WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Brutto-Netto-Rechner

Der Brutto-Netto-Rechner 2021 berechnet das genaue Nettogehalt des zuvor gewählten Bruttogehalts.



Die Funktionsweise des Brutto-Netto-Rechners

Unser Gehaltsrechner zeigt Ihnen alle Abgaben, wie zum Beispiel die Lohnsteuer oder die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, die sich auf den Nettolohn auswirken. Dabei berücksichtigt der Gehaltsrechner auch mögliche Freibeträge und bietet Ihnen einen Überblick wo Sie sich mit Ihrem Brutto- beziehungsweise Nettogehalt im Lohnspiegel bewegen.

Dabei wird auch der Solidaritätszuschlags, der mit dem Steuerjahr 2021 für einen Großteil der Menschen in Deutschland künftig wegfällt, berücksichtigt. Mit dem Gehaltsrechner der WirtschaftsWoche können Sie Ihren Nettolohn und Bruttolohn für das Jahr 2021 ganz einfach online berechnen.

Wählen Sie zuerst in der grauen Box des Gehaltsrechners das Steuerjahr sowie die Berechnungsweise aus. Sie haben die Auswahl zwischen den Jahren 2019, 2020 und 2021 sowie der Berechnungsart Brutto zu Netto oder Netto zu Brutto. In der Box „Angaben zum Gehalt“ wählen Sie bitte den gewünschten Zeitraum und das gewünschte Bruttogehalt oder Nettogehalt.

In der folgenden Box „Besteuerungsmerkmale“ können mehrere Angaben gemacht werden. Zuerst wählen Sie bitte die Lohnsteuerklasse aus. Danach Ihr Bundesland, Ihr Geburtsjahr und ob Sie Kinder haben. Der Gehaltsrechner berücksichtigt bei seiner Berechnung auch Freibeträge. Zu diesen Freibeträgen gehört ein möglicher Monatsfreibetrag, sowie ein möglicher Kinderfreibetrag. Wählen Sie diese Freibeträge entsprechend aus.

Brutto-Netto-Rechner: Gehen Sie vorbereitet in die Gehaltsverhandlung!

Wählen Sie zudem noch aus, ob Sie Kirchensteuer zahlen müssen. In der letzten Box des Gehaltsrechners mit der Bezeichnung „Vorsorgeaufwendungen“ wählen Sie die Art Ihrer Rentenversicherung sowie der Krankenversicherung. Machen Sie Ihre Angaben möglichst detailliert, um ein genaues Ergebnis zu erreichen. Ein Vorteil unseres Gehaltrechners 2021 ist, dass die Ergebnisse sofort angezeigt werden. Außerdem wird auch die Arbeitgeberbelastung berechnet.

Je mehr Angaben Sie im Brutto-Netto-Rechner 2021 angeben, desto genauer kann der Lohnrechner Ihr Bruttogehalt beziehungsweise Nettogehalt für das jeweilige Steuerjahr berechnen. Um ein Ergebnis zu erhalten, sind allerdings nicht alle Angeben im Brutto-Netto-Rechner 2021 zwingend notwendig.

Brutto-Netto-Rechner 2021 – gehen Sie vorbereitet in die Gehaltsverhandlung

Gehen Sie mit Ihrem ausgerechneten Nettogehalt gut vorbereitet in Ihre nächste Gehaltsverhandlung. Berücksichtigen Sie dafür auch den Lohnspiegel Ihrer Branche in Ihrem jeweiligen Bundesland. Der Lohnspiegel gibt dabei das durchschnittliche Gehalt in einer Branche an.

Vom Bruttolohn werden diverse Steuern und Sozialabgaben abgezogen, um das Nettogehalt zu erhalten. Auf der steuerlichen Seite wird die Lohnsteuer, bisher der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer abgezogen. Die Lohnsteuer ist abhängig von dem jeweiligen Steuersatz, welcher auf den Bruttolohn erhoben wird.

Der Betrag des Solidaritätszuschlags sowie der Kirchensteuer ist von der Höhe der Lohnsteuer abhängig. Der Solidaritätszuschlag betrug bislang 5,5 Prozent der Lohnsteuer. Dieser fällt für einen Großteil der Menschen in Deutschland weg, da in diesem Jahr hier einige Änderungen greifen.

So fällt ab 2021 der Soli für alle Arbeitnehmer weg, die im Jahr 2021 ein zu versteuerndes Einkommen unter 73.000 Euro (Alleinstehend) und 151.000 Euro (Ehepartner) aufweisen. Von diesen steuerlichen Änderungen sind rund 90 Prozent aller Bürger in Deutschland betroffen. Die zehn Prozent der Menschen hierzulande, die über einem solchen Jahresgehalt liegen, müssen den Solidarzuschlag weiterhin zahlen. Für alle anderen macht sich der Wegfall des Solis im Nettogehalt bemerkbar.

