Aktie der Deutschen Bank: Mit Vollgas in Richtung Allzeit-Tief

Aktie der Deutschen Bank: Mit Vollgas in Richtung Allzeit-Tief

, aktualisiert 21. September 2016, 13:38 Uhr
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Das Papier gibt nach während der Markt im Plus liegt.

von Martin DowideitQuelle:Handelsblatt Online

Es sieht nicht gut aus: Die Deutsche Bank steht an den Märkten weiter unter Druck. Die Aktie verliert an Wert, ein Hedgefonds erhöht seine Wette auf fallende Kurse. Aber nicht alle glauben an den Abwärtstrend.

DüsseldorfDer Wert der Deutsche-Bank-Aktie ist nur noch knapp von ihrem Allzeit-Tief von 11,02 Euro entfernt, das Anfang August erreicht worden war. Weiterhin lastet eine drohende Milliardenstrafe in den USA auf dem Kurs, außerdem erhöht ein Leerverkäufer seine Wette gegen die Bank. Am Mittag steht das Papier der größten deutschen Bank bei 11,22 Uhr knapp unter dem Schlusskurs des Vortags – und gibt damit den vierten Handelstag in Folge nach. Der Leitindex Dax liegt hingegen am Mittwoch mit einem Gewinn von etwa einem Prozent deutlich im Plus.

Die NordLB hatte am Dienstag das Kursziel für die Deutsche-Bank-Aktie von 14 auf 11 Euro gesenkt. Grund: Die US-Strafe könnte eine Kapitalerhöhung wahrscheinlicher machen, so Analyst Michael Seufert. Weitere Experten hatten sich zuvor ähnlich geäußert, etwa die französische Großbank Société Générale.

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Ein britischer Hedgefonds zählt ebenfalls zu den Pessimisten. Marshall Wace setzt gerne im großen Stil auf Leerverkäufe („Short“), um von schwachen Kursentwicklungen einzelner Titel zu profitieren – nicht nur bei der Deutschen Bank. Doch bei Deutschlands größtem Geldhaus haben die Briten ihre Wette erhöht: Der Fonds hatte am Freitag bekanntgegeben, seine Short-Position um mehr als 400.000 Aktien auf nunmehr 11,3 Millionen Papiere erhöht zu haben – die größte Wette des Fonds gegen die Papiere der Deutschen Bank seit der ersten Veröffentlichung einer Position im Februar dieses Jahres.

Die Briten dürften damit vom jüngsten Kursabschwung voll profitiert haben. In der Nacht auf Freitag war bekannt geworden, dass das US-Justizministerium mit einer Strafforderung von 14 Milliarden Dollar in die Verhandlungen mit dem Institut über umstrittene Geschäfte mit Immobilienpapieren eingestiegen sei. Daraufhin gab die Aktie allein am Freitag etwa acht Prozent nach.

Die Bank hofft in dieser Angelegenheit auf eine mildere Sanktion. In größeren vergleichbaren Fällen waren Strafen von unter drei Milliarden Dollar verhängt worden. Auch in einem anderen Verfahren wegen Devisenmanipulationen droht der Bank eine Strafe. Eine Richterin wies in der Nacht auf Mittwoch in einem Verfahren nur einige Anklagepunkte zurück.

Die Handelsposition von Marshall Wace und der Kursverlust der vergangenen Tage erwecken folglich einmal mehr den Eindruck, dass alle Zeichen auf einer Abkehr der Bankaktie stehen. Doch das stimmt nicht ganz: Daten des Informationsdienstleisters Markit vom 16. September zeigen, dass zu diesem Zeitpunkt etwa 1,8 Prozent der Deutsche-Bank-Anteilsscheine von Leerverkäufern in Anspruch genommen wurden. Das sei der niedrigste Wert seit Ende Juni, als die Aktie noch etwa bei 13 Euro notierte.

Analysten der US-Bank Citi haben europäische Bankaktien zuletzt als mutigstes Investment bezeichnet, das einer Wette gegen den Markttrend entspreche. Das Deutsche-Bank-Papier hat seit Jahresbeginn etwas mehr als die Hälfte seines Werts eingebüßt, der Stoxx 600 Banken-Index mit 44 europäischen Werten liegt im gleichen Zeitraum immerhin 23,5 Prozent im Hintertreffen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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