Anleihetipp: Lenzing: Fasern für die Welt

Anleihetipp: Lenzing: Fasern für die Welt

Ein Ort, eine Fabrik: Bei der Produktion von Zellstofffasern gibt Lenzing in Oberösterreich den Ton an. Und profitiert vom steigenden Weltmarktbedarf und dem hohen Ölpreis.

Die Marktgemeinde Lenzing in Oberösterreich hat 4965 Einwohner, aber die größte integrierte Produktion von Zellstofffasern der Welt. Vom Rohstoff Holz über die Zellstofferzeugung bis zur Faserproduktion ist alles an einem Ort zusammengefasst. Das gleichnamige Unternehmen Lenzing, entstanden aus einer 1892 gegründeten Papierfabrik, ist mit 770.000 Tonnen Jahresproduktion und 17 Prozent Marktanteil der führende Hersteller von industriell gefertigten Zellstofffasern.

Neben dem zentralen Standort in Oberösterreich hat Lenzing Fabriken nahe an wichtigen Produktions- und Absatzmärkten: etwa im US-Bundesstaat Alabama, im chinesischen Nanjing oder im Südwesten Indonesiens. Kunden sind die Textilindustrie und Hersteller feiner Gewebe aus den Bereichen Hygiene, Medizin und Haushalt. Auf beiden Gebieten führt die steigende Weltbevölkerung zu einer stetig wachsenden Nachfrage.

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Das im Textil- und Fasermarkt führende Beraterinstitut Gherzi rechnet damit, dass das Geschäft mit Zellstofffasern bis 2020 um durchschnittlich neun Prozent pro Jahr zulegt. Konkurrenzprodukte sind Fasern aus Baumwolle und chemisch hergestellte Synthesefasern. Bei Baumwolle sind die Anbauflächen kaum erweiterbar; auf Synthesefasern lastet der teure Ölpreis. Beides verschafft Zellstoff Vorteile.

Kurs (%)103,90
Kupon (%)3,875
Rendite (%)3,26
Laufzeit bis27. September 2017
WährungEuro
ISINAT0000A0K2K7

Zwar muss auch Lenzing bei seinem Rohstoff Holz Preissteigerungen verkraften, doch Lenzing konnte im vergangenen Jahr Preiserhöhungen bei Fasern durchsetzen. Derzeit ist der Faserpreis allerdings rückläufig, deshalb dürfte Lenzing 2012 den Rekordgewinn des Vorjahres (259 Millionen Euro netto) nicht erreichen und wahrscheinlich nur rund 200 Millionen Euro verdienen. Die starke Marktposition und die anziehende Produktion sollten in den nächsten Jahren wieder zu steigenden Gewinnen führen.

Lenzing ist seit 1985 an der Wiener Börse notiert, seit einem Jahr im Prime Market, für den erhöhte Transparenzpflichten gelten. Das kommt auch den Anleihen zugute, die mit etwas mehr als drei Prozent Rendite ein interessanter Spezialwert für ein zinsorientiertes Depot sind. Über ein Rating verfügt die Anleihe nicht, mit 45 Prozent Eigenkapitalquote ist Lenzing aber solide finanziert. Die Nettoschulden (159 Millionen Euro) machen weniger als die Hälfte des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) aus – selbst wenn Lenzing in diesem Jahr nicht an die 480 Millionen Euro von 2011 herankommen wird.

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