Middelhoffs Erben: WirtschaftsWoche kürt die gefallenen Helden der Wirtschaft 2013

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Mit der Karstadt-Sanierung ist Nicolas Berggruen gescheitert. Dafür erhält er auf der Middelhoff-Skala neun von zehn Punkten und ist der gefallene Held der Wirtschaft im Jahre 2013

von Henryk Hielscher

Die WirtschaftsWoche hat den gefallenen Helden für das Jahr 2013 gekürt. Unter den Preisträgern sind unter anderem BER-Sanierer Hartmut Mehdorn oder SolarWorld-Chef Frank Asbeck.

Der vermeintliche Karstadt-Sanierer Nicolas Berggruen ist „Gefallener Held der Wirtschaft“ 2013. Den Preis der WirtschaftsWoche-Redaktion erhält Berggruen für seine gescheiterte Sanierung des Karstadt-Konzerns. Berggruen hat nun begonnen, wie einst der Namensgeber des Preises, Thomas Middelhoff, die Perlen des Hauses zu verscherbeln. Das Magazin würdigt bereits seit 2009 - dem Jahr der Arcandor-Insolvenz - die schlechtesten Managementleistungen des jeweiligen Jahres auf einer Skala, die sich am Wirken des früheren Arcandor-Chefs Middelhoff orientiert. Berggruen erhielt auf der Middelhoff-Skala der WirtschaftsWoche neun von zehn möglichen Punkten.

Damit hat Berggruen drei Topmanager aus dem Feld geschlagen, die ihm mit acht von zehn Middelhoff-Punkten auf den Fersen sind. Auf Rang zwei liegen gleichauf BER-Sanierer Hartmut Mehdorn, Debeka-Chef Uwe Laue und Windreich-Pleitier Willi Balz. Hinzu kommt mit ebenfalls acht von zehn Middelhoffs die gescheiterte Desertec-Initiative.

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Mehdorn zeichnet die Redaktion aus, weil der Feuerwehrmann der deutschen Wirtschaft meist an seinen Aufgaben scheitert. Als Bahnchef misslang ihm der Börsengang, an der Spitze von Air Berlin die Sanierung der zweitgrößten deutschen Fluglinie. Und jetzt scheint er auch am neuen Berliner Flughafen zu scheitern.

Debeka-Chef Laue wird ausgezeichnet, weil er beim Ergo-Skandal um Sex-Reisen zur Belohnung erfolgreicher Vermittler noch den Saubermann gab, sich jetzt aber selbst mit Vorwürfen konfrontiert sieht, seine Vermittler hätten mit fragwürdigen Methoden Adresslisten von Beamtenanwärtern ergattert, um diesen Krankenversicherungen zu verkaufen. Als gescheiteter Top-Manager, der das Geld seiner Anleger durchgebracht hat, kommt in diesem Jahr auch Windreich-Gründer Willi Balz zur Ehre der Auszeichnung „Gescheiterte Helden 2013". Er vertröstete Anleger noch, als das Unternehmen schon kurz vor der Pleite stand.

Weitere Preisträger sind: SolarWorld-Chef und Kapitalvernichter Frank Asbeck, der britische Pfarrer und frühere Aufsichtsratschef der britischen Co-operative Bank Paul Flowers, der beim Kauf harter Drogen gefilmt wurde, der als ThyssenKrupp-Chefkontrolleur gefeuerte Gerhard Cromme, unter dessen Regie der Stahlkonzern Milliarden verbrannt hat, der geschasste Blackberry-Chef Thorsten Heins, die österreichische Fondsmanagerin Isabella de Krassny, die sich mit ihrem Engagement bei der Baumarkt-Kette Praktiker verzockt hat, der CEO der Beratung Booz Allen Hamilton, Ralph Schrader, Chef des Whistleblowers Edward Snowden, sowie der beurlaubte Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.

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