Börse Frankfurt: Für den Dax beginnt die Trump-Woche

Börse Frankfurt: Für den Dax beginnt die Trump-Woche

, aktualisiert 16. Januar 2017, 07:27 Uhr
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Am 20. Januar wird Donald Trump offiziell als US-Präsident vereidigt. Schon am Montag sorgt der für Gesprächsstoff an den Märkten.

Quelle:Handelsblatt Online

Dax-Anleger starten wenig optimistisch in die Woche. Wenige Tage vor seiner Amtseinführung schlägt sich Donald Trump als Unsicherheitsfaktor auf den Kursen nieder. Vorbörslich notiert der Dax leicht im Minus.

DüsseldorfDie Vereidigung von Donald Trump steht zwar erst am Ende der Termin-Woche der Dax-Anleger. Dennoch dürfte der künftige US-Präsident bereits am Montag für Gesprächsstoff sorgen. In einem Interview droht er den deutschen Automobilbauern mit Strafzöllen von bis zu 35 Prozent, sollten sie ihre Autos in Mexiko statt, wie von ihm gewünscht, in den USA bauen. Damit gibt Trump den Auftakt für eine Woche mit wenigen, aber wichtigen Terminen: Neben seiner Vereidigung haben die Anleger das Weltwirtschaftsforum in Davos, das am Dienstag beginnt, sowie den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag auf dem Zettel.

Vorbörslich geben sich die Anleger am Montagmorgen gelassen. Der Dax notiert bei 11.591 Punkten gut 0,3 Prozent tiefer als am letzten Handelstag. Am Freitag schloss der Index – beflügelt von guten Zahlen der US-Bankbilanzen – 0,9 Prozent Höher bei 11.635 Punkten. Nach dem Freitags-Hoch könnte also durchaus sein, dass Anleger sich heute dafür entscheiden, Gewinnen mitzunehmen, als zuzukaufen.

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Auch die Vorgaben aus Asien sprechen dafür, dass der Dax ein wenig verschnauft. Dort machten die Anleger am Montag Kasse: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag 0,9 Prozent tiefer bei 19.111 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,8 Prozent auf 1531 Zähler. Grund für die Zurückhaltung ist die Ernüchterung über die möglichen Folgen Trumps für die Weltwirtschaft. „Manche Leute nehmen jetzt Gewinne mit, weil sie die dunkle, protektionistische Seite seiner Politik sehen“, sagt Norihiro Fujito, Investmentstratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. „Auf der anderen Seite hat er seinen Job noch nicht begonnen. Und es gibt nicht viele Beispiele, wo die Aktienkurse ihren Höhepunkt vor der Amtseinführung eines US-Präsidenten erreicht haben.“

Von den US-Märkten sind am Montag keine großen Impulse zu erwarten. Die Börsen des Landes haben wegen des Martin-Luther-King-Tags geschlossen.

Auch offizielle Firmentermine lassen am Montag noch auf sich warten. Erst am Dienstag steht mit dem Zusammentreffen der beiden Chefs von der Deutschen Börse und der London Stock-Exchange in Wiesbaden mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dem für die Börsenaufsicht zuständigen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir ein wichtiger Firmentermin an.

Quelle:  Handelsblatt Online
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