Dr. Geke/ KPMG: Zahlen statt Bauchgefühl

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Dr. Geke/ KPMG: Zahlen statt Bauchgefühl

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Thomas Barann, Cor Leendertse (beide Gothaer), Michael Geke (Dr. Geke/ KPMG, von links)

Qualifizierter Nachwuchs ist rar – und Belegschaften werden immer älter.

Das stellt viele Unternehmen vor die Frage, wie sie dem demografischen Wandel begegnen sollen. Um darauf möglichst präzise Antworten zu bekommen, beauftragten die Gothaer Versicherungen in Köln die Düsseldorfer Beratung Dr. Geke damit, eine softwaregesteuerte Lösung zu entwickeln, mit der sich die Personalentwicklung nach verschiedenen Kriterien analysieren und für die nächsten Jahre vorhersehen lässt. „In manchen Abteilungen und Bereichen werden uns in drei, vier Jahren ganze Kohorten von Spezialisten verlassen“, sagt Thomas Barann, Personalleiter bei der Gothaer. „Dadurch droht Verlust an Wissen.“

Das sind die Sieger des "Best of Consulting 2012"

  • Sieger Kategorie Strategie

    A.T. Kearney

    Projekt: Wachstumsstrategie für liberalisierten Markt

    Kunde: Stadtwerke Heidelberg

    2. Platz: Helbling Business Advisors

    3. Platz: PwC

  • Sieger Kategorie Marketing und Vertrieb

    Solution Providers

    Projekt: Verbesserte Preispositionierung und Tarifentwicklung

    Kunde: Helvetia

    2. Platz: Allianz

    3. Platz: Horvath

  • Sieger Kategorie Supply Chain Management

    Barkawi

    Projekt: Neuorganisation der Materialbeschaffung

    Kunde: Nokia Siemens Networks

    2.Platz: Camelot

    3.Platz: ROI

  • Sieger Kategorie Personal

    Dr. Geke/ KPMG

    Projekt: Software für Personalentwicklung

    Kunde: Gothaer

    2.Platz: Liebich & Partner Management- und Personalberatung

    3.Platz: Promerit

  • Sieger Kategorie Informationstechnologie

    Intargia

    Projekt: Aufbau eines IT-Zentrums

    Kunde: Universität Kassel

    2.Platz: MHP

    3.Platz: nicht vergeben

In anderen Bereichen dagegen, die etwa aufgrund des technischen Fortschritts überflüssig werden, schmerzen Altersabgänge nicht. So zeigt sich den Personalern klar, wo sie gegensteuern müssen. Statt „aus einem Bauchgefühl zu handeln“, könne man nun mit Szenarien arbeiten, sagt Michael Geke, Geschäftsführer der gleichnamigen, gerade von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG übernommenen Beratung und verantwortlich für das Projekt. Das liefert Argumente für Investitionen gegenüber dem Vorstand – beispielsweise in die Gesundheit der Mitarbeiter, die möglichst lange leistungsfähig bleiben sollen. Oder in die Übernahme von Auszubildenden.

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„Ob wir Mitarbeiter in Vorruhestand oder Altersteilzeit schicken, überlegen wir uns inzwischen drei Mal“, sagt Gothaer-Personalleiter Barann. Denn die richtigen Mitarbeiter in den richtigen Mengen zu haben entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Rechtzeitig dafür zu sorgen steigere die „strategische Bedeutung und den Wertbeitrag der Personalabteilung“, sagt Thomas Faust, Projektleiter und Senior Berater bei Dr. Geke.

Gemeinsam mit dem Kunden passten die Berater ihre Basis-Technologie auf den Informationsbedarf der Gothaer an. Herausgekommen ist damit „kein Produkt von der Stange“, aber dennoch „zu einem akzeptablen Preis für ein mittelgroßes Versicherungsunternehmen“, sagt Cor Leendertse, der das Personal-Controlling bei der Gothaer leitet. „Die Gothaer kann nun ein für sie bedeutsames Handlungsfeld wesentlich besser steuern“, bestätigt auch Jürgen Weibler, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fern-Universität Hagen und BoC-Fachbeirat.

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