Psychologie: Drei Gründe, warum wir nicht mit Geld umgehen können

Psychologie: Drei Gründe, warum wir nicht mit Geld umgehen können

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Psychologie: Bei Geld rational handeln

Menschen und Geld - das passt nicht zusammen. Sobald Kohle im Spiel ist, denken und handeln wir irrational. Die drei größten Fehler, die Menschen im Umgang mit Geld machen, warum - und wie sie sich vermeiden lassen.

Wenn es um Geld geht, sind wir nicht mehr wir selbst. Geld wirkt auf den Mensch wie eine Droge, sagt etwa die britische Psychologin Claudia Hammond. In ihrem gerade auf Deutsch erschienen Buch „Erst denken, dann zahlen: Die Psychologie des Geldes und wie wir sie nutzen können“ zeigt sie, dass Kunden bei der Auswahl von drei Angeboten, immer das mittlere wählen statt das günstigste – und bei Kartenzahlung bereit sind, mehr Geld ausgeben und schneller den Überblick über unsere Finanzen verlieren. Ein Forscherteam der Harvard University und der University auf Pennsylvania hat außerdem in Experimenten nachweisen können, dass Menschen, die an Geld denken, eher betrügen als andere.

Fakt ist: Sobald Geld im Spiel ist, handeln Menschen irrational. Doch woran liegt das? Der Psychologe Dale Hartley von der West Virginia University hat drei Denkfehler analysiert, die den richtigen Umgang mit Geld schwierig machen.

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Greater Fool-Theory

Diese Theorie besagt, dass Menschen eine überteuerte Aktie kaufen, weil sie glauben, dass sicher jemand bereit ist, noch mehr zu investieren. Und tatsächlich findet sich fast immer ein noch größerer Idiot mit derselben Hoffnung. Aus der Angst Einzelner, etwas zu verpassen, entstehen so mitunter Blasen.

Theorie des sozialen Vergleichs

In den 1940er Jahren waren Hausbesitzer mit ihrem Haus mit einem Badezimmer zufrieden, weil es das war, was ihre Freunde, Nachbarn, Verwandten auch hatten. „Aber heute sind wir unzufrieden, weil Menschen mit einem ähnlichen Einkommen, in einem größeren und besseren Haus leben“, schreibt Hartley. Um das zu erreichen, was andere haben - besser noch: um sie zu übertrumpfen - treffen Menschen falsche Entscheidungen. Denn „die Zufriedenheit mit unserem Leben hängt nicht alleine von uns ab, sondern auch vom Vergleich mit anderen“, so Hartley.

Besser entscheiden

  • Trauen Sie sich!

    Hätte eine Fehlentscheidung ernsthafte, unwiderrufliche Konsequenzen? Stehen Jobs auf dem Spiel? Falls nein – dann trauen Sie sich!

  • Aus Argumenten lernen

    Nehmen Sie die Position eines hartnäckigen Kritikers ein: Was können Sie aus seinen Argumenten lernen?

  • Wenn es trotzdem passiert

    Stellen Sie sich auch mal andere Fragen: Womit rechnen Sie keinesfalls – und wie reagieren Sie, falls es trotzdem passiert?

  • Problemem unterbewusst durchdringen

    Schlafen Sie eine Nacht drüber: So kann Ihr Unterbewusstsein das Problem durchdringen.

  • Ursache und Wirkung

    Seien Sie skeptisch im Hinblick auf Daten und Dogmen: Vielleicht hatte der frühere Erfolg in Wahrheit andere Gründe? Ursache und Wirkung werden gerne mal verwechselt.

Nachahmungseffekt

Dieses Phänomen sorgt dafür, dass es nicht beim sozialen Vergleich bleibt. Wir treffen also Entscheidung auf Basis von Handlungen anderer Menschen. Die Folge: Wir geben unüberlegt Geld für ein teures Handy aus, das unter Umständen gar nicht nötig wäre.

Psychologieprofessor Hartley rät deshalb, vor jeder Entscheidung, die mit Geld zu tun hat, die Emotionen einmal außen vor zu lassen. Sich zu fragen, ob es sinnvoll sei, statt dem "ich will aber" zu folgen. "Shakespeare soll gesagt haben: Wir Sterblichen können Dummköpfe sein, aber lasst uns wenigstens kleinere Dummköpfe sein”", schließt Hartley seine Überlegungen.

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