Fremdsprache: Die Deutschen sprechen gut Englisch

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Fremdsprache: Die Deutschen sprechen gut Englisch

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Früh übt sich für die englisch geprägte Welt: Eine dritte Klasse der Leverkusener Remigiusschule.

Die Englischkenntnisse der Deutschen haben sich in den letzten sechs Jahren verbessert. Beim Vergleich der Englischkenntnisse von Erwachsenen steht Deutschland unter 60 Ländern auf Rang 14.

Die Deutschen sprechen im Schnitt besser Englisch als die meisten anderen Nicht-Englisch-Muttersprachler. Und sie haben in den vergangenen sechs Jahren Fortschritte gemacht, wie der dritte EF English Proficiency Index (EF EPI) zeigt, der heute veröffentlicht wurde. Im weltweiten Vergleich 60 teilnehmenden Ländern steht Deutschland auf Rang 14 und gehört zu den Ländern mit "guten Kenntnissen" ein. Die führenden Nationen mit "sehr guten Kenntnissen" sind Schweden, Norwegen, die Niederlande, Estland, Dänemark, Österreich und Finnland.

Das Länderranking in der 3. Auflage des EF EPI, der jetzt vom Bildungsanbieter EF Education First veröffentlicht wurde, basiert auf Testergebnissen von 750.000 Erwachsenen aus 60 Ländern im Jahr 2012. Für die Analyse der Entwicklung des Englisch-Sprachniveaus von 2007 bis 2012 wurden weltweit Testdaten von mehr als fünf Millionen Erwachsenen ausgewertet.

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Der Punktestand im English Proficiency Index reicht von Schwedens 68,69 bis zu Iraks 38,16 Punkten. Deutschland bewerteten die Tester mit 58,47 Punkten, vor sechs Jahren waren es 56,64. Die Autoren selbst gestehen allerdings ein, "dass die Ergebnisse nicht zwingend den Kenntnisstand eines Landes repräsentieren." An den Online-Tests nahmen nicht zufällig ausgewählte Menschen teil, sondern solche, die aus Interesse am Spracherwerb und zum Selbsttest auf die Online-Applikation von EF stießen.

Niklas Kukat, Geschäftsführer von EF in Deutschland, ist mit dem deutschen Abschneiden nicht zufrieden. Kukat wünscht sich - wie könnte es bei einem Anbieter von Englisch-Kursen anders sein - "mehr private Initiative als auch staatliche Förderung". Englsich sei keine "Luxus-Qualifikation" sondern eine "Grundfertigkeit".

EF will auf Grund seiner Daten herausgefunden haben, dass die Englischkenntnisse einer Bevölkerung mit sozialen und wirtschaftlichen Indikatoren, wie dem Pro-Kopf-Einkommen, korrespondieren. "Durch eine detaillierte Untersuchung von 11 einzelnen Ländern konnten wir sehen, dass der eindeutige Zusammenhang zwischen Englischkenntnissen und einer starken Wirtschaft von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen weltweit erkannt wird", heißt es in der Studie. Auch für den einzelnen Arbeitnehmer gilt: Bessere Englischkenntnisse steigern die beruflichen Chancen und das Einkommen. "Personalmanager und -vermittlungen weltweit sind sich einig, dass Kandidaten, deren Englischkenntnisse über dem Landesdurchschnitt liegen, 30-50% höhere Einkommen erzielen als ihre ähnlich qualifizierten Kollegen ohne Englischkenntnisse."

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Die Bedeutung von anderen Fremdsprachen als Englisch spielen in der Studie selbst und in den Schlussfolgerungen der Autoren keine Rolle. Die Autoren gehen von der Prämisse aus, dass allein Englisch als internationale Verkehrssprache entscheidend für die interkulturelle Kommunikation sei. Die Autoren heben für Deutschland hervor, dass auch andere Fremdsprachen, vor allem das Französische in den Schulen eine große Bedeutung haben. Allerdings werden diese nichtenglischen Fremdsprachenkenntnisse ebenso wenig reflektiert wie die Fremdsprachenkenntnisse der englischsprachigen Nationen.

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