Börsen Asien: Technologiewerte drücken Nikkei ins Minus

Börsen Asien: Technologiewerte drücken Nikkei ins Minus

, aktualisiert 12. Juni 2017, 10:05 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die asiatischen Börsen sind zum Wochenbeginn in den Minusbereich gezogen worden. Dafür zeigte sich insbesondere der Verkauf amerikanischer Technologie-Aktien, sowie die erwartete Fed-Leitzinserhöhung verantwortlich.

TokioDer Ausverkauf amerikanischer Technologie-Aktien hat am Montag auch die asiatischen Börsen ins Minus gezogen. Händlern zufolge hielten sich die Käufer außerdem wegen der erwarteten Leitzinserhöhung in den USA zurück. Der 225 Werte umfassende japanische Leitindex Nikkei schloss 0,5 Prozent niedriger bei 19.908 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,7 Prozent nach. Die Börse in Shanghai tendierte 0,6 Prozent schwächer. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent.

Am Freitag war die Apple-Aktie in New York um fast vier Prozent gefallen. Hintergrund war ein Bericht, wonach der kalifornische Konzern mit seinem neuen iPhone im Vergleich zu Rivalen technisch ins Hintertreffen geraten könnte. In Tokio notierten Halbleiter-Hersteller und Apple-Zulieferer im Minus. Tokyo Electron verloren drei Prozent, Advantest 3,3 Prozent. Toshiba-Aktien verteuerten sich dagegen um neun Prozent. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag, der US-Konzern Western Digital plane, seine Offerte für die Chip-Sparte des angeschlagenen japanischen Unternehmens auf umgerechnet rund 16 Milliarden Euro oder mehr aufzustocken.

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In Süd-Korea gaben die Akten des Technologie-Giganten Samsung 1,8 Prozent nach. Der dortige Leitindex Kospi tendierte ein Prozent im Minus. "Der Nasdaq-Rückgang scheint überall durchzuschlagen", sagte Yoshinori Shigemi, Marktstratege bei JPMorgan Asset Management: „Allerdings war der Tech-Sektor stark gelaufen und wohl bereit für Gewinnmitnahmen.“

Ansonsten stehe die anstehende Zinsentscheidung in den USA im Mittelpunkt des Interesses, sagte Devisenstratege Junichi Ishikawa von IG Securities in Tokio. Experten rechnen mit einer Zinserhöhung. Der Euro tendierte zum Dollar 0,16 Prozent höher bei 1,1211 Dollar. Die japanische Währung lag bei 110,19 Yen je Dollar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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