Fraunhofer-Studie: Frauenkarrieren scheitern an Unternehmenskultur

Fraunhofer-Studie: Frauenkarrieren scheitern an Unternehmenskultur

Der Grund, warum Frauen meist weniger Karriere machen, liegt in der Kultur der Unternehmen, so eine aktuelle Studie. Maßnahmen reichen also nicht um das zu ändern – es muss ein Wandel her.

Konformismus, Traditionalismus und Hierarchien prägen einen Großteil der Unternehmen in Deutschland. Für die Initiatoren der Studie „Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden“ ein Grund dafür, warum es weniger Frauen in Führungspositionen gibt. Reine Maßnahmen können einen richtigen Wandel demnach nicht herbeiführen.

Das Fraunhofer-Institut hat 220 männliche und weibliche Führungskräfte zum Thema befragt. Allianz Deutschland AG, BASF SE, Bayer AG, Robert Bosch GmbH, Daimler AG, Deutsche Bahn AG, EADS, Infineon Technologies AG und Microsoft beteiligten sich mit dem Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen im eigenen Unternehmen zu erhöhen.

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Das Fazit der Studie: Die bisherigen Maßnahmen, um Karrierebrüche von Frauen zu vermeiden reichen einfach nicht aus. Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, ist ein umfassender Kulturwandel in den Unternehmen notwendig.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass jedes Unternehmen, Maßnahmen einführen und umsetzen sollte, die zur jeweils eigenen Kultur passen. Nicht alle Lösungen funktionieren bei allen gleich gut“, sagt Martina Schraudner, wissenschaftliche Leiterin des Projekts bei Fraunhofer.

Die Gründe, woran Frauen auf dem Weg zur großen Karriere scheitern, sind nicht neu, werden aber von einem etwas anderen Blickwinkel beleuchtet. Natürlich tauchen auch die gängigen und bekannten Probleme auch in den Befragungen wieder auf: Frauen benötigen eine bessere Vereinbarkeit von Karriere und Familie und Vorgesetzte trauen ihnen häufig weniger Kompetenz zu als den männlichen Kollegen. Des Weiteren wird auch deutlich, dass die manchmal als Allheilmittel bezeichneten Maßnahmen wie Kompetenzerweiterungen, Mentoring- oder Seminarangebote nicht ausreichen, um die Probleme zu beseitigen.

Das klare Statement der Studie: „Ein erfolgreiches Engagement für mehr Frauen in Führungspositionen setzt eine detaillierte Analyse der unternehmenskulturellen Rahmenbedingungen voraus.“

Deshalb zeigt die Untersuchung vier Typen von Unternehmenskulturen, unter denen sich jedes Unternehmen (idealtypisch gesehen) einordnen kann: die Hochleistungskultur, die Formalkultur, die Ausschlusskultur und die Bewahrungskultur.

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