Börse: Die neue Dotcom-Blase

Börse: Die neue Dotcom-Blase

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LinkedIn-Vorstandschef Jeff Weiner vor der New Yorker Börse. Der äußerst erfolgreiche Börsengang des Online-Karrierenetzwerks sorgte anfangs für Euphorie unter Anlegern. Später folgte die Ernüchterung.

von Andreas Toller

Facebook will, LinkedIn und Pandora sind schon an der Börse. Kommt es zu einer Neuauflage der Internetblase wie vor zehn Jahren? Vieles spricht dafür, einiges auch dagegen.

Es gibt sie wieder, die Euphorie für neue Internetaktien. Aber Skepsis ist angebracht, denn die milliardenschweren Börsengänge von LinkedIn oder Pandora haben gezeigt, dass die anfänglichen Kurshöhenflüge nicht von Dauer sind.

Die Begeisterung der Investoren zum Börsendebüt des Internetradios Pandora hat sich schnell abgekühlt. Am Ende ihres ersten Börsentages kannte die Pandora-Aktie nur noch eine Richtung - abwärts. Nachdem das Papier kurz nach Beginn des Handels mit 26 Dollar und einem Kursplus von 60 Prozent seinen Höchststand erreicht hatte, schloss es mit 17,42 Dollar noch knapp neun Prozent über dem Ausgabekurs. Am Freitag lag die Aktie dann teilweise schon 17 Prozent unter dem Ausgabepreis.

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Gute Wachstumschancen

Pandora hat bei seinem Börsengang die gute Stimmung für Internetfirmen gekonnt genutzt. Gleich zweimal hatte der Musikdienst den Ausgabekurs in den vergangenen Tagen angehoben, weil die Nachfrage der Investoren das knapp gehaltene Angebot an Aktien bei weitem überstieg. Letztlich kosteten die Aktien bei ihrem Debüt 16 Dollar, was einer Börsenbewertung des Unternehmens in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar entspricht.

Für den Betreiber eines Internetradios, der weiterhin Verluste schreibt, ist das sehr schmeichelhaft. Und wie nach dem kollektiven Rausch um den Börsenstart des Online-Karrierenetzwerks LinkedIn sprechen viele Marktbeobachter von einer neuen Internetblase. Typische Merkmale: Astronomische Bewertungen für Unternehmen, die noch Verluste machen, dafür aber auf einem digitalen Wachstumsmarkt agieren.

Pandora hat natürlich seine Stärken und Alleinstellungsmerkmale: Der Dienst stellt sich auf den Musikgeschmack des Hörers ein. Laut Marktforschern hält Pandora bereits die Hälfte des Marktes für kommerzielles Internetradio in den USA. Das Angebot wird angenommen, das Know-how ist vorhanden, die Umsätze sind mit 138 Millionen Dollar im vergangenen Jahr recht ansehnlich. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang von 235 Millionen Dollar könnte Pandora über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus wachsen.

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