Börse New York: Schlechte Laune wegen schwacher Technologiewerte

Börse New York: Schlechte Laune wegen schwacher Technologiewerte

, aktualisiert 15. Juni 2017, 22:55 Uhr
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Ein Händler an der New Yorker Wall Street.

Quelle:Handelsblatt Online

Enttäuschende Konjunkturdaten und ein Ausverkauf bei Technologieaktien drücken die New Yorker Wall Street ins Minus. Barbie-Hersteller Mattel steht ebenfalls auf den Verkaufslisten - die Aktie taumelt.

Eine neue Verkaufswelle bei Technologieaktien hat am Donnerstag die US-Börsen ins Minus gezogen. Anleger sahen sich erneut veranlasst, Kasse zu machen, nachdem der Sektor in diesem Jahr massiv zugelegt hat. "Der gewaltige Ansturm auf Technologiefirmen war beeindruckend und erreichte einen Punkt, an dem die Leute Geld vom Tisch nehmen und Gewinne sichern wollen", sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Anlageberaters Janlyn Capital.

Zusätzlich auf die Stimmung drückten enttäuschende Konjunkturdaten. So drosselte die US-Industrie im Mai überraschend ihre Produktion. Die US-Notenbank (Fed) hatte am Mittwoch den Leitzins erwartungsgemäß angehoben und eine weitere Steigerung in diesem Jahr signalisiert. Investoren fragen sich nun, ob die US-Wirtschaft einen zusätzlichen Schritt verkraften wird. Für Unruhe sorgten zudem Berichte über neue Ermittlungen in der Russland-Affäre gegen US-Präsident Donald Trump wegen des Vorwurfs der Justizbehinderung.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent tiefer auf 21.359 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2432 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,5 Prozent auf 6165 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 0,9 Prozent im Minus auf knapp 12.692 Punkten.

Im Blick standen US-Technologieschwergewichte nach weiteren negativen Analystenkommentaren. Apple sackten 0,6 Prozent ab, Microsoft 0,5 Prozent und die Google-Mutter Alphabet 0,8 Prozent.

Auf der Verliererseite standen ferner die Titel der Supermarktkette Kroger. Sie brachen um fast 19 Prozent ein, nachdem der Konzern seine Jahresprognosen gekappt hatte. Mattel büßten fast sieben Prozent ein. Anleger reagierten verschnupft darauf, dass der Barbiepuppen-Hersteller seine Dividende kürzte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1112 Werte legten zu, 1813 gaben nach und 154 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1022 im Plus, 1821 im Minus und 233 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben leicht nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 101-28/32. Die Rendite stieg auf 2,1620 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1/32 auf 104-11/32 und rentierte mit 2,7850 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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