Die Kirchensteuer beträgt entweder acht oder neun Prozent der Lohnsteuer (je nach Bundesland). Durch einen Austritt aus der Kirche ließe sich auch diese Steuerlast umgehen., sodass auch diese Steuer sich nicht mehr auf das jeweilige Nettogehalt auswirkt. Unter die Sozialabgaben fallen die Rentenversicherung, Krankenversicherung sowie die Arbeitslosenversicherung.

Welche Lohnsteuerklassen gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen. Die Lohnsteuerklassen unterscheiden sich durch ihre jeweiligen Freibeträge und haben somit großen Einfluss auf Ihren Nettolohn. Generell sind die Steuerklassen I und II für ledige, geschiedene oder alleinlebende Menschen vorgesehen. Steuerklasse II richtet sich an alleinerziehende Arbeitnehmer. Die Steuerklassen III, IV und V sind für verheiratete Menschen vorgesehen. Bei verheirateten Menschen eignet sich meistens der Ehepartner mit dem höheren Gehalt für Steuerklasse III. Dem anderen Ehepartner wird dann die Steuerklasse V zugewiesen.

Verdienen beide Ehepartner ungefähr gleich viel, empfiehlt es sich, Steuerklasse IV für beide zu wählen. Steuerklasse VI wird vergeben, wenn es sich um ein zusätzliches Dienstverhältnis eines Arbeitnehmers handelt.

Die höchsten Freibeträge enthalten die Steuerklassen II sowie III. Den Grundfreibetrag enthalten Arbeitnehmer mit der Steuerklasse I oder IV. Keine Freibeträge sind in den Steuerklassen V und VI enthalten. Somit wird jeder verdiente Euro besteuert.

Die Steuerklassen im Überblick

Steuerklasse I
  • Ledige
  • Geschiedene (im Jahr der Trennung bleibt Wahl anderer Steuerklasse möglich)
  • Verwitwete
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, deren Partner im Ausland lebt
  • dauerhaft getrenntlebende Ehepaare / eingetragene Lebenspartner
Steuerklasse II
  • Alleinerziehende
Steuerklasse III
  • Alleinverdiener bei Verheirateten / eingetragene Lebenspartner
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die deutlich mehr verdienen, als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse V einzuordnen)
  • Wichtig: Beide Partner leben in Deutschland
Steuerklasse IV
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die netto ungefähr das Gleiche verdienen, wie ihr Partner
Steuerklasse V
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die weniger verdienen als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse III einzuordnen)
Steuerklasse VI
  • Arbeitnehmer mit mehreren Anstellungen
  • für die Beschäftigung mit dem geringeren Gehalt wird Steuerklasse VI angegeben.
  • Für die Anstellung mit dem höchsten Gehalt wird die passende Steuerklasse (I-V) erhoben

Was genau ist der Steuerfreibetrag?

Der Steuerfreibetrag, auch Grundfreibetrag genannt, ist der Lohn, für den keine Einkommensteuer erhoben wird. Der jährliche Steuerfreibetrag liegt für das Jahr 2021 für Alleinstehende bei 9.744 Euro. Für Eheleute, die ihre Steuererklärung zusammen machen, gilt 2021 ein Steuerfreibetrag von 19.488 Euro. Im Jahr 2020 war der Steuerfreibetrag niedriger. Damals galt für Alleinstehende die Grenze von 9.408 Euro und für zusammenveranlagte Ehepaare von 18.816 Euro.

Wie hoch ist der Kinderfreibetrag 2021?

Im Jahr 2021 ist der Kinderfreibetrag angehoben worden. Aktuell liegt der Kinderfreibetrag bei 5.460 Euro. Der Kinderfreibetrag wird auf den Grundfreibetrag angerechnet, um den zu versteuernden Teil des Einkommens zu senken. Der Kinderfreigebetrag steht beiden Eltern jeweils zur Hälfte zu, kann aber auch auf ein Elternteil übertragen werden. Im Jahr 2020 hatte der Kinderfreibetrag noch bei 5.172 Euro gelegen und fiel damit 288 Euro geringer aus.

Was ist der Lohnspiegel?

Der Lohnspiegel unterscheidet sich in jedem Bundesland und jeder Branche. Der jeweilige Lohnspiegel gibt dabei an, wieviel in einem Bundesland innerhalb einer Branche durchschnittlich verdient wird. Diese Angabe kann gerade dann hilfreich sein, sollten Sie sich vor Gehaltsverhandlungen befinden.

Durch die Angaben des Lohspiegels wissen Sie, welcher durchschnittliche Bruttolohn in ihrer Branche im jeweiligen Bundesland gezahlt wird. Daraus lässt sich dann durch den Gehaltsrechner der jeweilige Nettolohn berechnen. Daher kann es für Gehaltsverhandlungen von großem Vorteil sein, den Lohnspiegel Ihrer Branche zu kennen.

Wie kann man sein Nettogehalt 2021 verbessern?

Um das Nettogehalt für 2021 aufzubessern, gibt es einige Möglichkeiten. Zum einen haben Arbeitnehmer mit einem jährlichen Bruttolohn unter 73.000 Euro im Jahr in diesem Jahr generell mehr Netto, da sich der Wegfall des Solidaritätszuschuss positiv bemerkbar macht. Darüber hinaus lässt sich auch die Kirchensteuer durch einen Austritt aus der Kirche umgehen – so ließen sich jährlich mehrere hundert Euro im Jahr 2021 sparen.

