Master of Business Administration: So findet man das passende MBA-Programm

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Master of Business Administration: So findet man das passende MBA-Programm

von Katharina Kistler

Harvard oder Hamburg? Vollzeit, Teilzeit oder doch lieber Online? So finden Sie den richtigen Master of Business Administration (MBA) für Ihre Zwecke.

Er gilt als Eintrittskarte in die Welt der Wirtschaftsgrößen, ist Visitenkarte für die Topmanager: ein Master of Business Administration, kurz MBA. Auch für Sundar Pichai war der Abschluss wichtiger Bausteine seiner Karriere. Nach seinem Studium an zwei Eliteuniversitäten, dem Indian Institute of Technology und der Stanford-Universität, legte er noch einen MBA an der Wharton School of Business obendrauf. Seit 2004 arbeitet er für Google, vor wenigen Wochen machte Firmengründer Larry Page den 43-Jährigen zum neuen Chef.

Microsofts CEO Satya Nadella trägt den Titel ebenso wie JP Morgan-Chef James Dimon oder General-Motors-Chefin Mary Barra. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Topmanager mit MBA-Abschluss. Prominente Beispiele sind SAP-Boss Bill McDermott; Margret Suckale, früher Personalvorstand bei der Deutschen Bahn und heute Vorstandsmitglied bei BASF; oder Barbara Kux, ehemalige Siemens-Vorständin und heute Henkel-Aufsichtsrätin.

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Die drei Top-MBA-Programme

  • Harvard Business School

    28 der 500 nach Börsenwert größten Konzerne werden von einem Harvard-Alumnus geführt. Das MBA-Studium dauert zwei Jahre, die Kosten liegen pro Jahr bei etwa 98 400 Dollar.

  • London Business School

    Sie gilt als beste europäische MBA-Adresse. Studenten wählen zwischen einem 15-, 18- und 21-monatigen Programm, im zweiten Jahr können sie Teilzeit arbeiten. Interessant für alle, die vom Arbeitgeber gesponsert werden. Das Programm kostet umgerechnet etwa 94 000 Euro.

  • Wharton School

    Sie hat mit 93 000 Absolventen aus 153 Ländern das größte Netzwerk, ist bekannt für den Finanzschwerpunkt. Das 20-monatige Programm kostet pro Jahr etwa 100 000 Dollar.

Doch nicht nur junge Berufseinsteiger streben eine Karriere à la Pichai oder McDermott an, sondern auch Menschen mit langjähriger Berufserfahrung. Ihr Ziel: Sie wollen höhere Positionen im Unternehmen besetzen oder gar ein eigenes Unternehmen gründen.

In seinem MBA- und Master-Guide 2015 geht Berater Detlev Kran von mehr als 6000 Studienplätzen aus, die in Deutschland angeboten werden. Er schätzt, dass in den vergangenen 25 Jahren weltweit über 50.000 Deutsche einen MBA-Abschluss erhalten haben. Darunter waren vor allem Nichtwirtschaftswissenschaftler, die eine Managementposition anstreben. Zugegeben, mit Blick auf die fast 45.000 Management- und BWL-Absolventen, die die Hochschulen jedes Jahr verlassen, ist das immer noch ein kleiner, überschaubarer Kreis. Das liegt nicht zuletzt an den hohen Kosten für die Weiterbildung zum Chef: Das Programm der Wharton School kostet pro Jahr etwa 100.000 Euro, die Insead in Fontainebleau, an der Barbara Kux studierte, rund 65.800 Euro.

Doch der MBA lohnt sich. Nach einer Statistik der Vergütungsplattform Emolument.com holen zum Beispiel die Absolventen der Harvard Business School die Gebühren nach vier Jahren durch höhere Gehälter wieder rein.

Auch im deutschen Sprachraum ist das Angebot der MBA-Programme in den vergangenen Jahren stark gewachsen: Vor 25 Jahren gab es in der Schweiz, Deutschland und Österreich nur rund fünf bis zehn Programme, heute sind es über 450. Alleine in Deutschland gibt es mittlerweile rund 285 Programme, sagt Kran.

Wer da allzu planlos nach einem passenden MBA sucht, der wird vermutlich schnell verwirrt aufgeben. Zu dicht ist der Dschungel aus Programmen, denn es gibt die Weiterbildung in unterschiedlichen Varianten: als Vollzeit- und Teilzeitstudium oder als reines Online-Studium. Bevor Sie also das richtige Programm suchen, sollten Sie sich erst einmal klarmachen, welche Option am besten zu Ihnen passt.

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