Börse Frankfurt: Dax dürfte leicht im Plus starten

Börse Frankfurt: Dax dürfte leicht im Plus starten

, aktualisiert 18. November 2016, 07:37 Uhr
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Neben der Opec-Entscheidung zu einer möglichen Ölförderbremse werden sich Anleger am deutschen Aktienmarkt heute auch für neue US-Konjunkturdaten interessieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Dank positiver Signale aus Asien und den USA dürften der deutsche Leitindex positiv in den Freitagshandel starten. Vor allem die Aufsichtsratssitzung von Volkswagen steht im Fokus der Anleger.

DüsseldorfDer deutsche Aktienmarkt dürfte zum Wochenausgang leicht positiv starten. Vorbörslich liegt der deutsche Leitindex mit 10.716 Punkten rund 30 Punkte über seinem Schlussstand von Donnerstag. Vor allem aus den USA und aus Asien gab es in der Nacht positive Impulse.

Anleger dürften in Deutschland vor allem auch Volkswagen schauen. Der Autokonzern will in der schwersten Krise seiner Geschichte die Weichen für die Zukunft stellen. Dazu soll der Aufsichtsrat heute die Budgetplanung für die kommenden Jahre beschließen. Mit dem Zukunftspakt sollen bei der Sanierung von VW Schritte zur Kostensenkung mit Zusagen für Investitionen verknüpft werden.

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Nach Informationen des Handelsblatts hat sich Volkswagen dabei mit dem Betriebsrat auf den Abbau von weltweit bis zu 30.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren geeinigt, um die angeschlagene Kernmarke VW wieder flott zu machen. Rund 20.000 Stellen sollen demnach alleine in Deutschland wegfallen, es sollen aber alle Standorte erhalten bleiben. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, der Abbau soll etwa mit Hilfe von Altersteilzeit geregelt werden. Der gesamte Volkswagen-Konzern beschäftigt weltweit mehr als 624.000 Menschen, 282.000 davon in Deutschland.

Die japanische Aktienbörse ist dank des schwächeren Yens am Freitag auf den höchsten Stand seit Januar geklettert. Der Nikkei-Index stieg im Mittagshandel um 0,7 Prozent auf 17.989 Punkte. Der breiter aufgestellte Topix legte um 0,6 auf 1431 Zähler zu. Der Dollar verteuerte sich im Vergleich zur japanischen Währung um 0,5 Prozent auf 110,68 Yen. Das ist der höchste Stand seit Juni. Hintergrund sind Äußerungen der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie hatte eine Zinsanhebung im Dezember angedeutet.

Die Wall Street hatte am Donnerstag ihren Aufwärtstrend nach der US-Präsidentenwahl wiederaufgenommen. Die Anleger zeigten sich ermutigt von Signalen der Fed-Chefin Janet Yellen, dass die US-Notenbank auch nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump Kurs auf eine Zinserhöhung im Dezember hält.


Fed-Gouverneure sprechen

Eine Anhebung könne „relativ bald“ angebracht sein, sagte sie bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach der Wahl. Wichtig für die weitere Entwicklung sei aber Klarheit über die Wirtschaftspolitik der neuen Regierung. Nach der Wahl hatten Trumps Vorschläge für Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen die Börsen angetrieben. Zuletzt bremsten aufkeimende Zweifel an den Plänen die Kurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher bei 18.903 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,5 Prozent auf 2187 Zähler in die Nähe seines jüngsten Rekordhochs. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 5333 Stellen. Die Abwertung des Euro, die Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht, half dem Dax und dem EuroStoxx50. Der deutsche Leitindex schloss 0,2 Prozent höher bei 10.685 Punkten, der EuroStoxx50 0,4 Prozent fester bei 3039 Zählern.

Auch ermutigende Konjunkturdaten stützten die Kurse und die Zinsspekulationen an der Wall Street. Die Amerikaner haben kurz vor der US-Wahl so viele neue Wohnprojekte gestartet wie seit neun Jahren nicht mehr. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg überraschend kräftig um 25,5 Prozent auf eine Jahresrate von 1,32 Millionen, wie das Handelsministerium mitteilte. Das war zugleich der stärkste Anstieg seit Juli 1982. Zudem näherte sich die Inflationsrate im Oktober mit 1,6 Prozent dem Fed-Ziel von zwei Prozent an.

Nach Yellens Kongressbesuch legen am Freitag etliche Gouverneure nach. Im texanischen Houston treten die Chefs der Fed-Zweigstellen in Dallas und Kansas City an die Mikrofone und sprechen über den Zusammenhang zwischen Ölpreis und Wirtschaftsentwicklung. In New York stellt der Chef der New Yorker Fed eine Umfrage zu Verbrauchererwartungen vor – und der Fed-Chef in Chicago spricht vor Vertretern von Regionalbanken. Und alle dürfen sich auf Fragen zur Präsidentschaft von Donald Trump einrichten.

In der Alten Oper in Frankfurt treffen sich die Bankchefs zum 26. „European Banking Congress“. Angekündigt haben sich etwa Deutsche-Bank-Vorstandschef John Cryan, Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und EZB-Chef Mario Draghi. Das Motto lautet „Neustart für Europa“ – so geht es um Reformen für die Union, aber auch um künftige Geschäftsmodelle für Banken.

Quelle:  Handelsblatt Online
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