtet sich an alleinerziehende Arbeitnehmer. Die Steuerklassen III, IV und V sind für verheiratete Menschen vorgesehen. Bei verheirateten Menschen optiert meistens der Ehepartner mit dem höheren Gehalt für Steuerklasse III. Dem anderen Ehepartner wird dann die Steuerklasse V zugewiesen.

Verdienen beide Ehepartner ungefähr gleich viel, empfiehlt es sich, Steuerklasse IV für beide zu wählen. Steuerklasse VI wird vergeben, wenn es sich um ein zusätzliches Dienstverhältnis eines Arbeitnehmers handelt.

Die höchsten Freibeträge enthalten die Steuerklassen II sowie III. Den Grundfreibetrag enthalten Arbeitnehmer mit der Steuerklasse I oder IV. Keine Freibeträge sind in den Steuerklassen V und VI enthalten. Somit wird jeder verdiente Euro besteuert.

Die Steuerklassen im Überblick

Steuerklasse I
  • Ledige
  • Geschiedene (im Jahr der Trennung bleibt Wahl anderer Steuerklasse möglich)
  • Verwitwete
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, deren Partner im Ausland lebt
  • dauerhaft getrennt lebende Ehepaare / eingetragene Lebenspartner
Steuerklasse II
  • Alleinerziehende
Steuerklasse III
  • Alleinverdiener bei Verheirateten / eingetragenen Lebenspartnern
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die deutlich mehr verdienen, als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse V einzuordnen)
  • Wichtig: Beide Partner leben in Deutschland
Steuerklasse IV
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die netto ungefähr das gleiche verdienen, wie ihr Partner
Steuerklasse V
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die weniger verdienen als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse III einzuordnen)
Steuerklasse VI
  • Arbeitnehmer mit mehreren Anstellungen
  • für die Beschäftigung mit dem geringeren Gehalt wird Steuerklasse VI angegeben.
  • Für die Anstellung mit dem höchsten Gehalt wird die passende Steuerklasse (I-V) erhoben

Wichtig: Die in der Tabelle angegebenen Informationen zu Verheirateten / Eingetragenen Lebenspartnern sind keine zwingenden Vorgaben. So kann ein Ehepaar bzw. eine Eingetragene Lebenspartnerschaft auch den Topverdiener in Steuerklasse V einstufen lassen, den weniger verdienenden Partner in Steuerklasse III. Das wirkt auf den ersten Blick nicht sinnvoll (die laufende Steuerbelastung ist vorläufig zu hoch), kann aber vorteilhaft sein, weil vielleicht andere Leistungen wie Elterngeld nach dem Nettoeinkommen des schlechter verdienenden Partners berechnet werden und der dann letztlich mehr bekommt.

Weitere Rechner & Service-Tools

Artikel zum Thema Gehalt

Vorstoß der Verbraucherzentrale Automatische Betriebsrente: „Extrarente“ soll Rentenproblem lösen

Die Deutschen sorgen viel zu wenig privat fürs Alter vor. Das sehen auch die Verbraucherzentralen und fordern deshalb eine neues, staatlich organisiertes Angebot. Doch kann die „Extrarente“ wirklich die Rente sichern?
von Kristina Antonia Schäfer

Doppelverdiener-Familien Wie Steuern und Sozialabgaben berufstätige Eltern bestrafen

Premium
Job und Familie zu kombinieren, gilt vielen Paaren mit Kindern als erstrebenswert. Doch Steuern und Sozialsysteme benachteiligen sie dabei – mit hunderten Euro pro Monat.
von Niklas Hoyer

Abwertungen verschleppt Die größten Blender im Dax

Premium
Dax-Konzerne verschleiern ihre Ertragslage und verschleppen nötige Abwertungen. Wie Bayer, Fresenius, Adidas und viele andere ihre Zahlen aufpolieren – und wem Anleger noch trauen können.
von Christof Schürmann

Sonst kann es teuer werden So vermeiden Sie die häufigsten Fehler bei der Steuererklärung

Einige Fehler bei der Steuererklärung kommen Sie teuer zu stehen. Worauf Sie achten sollten - und wie viel Geld das bringt.
von Niklas Hoyer

Steuersoftware 2019 Die besten digitalen Steuerhelfer

Premium
Neue Apps helfen, die eigene Steuererklärung deutlich bequemer fertig zu machen. Sie mischen den Markt für digitale Steuerhelfer auf. Welche sich bewähren, zeigt der Praxistest von zwölf ausgewählten Angeboten.
von Niklas Hoyer

Krankenversicherung So wird die Elternzeit nicht zur Beitragsfalle

Premium
Eltern werden von hohen Beiträgen zur Krankenversicherung in der Elternzeit überrascht. Das betrifft unverheiratete Paare, aber auch Ehepaare, wenn ein Partner privat krankenversichert ist. Was Eltern wissen müssen.
von Niklas Hoyer

„Ein wunderschönes System“ Niederlande: Hier ist die Rente noch sicher

Premium
Deutschland debattiert über die Grundrente – und die Niederlande setzen weltweit Maßstäbe. Was wir in Sachen Altersvorsorge vom Nachbarn lernen können: Es geht zugleich günstiger und besser.
von Kristina Antonia Schäfer

Betriebsrente Viele Rentner zahlen drauf: Wer besonders leidet

Premium
Mit geringeren Sozialabgaben sollte die Betriebsrente attraktiver werden. Jetzt zahlen viele Rentner drauf. Wer besonders leidet – und wer entlastet wird.
von Martin Gerth

Neue Ifo-Studie Hartz-IV-Reform könnte 290.000 Menschen in Arbeit bringen

Für viele Niedrigverdiener lohnt es sich nicht zu arbeiten, zumindest nicht finanziell. Wie das geändert werden könnte, hat nun das Ifo-Institut errechnet – und stellt bis zu 290.000 neue Jobs in Aussicht.
von Kristina Antonia Schäfer

Rein rechtlich Wenn der Krankheitsfall zum Jobrisiko wird

Die steigende Zahl der Fehltage von Mitarbeitern kostet Unternehmen Milliarden. Kranke sind zwar gesetzlich geschützt, aber wer häufig fehlt, riskiert seinen Job. Welche Regeln für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gelten.
Kolumne von Claudia Posluschny