Börse Frankfurt: Dax pendelt unter 12.100 Punkten

Börse Frankfurt: Dax pendelt unter 12.100 Punkten

, aktualisiert 20. März 2017, 07:57 Uhr
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Der Dax steigt weiter an.

Quelle:Handelsblatt Online

Vor dem Start der Präsenzbörse halten sich die Anleger noch zurück. Der Dax liegt leicht unter dem Freitagsniveau. Analysten sind aber optimistisch, das es weiter nach oben geht. Was der Tag bringt.

FrankfurtDer deutsche Leitindex bleibt über der 12.000er-Marke. Vor Börsenstart am Montag notierte der Dax bei 12.070 Zähler. Das liegt leicht unter dem Schlussniveau vom Freitag. Nach einer Serie wichtiger Notenbank-Entscheidungen konzentrieren sich Aktienanleger in der neuen Woche wieder auf Wirtschaftsdaten.

Die Deutsche Bank veröffentlicht im Tagesverlauf ihren Geschäftsbericht, und Anleger erhoffen sich unter anderem Details zum Ausblick des Geldhauses. In Hannover trifft sich die IT-Branche bei der Technologiemesse Cebit.

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An der Wall Street waren die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland abgebröckelt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,1 Prozent tiefer, während der Nasdaq fast unverändert bei 5901,00 Stellen blieb. Der S&P500 fiel ebenfalls um 0,1 Prozent. In Tokio blieb die Börse am Montag wegen eines Feiertages geschlossen. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,1 Prozent auf 3235 Punkte.

Einige Analysten sehen bei positiven Konjunktursignalen gute Chancen, dass sich der Dax zum kalendarischen Frühlingsanfang seiner Bestmarke von 12.390,75 Punkten aus dem April 2015 weiter nähern kann. "Das Umfeld für die Aktienmärkte bleibt weiterhin gut unterstützt", kommentiert die Weberbank.

Die positive Wirtschaftsdynamik, steigende Unternehmensgewinne, eine weiterhin expansive europäische Notenbank sowie ein schwacher Euro sorgten mittelfristig für Auftrieb, meinen die Analysten. Auch Robert Greil, Chef-Anlagestratege des Bankhauses Merck Finck, erwartet in Kürze einen Test der alten Dax-Bestmarke. "Zum Überschießen wären aber wohl weitere 'Good News' nötig."

Im Mittelpunkt des Interesses steht heute die Technologiemesse CeBIT, die seit heute für Besucher geöffnet ist. Schwerpunkt der IT-Leistungsschau ist der digitale Wandel. Zu der fünftägigen Veranstaltung mit über 3000 Ausstellern aus 70 Ländern werden rund 200 000 Gäste erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht am Morgen nach der offiziellen Eröffnung am Vorabend den traditionellen Messerundgang.


Was der Tag sonst noch bringt

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seine Kollegen aus der Eurogruppe beraten am Montag (ab 15.00 Uhr) über den Stand der Vorbereitungen zur Auszahlung der nächsten Griechenland- Hilfen. Eine Entscheidung wird aber noch nicht erwartet. Die europäischen Geldgeber drängen die Regierung in Athen zu weiteren Sparmaßnahmen.

Die Lebenslage der jungen Menschen in Deutschland steht am Montag (10.30 Uhr) in Berlin im Fokus. Zum Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag stellt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe einen umfangreichen Bericht vor. Es geht um Themen wie Kinderarmut, die Kita-Qualität und den Start der jungen Menschen in den Arbeitsmarkt.

Nach jahrelangen Verzögerungen wird ab heute der größte deutsche Schadenfall in der globalen Finanzkrise 2008/2009 vor einem Strafgericht verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft Georg Funke, dem früheren Chef der Immobilienbank HRE, sowie dem damaligen HRE-Finanzvorstand Markus Fell vor, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise die Bilanzen der Bank geschönt zu haben.

Im Bankrottprozess gegen Anton Schlecker, der vor dem Stuttgarter Landgericht (9.00 Uhr) fortgesetzt wird, könnten erste Details über die aktuelle Lage des ehemaligen Drogeriemarkt-Unternehmers zutage kommen. Bei der Verhandlung vor einer Woche sagte er, er sei bis zuletzt von der Fortführung seines Unternehmens überzeugt gewesen.

Die wichtigsten Kandidaten für die französische Präsidentschaftswahl kommen am Montag (21.00 Uhr) erstmals zu einer TV-Debatte zusammen. Die Franzosen wählen ihren neuen Staatschef in zwei Wahlgängen am 23. April und 7. Mai.

Im US-Senat beginnt am Montag das Bestätigungsverfahren für Neil Gorsuch, den Kandidaten des Präsidenten für den Obersten Gerichtshof. Die Demokraten könnten eine Berufung Gorsuchs allenfalls durch Dauerreden (Filibuster) blockieren. Aber einen neuen konservativen Richter dauerhaft verhindern könnten sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht.

Nach zweiwöchiger Kontroverse um unbewiesene Abhörvorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen seinen Vorgänger Barack Obama könnte es am Montag endgültige Klarheit geben. In einer mit Spannung erwarteten Anhörung (10.00 Uhr Ortszeit/15.00 MESZ) vor dem Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses wird sich der Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, erstmals öffentlich zu Trumps Behauptungen äußern. Auch der Chef des Geheimdienstes NSA, Mike Rogers, soll aussagen.

Die Innenminister aus europäischen und nordafrikanischen Ländern kommen am Montag (9.00 Uhr) in Rom zu einem Treffen über die Migrationskrise zusammen. Es geht darum, wie der Zustrom von Migranten nach Europa gestoppt werden kann.

Quelle:  Handelsblatt Online
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