Abhängig von der jeweiligen privaten Situation könnte sich darüber hinaus noch ein Wechsel in eine andere Steuerklasse lohnen, um möglichst viel Nettolohn zu erhalten. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich der Vor- und Nachteile der jeweiligen Steuerklassen.

Lohnspiegel in Deutschland: Das durchschnittliche Einkommen der Deutschen je Branche und Bundesland im Überblick.

Wichtig: Die in der Tabelle angegebenen Informationen zu Verheirateten / Eingetragenen Lebenspartnern sind keine zwingenden Vorgaben. So kann ein Ehepaar bzw. eine Eingetragene Lebenspartnerschaft auch den Topverdiener in Steuerklasse V einstufen lassen, den weniger verdienenden Partner in Steuerklasse III. Das wirkt auf den ersten Blick nicht sinnvoll (die laufende Steuerbelastung ist vorläufig zu hoch), kann aber vorteilhaft sein, weil vielleicht andere Leistungen wie Elterngeld nach dem Nettoeinkommen des schlechter verdienenden Partners berechnet werden und dieser dann letztlich mehr bekommt.

Weitere Rechner & Service-Tools

Aktuelle Artikel zum Thema Gehalt

Lohnabrechnung erklärt So verstehen Sie Ihre Gehaltsabrechnung

Gehaltsabrechnungen sind für viele unverständlich. Arbeitnehmer sollten sich dennoch mit ihrer Lohnabrechnung beschäftigen. Hier erfahren Sie den Unterschied zwischen brutto und netto und was genau Lohnsteuern sind.
von Selin Bogazliyan und Ben Mendelson

Lohnsteuerklassen Die sechs Steuerklassen einfach erklärt

Das Bruttogehalt wird durch die Lohnsteuer geschmälert. Deren Höhe hängt von der Steuerklasse ab, der man zugeordnet ist. Wie viele Steuerklassen es gibt und was die Zuordnung 2021 für Steuerzahler bedeutet.
von Chantal Forßmann und Ben Mendelson

Konditionenvergleich Die besten Prepaid-Kreditkarten

Ihr Limit ist begrenzt, sie sind bonitätsunabhängig und versprechen viel Sicherheit: Prepaid-Kreditkarten haben viele Vorteile, aber auch ihre Tücken. Die WirtschaftWoche kürt die besten Produkte in zwei Kategorien.
von Jessica Schwarzer

Immobilien In welchen Städten Wohnen noch bezahlbar ist – und in welchen nicht

Die Maklerfirma Homeday hat ermittelt, wie hoch die Mietbelastung in deutschen Städten ist. Die Metropolen schneiden schlecht ab – doch einige günstige Standorte gibt es auch.
von Philipp Frohn

Mit 40 in den Ruhestand „Ich will nicht bis 67 acht Stunden am Tag im Büro sitzen“

Der Frugalist Oliver Noelting plant seine Rente mit 40 Jahren. Im Interview erklärt er, wie das gehen soll – ohne Abstriche zu machen.
Interview von Philipp Frohn

WiWo Coach Wie werden Auslandsdividenden besteuert?

Unsere Leserin ist unsicher, wie sie Dividenden mit Quellensteuerabzug im Ausland hierzulande versteuern muss. Lucia Bambynek, Partner bei EY, gibt Rat.
von Lucia Bambynek

Kapitalerhöhung bei Borussia Dortmund „Der BVB ist immer noch mehr als eine Milliarde wert“

Der BVB besorgt sich frisches Kapital. Die Aktie des börsennotierten Fußballvereins stürzt daraufhin ab. Finanzchef Thomas Treß erklärt, wieso er Borussia Dortmund für wertvoller hält, als es der Börsenwert nahelegt.
Interview von Georg Buschmann

Jobverlust Früher in die Rente: Wie viel Abfindung Sie für die Frührente brauchen

In Zeiten von Personalabbau stehen oft ältere Mitarbeiter im Fokus. Mit ausreichender Abfindung können sie Einbußen bei einer Frührente ausgleichen. Wie viel? So finden Sie es heraus, in fünf Schritten.
von Niklas Hoyer

Beispielrechnung zum Vergleich Private Altersvorsorge schlägt Betriebsrente

Arbeitnehmer können Teile ihres Gehalts in Beiträge für die Betriebsrente wandeln. Trotz Zuschuss vom Chef ist die private Altersvorsorge aber oft besser, wie ein Beispiel zeigt.
von Martin Gerth

Hochschulinitiative Deutschland Wie ein kostenloses Excel-Seminar zur Versicherungsfalle wird

Als Studentin wird unsere Autorin am Campus angesprochen: Ob sie wisse, wie man den Weg zur Uni von der Steuer absetzt. Nein? Schon ist sie drin in einer Vertriebsmasche für Versicherungen. Ein Selbstversuch.
von Anna-Maria Knaup