Börse Frankfurt: Dax beginnt freundlich

Börse Frankfurt: Dax beginnt freundlich

, aktualisiert 06. Juli 2017, 07:53 Uhr
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Die Stadt am Main gilt als wichtigster deutscher Finanzplatz.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt ist positiv. Das Marktbarometer Dax steigt vor dem Start des Präsenzhandels leicht auf Notierungen um 12.480 Punkte. Im Fokus steht heute der G20-Gipfel in Hamburg.

FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt dürfte nach Veröffentlichung der Fed-Protokolle eher verhalten in den Donnerstagshandel starten. Banken und Broker sagten für die Eröffnung wenig veränderte Kurse voraus. Am Donnerstagmorgen legte der Dax vor dem Start der Präsenzörse leicht zu und pendelte um 12.480 Zähler.

Die hartnäckig niedrige Inflation bereitet der US-Notenbank Fed mit Blick auf die angepeilte weitere Zinserhöhung in diesem Jahr zusehends Kopfschmerzen. Einige Währungshüter befürchten, dass sich der als zu niedrig empfundene Preisdruck verfestigen könnte, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Juni-Zinssitzung hervorgeht.

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Anleger warten nun vor allem auf erste Signale zur Lage am US-Arbeitsmarkt vor dem für Freitag erwarteten offiziellen Bericht. Am Donnerstag stehen bereits die Juni-Daten des privaten Anbieters ADP auf der Agenda, sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Außerdem wird der ISM-Service-Index für Juni erwartet.

Die Wall Street hatte am Mittwoch freundlich geschlossen. Aktien von Energiekonzernen standen angesichts des kräftigen Ölpreis-Rückgangs unter Druck, Technologiefirmen wie die Chiphersteller AMD, Micron und Nvidia legten hingegen zu.

Der Dow-Jones-Index schloss minimal tiefer bei 21.478 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,15 Prozent auf 2432 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,7 Prozent auf 6150 Stellen. In Frankfurt war der Dax zuvor 0,1 Prozent fester bei 12.453,68 Punkten aus dem Handel gegangen.

Im Fokus steht heute zudem der G20-Gipfel in Hamburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel muss sehr heikle Gespräche am Vortag des Spitzentreffens führen. Und auf den Straßen der Hansestadt dürfte es mehr als ungemütlich werden.


Was auf dem G20-Gipfel ansteht

Polizei und Demonstranten rüsten sich für die wohl härteste Demonstration rund um den G20-Gipfel. „Welcome to Hell“ nennen die Autonomen den Aufmarsch - und da die Polizei davon ausgeht, dass die das auch so meinen, wollen die Behörden Stärke demonstrieren.

Seit Tagen stehen sich linke Aktivisten und die Hamburger Polizei unversöhnlich gegenüber. Die Behörden rechnen am Donnerstag mit bis zu 10 000 Teilnehmern, darunter 8000 gewaltbereite Linksautonome aus dem In- und Ausland.

Die Kanzlerin trifft am Donnerstag den Mann, der ihren ganzen Gipfel scheitern lassen könnte: Donald Trump ist ab Donnerstag erstmals als US-Präsident in Deutschland. Um 18 Uhr trifft Merkel ihn zum Vorgespräch.

Klima, Welthandel, Abschottung, Terror - an Themen wird es nicht mangeln. Es wird damit gerechnet, dass Trump wegen seiner nationalistischen Handels- und Wirtschaftspolitik sowie der kontroversen US-Klimapolitik für Streit bei dem Spitzentreffen am Freitag und Samstag sorgen könnte.

