Börse New York: Dow Jones reißt die nächste Hunderterhürde

Börse New York: Dow Jones reißt die nächste Hunderterhürde

, aktualisiert 31. Juli 2017, 16:31 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die Wall Street läuft ohne viel Schwung. Das dürfte weniger an der schwierigen geopolitischen Lage – Russland und Nordkorea – als an den schon hohen Kursständen liegen. Beim Dow reicht es dennoch für eine neue Bestmarke.

New YorkDer Dow-Jones-Index hat am letzten Juni-Tag ein neues Allzeithoch markiert. Das bis dato bestehende war gerade mal einen Handelstag alt, der traditionsreiche New Yorker Leitindex hatte den Rekord am vergangenen Freitag erreicht. Mit 21.916 Punkten sprang der Dow am Montag erstmals über die 21.900-Punkte-Marke. Zuletzt notierte er mit 21.884 Zählern 0,3 Prozent fester. Der breitere S&P-500 blieb unter seinen Höchstwerten, mit 2471 Punkten ging es minimal runter. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 6362 Stellen.

„Die letzte Woche war etwas holprig, und jetzt sind einige Schnäppchenjäger unterwegs“, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer bei Janlyn Capital. In der vergangenen Woche war der Dow um 1,2 Prozent gestiegen, während der S&P kaum vom Fleck kam und der Nasdaq 0,2 Prozent eingebüßt hatte. Am Montag blieben die Gesamtbewegungen gering, angesichts des hohen Kursniveaus. Die problematische Geopolitik in Sachen Russland und Nordkorea, tangierte das New Yorker Parkett nur geringfügig.

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Alle drei Indizes dürften den Juli mit einem Plus von etwa zwei bis knapp drei Prozent beenden – anders als der Dax, der im Frankfurter Juli knapp zwei Prozent an Punkten ließ. Am letzten Tag des Monats gab der Deutsche Aktienindex leicht nach auf 12.149 Zähler. Vor allem die Bilanzsaison stützt die hohen, amerikanischen Kurse. Insgesamt haben US-Unternehmen dem Wirtschaftsdatendienst Thomson Reuters zufolge zuletzt besser als erwartete Zahlen vorgelegt: Von den 500 im S&P gelisteten Firmen haben 73 Prozent mit ihren Quartalsbilanzen die Analystenerwartungen übertroffen.

Die guten Geschäfte dürften zu großen Teilen auch am schwachen Dollar liegen, am Devisenmarkt hielt der Euro die jüngst erreichte 1,17-Dollar-Marke. Der schwache Greenback treibt den europäischen Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn – und freut die US-Exportbranche, wie die Zahlen der Bilanzsaison untermauern.

Auch wenn es einige Enttäuschungen wie beispielsweise von Amazon, Exxon oder Starbucks gegeben habe, ergänzt ein Händler. Der Starbucks-Kurs stabilisierte sich am Montag und stieg um etwa ein Prozent. Die Aktien der Kaffeehauskette waren am Freitag um über neun Prozent abgestürzt. Amazon-Papiere gingen dagegen um weitere 0,8 Prozent in die Knie, während Exxon-Titel kaum verändert notierten.

Sprint-Aktien stiegen um 0,4 Prozent. Der US-Kabelnetzbetreiber Charter Communications lehnt einen Kauf des US-Mobilfunkkonzerns ab. Reuters hatte zuvor von Insidern erfahren, Sprint-Eigner Softbank strebe eine Fusion von Sprint mit Charter an. Charter-Papiere stiegen um rund acht Prozent. Die Aktien des Sprint-Rivalen T-Mobile US legten ein Prozent zu. Sprint wird immer wieder als potenzieller Partner für die Deutsche-Telekom-Tochter genannt.

Tesla-Aktien notierten 0,8 Prozent höher. Der Elektroauto-Bauer hat für sein neues „Model-3“-Fahrzeug mehr als eine halbe Million Vorbestellungen.

In New York ließ die Anleger die innenpolitische Lage in Washington kalt, wo US-Präsident Donald Trump am Freitag seinen Stabschef ausgetauscht hatte. Die US-Futures signalisierten eine freundliche Eröffnung der Wall Street. Für Verunsicherung sorgte zwar ein erneuter Raketentest Nordkoreas am Wochenende, in dessen Folge Trump China kritisierte. Doch selbst in Asien verdrängten die Anleger den Konflikt weitgehend. Die Verschärfung von Sanktionen der USA gegen Russland, die Trump mittragen will, drückte die Moskauer Aktienbörse zeitweise um 1,7 Prozent ins Minus und belastete auch den Rubel-Kurs.

Quelle:  Handelsblatt Online
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