Auf Wunsch Ankaras wird sich Merkel am Donnerstag zudem mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammensetzen. Auch dieses Treffen dürfte nicht sehr angenehm werden. Zwischen Berlin und Ankara gibt es erhebliche politische Verstimmungen - zuletzt hatte die Bundesregierung einen von Erdogan gewünschten öffentlichen Auftritt vor Anhängern während seines Besuches in Deutschland untersagt. Erdogan kritisierte noch am Mittwoch das Redeverbot als „sehr hässlich“ und fügte hinzu: „Deutschland begeht Selbstmord.“


Aktien im Fokus

Der Finanzinvestor Cerberus erwägt laut Bloomberg einen Einstieg bei der Commerzbank. Cerberus wolle am Markt Aktien kaufen, um mit einem Minderheits-Anteil vom Aufschwung in der Branche zu profitieren, berichtete die Agentur. Die Bank wollte sich nicht dazu äußern. Cerberus war nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Der Spartensender Sport1 gehört Finanzkreisen zufolge voraussichtlich bald zum Imperium des Medienkonzerns. Springer verhandle exklusiv mit dem Sport1-Eigentümer Constantin Medien, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen Reuters. Springer biete mehr als 80 Millionen Euro für die Sportplattform aus Fernseh- und Radiosendern sowie Mobil- und Internetangeboten.

Deutsche Firmen sollten Airbus zufolge einen großen Anteil an dem geplanten Auftrag im Volumen von 3,8 Milliarden Euro für neue Bundeswehr-Transporthubschrauber erhalten. Dafür schließt sich das Unternehmen mit sieben anderen deutschen Firmen zu einem Hubschrauber-Konsortium zusammen.

Fraport: Der Billigflieger-Flugsteig soll Anfang 2020 und damit drei Jahre früher als geplant eröffnen, wie Vorstandschef Schulte der "Die Welt" sagt. Das Unternehmen rechnet mit einem Anstieg der Passagierzahl in diesem Jahr auf etwa 64 Millionen in Frankfurt. 2020 könnten es einschließlich des Low Cost-Segments um die 68 bis zu 70 Millionen Passagiere sein.


Was der Tag noch bringt

Die EU und Japan wollen am Donnerstag eine erste Grundsatzeinigung über ein umfassendes Freihandelsabkommen verkünden. Die „politische Vereinbarung“ soll gegen Mittag bei einem Spitzentreffen in Brüssel bekanntgegeben werden.

Die EU-Innenminister diskutieren am Donnerstag (9.00 Uhr) im estnischen Tallinn über italienische Forderungen nach mehr Unterstützung in der Flüchtlingskrise. Italien ist mittlerweile zum Hauptankunftsland für Bootsflüchtlinge in Europa geworden. Im laufenden Jahr erreichten mehr als 85 000 Menschen die Küsten des Landes, viele von ihnen sind Migranten aus armen Ländern in Afrika, die wenig Chancen auf eine Anerkennung als Flüchtling haben.

Das EU-Parlament stimmt am Donnerstag (12.00 Uhr) über eine Aussetzung der Beitrittsgespräche mit der Türkei ab. Es geht dabei lediglich um eine unverbindliche Aufforderung an die EU-Kommission, die die Gespräche mit Ankara führt. Es wird erwartet, dass die Abgeordneten fraktionsübergreifend zustimmen.

Der Europäische Gerichtshof urteilt am Donnerstag (9.30 Uhr) über Gebühren und Erstattungen bei Flügen, die ein Kunde nicht antreten kann. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat vor deutschen Gerichten gegen Air Berlin geklagt, weil die Fluglinie eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro erhebt, wenn ein Passagier einen Spartarif-Flug storniert oder nicht antritt.

Im Streit zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Deutschen Bahn um Millionenzahlungen für die Nutzung des Schienennetzes verkündet das Landgericht Frankfurt am Donnerstag (15.00 Uhr) eine Entscheidung. Das Land fordert von dem Staatskonzern inklusive Zinsen 240 Millionen Euro, weil die DB Netz über Jahre hinweg zu hohe Trassenpreise gefordert haben soll. (Az.: 2-03 O 517/15)

Quelle:  Handelsblatt Online
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